29-11-2001, 21:17
Es war ein kalter Morgen gewesen, damals im Frühling. Die Sonne versuchte grade sich durch die am Boden wabbernden Nebelschwaden zu kämpfen, als ein Schrei duch den Wald gellte. Laut und voller Schmerz hallte er noch lange nach in den sanften Hügeln. Er kam aus einer kleinen Hütte am Rande einer bescheidenen Waldsiedlung, direkt an einem leise flüsternden Bach gelegen. Eine alte Frau eilte mit einem dampfenden Zuber voller heissen Wassers duch die Tür in das noch dunkle Innere, als erneut der Schrei anschwillt. Drinnen war es heiss und stickig. Der Geruch von Myrre und anderen Kräutern lag in der Luft und macht es schwer zu atmen sobald man in das innere der Hütte trat. Die Hütte war unterteilt in zwei kleinere Räume, die mit groben braunen Vorhängen vom größten Teil der Hütte, der Wohnraum und Küche zugleich war, abgeteilt. Einer der beiden Vorhänge war zurückgezogen und gab den Blick frei auf ein breites Bett in dem eine große, rothaarige Frau lag; nassgeschwitzt und mit schmerzverzerrtem Gesicht lehnte sie, von einem bärtigen Mann gestützt, aufrecht an den Kissen. Die Zeit ihrer Niederkunft war gekommen.
Einige Jahre später, Shari, so der Name des Kindes, war mitlerweile schon an die 6 Sommer alt, rief ihre Mutter sie zu sich in die alte Hütte. Ihre Haare waren noch immer Rot, doch zeigten sich die ersten Spuren von grau darinnen, was ihrer herben Schönheit doch nicht zu schaden schien. "Nun mein Kind, es wird Zeit für dich zu wählen", sprach sie mit fester doch sanfter Stimme. "Welchen Weg wirst du gehen, den deines Vaters des Druiden oder den meinigen, den der Kriegerin und Anführerin". Ihre grau-grünen Augen hefteten sich fest an das Gesicht des Kindes, das unentschlossen dastand und kaum verstand was die Mutter sie da fragte. Ihr kam es so vor, als hätte man von ihr verlangt sich zwischen der Liebe des Vaters und der Mutter zu entscheiden. Und so schob sie diese Entscheidung vor sich hin....Sommer für Sommer und lernte von beiden Elternteilen etwas, der Umgang mit Bogen und Taktik von der Mutter, die Pflanzenkunde und magische Rituale vom Vater. Längst hatten die Eltern aufgegeben, Shari zu einer Entscheidung zu drängen, doch war ihnen nicht ganz wohl dabei, würde sie doch für immer eine Aussenseiterin bleiben mit ihrer Vorliebe alleine durch die Wälder zu streifen und das erlernte anzuwenden. Keiner Gruppe würde sich das junge Mädchen je zugehörig fühlen, für eine Kriegerin war sie trotz ihrer Geschicklichkeit zu sanftmütig und für das Druidentum zu unbeherscht und wild.
Die Jahre zogen ins Land und Shari wuchs zu einer jungen Frau heran, als es zu jenem Schicksalhaftem Vorfall kam, der ihr leben verändern sollte. Doch dazu muss ich etwas weiter ausholen.
Die kleine Dorfgemeinschaft lebte am rande zweier Reiche, im Westen erstreckte sich das Land König Sargons, ein alter und mit strenger Hand regierender Herrscher. Seine Burg war jedoch zu weit weg von den Wäldern in denen Shari so unbelastet aufgewachsen war, als das die kleine Gemeinschaft sein Regime besonders zu spüren bekam. Der Wald gab ihnen reichlich und die zu zahlenden Steuern waren das einzigste was sie mit dem Königreich verband. Im Osten lebten einige Stämme der Zwerge, geführt von Gorgosh, verwöhnter Sohn des Harras, der wegen seiner Durchtriebenheit und Machtgier bekannt und gefürchtet war. Schon seit langem trachtete er nach dem Landstrich in dem das Dorf lag, gab es doch einige Erzvorkommen in den Hügeln und Flüssen des Landes.
Durch die Wälder des Nordens streiften einige Elfen, die sich seit einigen Jahren in einem Zwist mit Gorgosh befanden, da er sich immer wieder über ihre Gebietsansprüche hinwegsetzte und sich nahm was er gebrauchen konnte. So kam es, das Gorgosh dem Plan dem ihm eine dunkle Gestalt unterbreitete, mit freuden und einem bösen leuchten in den kleinen feisten Augen, zustimmte.
Lachend setzte er ein Schreiben auf, das er mit einem falschen Namen unterschrieb und der schlanken, großen Gestalt übergab, die in einen dunklen Umhang gehüllt neben Gorgosh stand. Dieser verbarg sein Verzücken über das Gelingen seines schäbigen Plans gekonnt hinter den ebenmässigen Zügen eines Drows. Sollte es so laufen, wie er es geplant hatte, würden sich die Zwerge, Hoch- und Waldelfen mit den Menschen bekriegen und Platz schaffen für seine neu gestärkte Sippe. Das Schreiben unter seinen Umhang stecken verliess der Dunkelelf mit eleganten, weitausholenden Schritten die Halle und liess den immer noch lachenden Gorgosh zurück. "Lach du nur, du dummer Zwerg", murmelte er leise und mit einem kalten Lächeln vor sich hin, "ich werde zuletzt lachen und damit bekanntlich auch am besten". Kaum aus der Zwergenfeste heraus, verschwand er im dunklen der Wälder und ward für lange Zeit nicht mehr gesehen.
Einige Jahre später, Shari, so der Name des Kindes, war mitlerweile schon an die 6 Sommer alt, rief ihre Mutter sie zu sich in die alte Hütte. Ihre Haare waren noch immer Rot, doch zeigten sich die ersten Spuren von grau darinnen, was ihrer herben Schönheit doch nicht zu schaden schien. "Nun mein Kind, es wird Zeit für dich zu wählen", sprach sie mit fester doch sanfter Stimme. "Welchen Weg wirst du gehen, den deines Vaters des Druiden oder den meinigen, den der Kriegerin und Anführerin". Ihre grau-grünen Augen hefteten sich fest an das Gesicht des Kindes, das unentschlossen dastand und kaum verstand was die Mutter sie da fragte. Ihr kam es so vor, als hätte man von ihr verlangt sich zwischen der Liebe des Vaters und der Mutter zu entscheiden. Und so schob sie diese Entscheidung vor sich hin....Sommer für Sommer und lernte von beiden Elternteilen etwas, der Umgang mit Bogen und Taktik von der Mutter, die Pflanzenkunde und magische Rituale vom Vater. Längst hatten die Eltern aufgegeben, Shari zu einer Entscheidung zu drängen, doch war ihnen nicht ganz wohl dabei, würde sie doch für immer eine Aussenseiterin bleiben mit ihrer Vorliebe alleine durch die Wälder zu streifen und das erlernte anzuwenden. Keiner Gruppe würde sich das junge Mädchen je zugehörig fühlen, für eine Kriegerin war sie trotz ihrer Geschicklichkeit zu sanftmütig und für das Druidentum zu unbeherscht und wild.
Die Jahre zogen ins Land und Shari wuchs zu einer jungen Frau heran, als es zu jenem Schicksalhaftem Vorfall kam, der ihr leben verändern sollte. Doch dazu muss ich etwas weiter ausholen.
Die kleine Dorfgemeinschaft lebte am rande zweier Reiche, im Westen erstreckte sich das Land König Sargons, ein alter und mit strenger Hand regierender Herrscher. Seine Burg war jedoch zu weit weg von den Wäldern in denen Shari so unbelastet aufgewachsen war, als das die kleine Gemeinschaft sein Regime besonders zu spüren bekam. Der Wald gab ihnen reichlich und die zu zahlenden Steuern waren das einzigste was sie mit dem Königreich verband. Im Osten lebten einige Stämme der Zwerge, geführt von Gorgosh, verwöhnter Sohn des Harras, der wegen seiner Durchtriebenheit und Machtgier bekannt und gefürchtet war. Schon seit langem trachtete er nach dem Landstrich in dem das Dorf lag, gab es doch einige Erzvorkommen in den Hügeln und Flüssen des Landes.
Durch die Wälder des Nordens streiften einige Elfen, die sich seit einigen Jahren in einem Zwist mit Gorgosh befanden, da er sich immer wieder über ihre Gebietsansprüche hinwegsetzte und sich nahm was er gebrauchen konnte. So kam es, das Gorgosh dem Plan dem ihm eine dunkle Gestalt unterbreitete, mit freuden und einem bösen leuchten in den kleinen feisten Augen, zustimmte.
Lachend setzte er ein Schreiben auf, das er mit einem falschen Namen unterschrieb und der schlanken, großen Gestalt übergab, die in einen dunklen Umhang gehüllt neben Gorgosh stand. Dieser verbarg sein Verzücken über das Gelingen seines schäbigen Plans gekonnt hinter den ebenmässigen Zügen eines Drows. Sollte es so laufen, wie er es geplant hatte, würden sich die Zwerge, Hoch- und Waldelfen mit den Menschen bekriegen und Platz schaffen für seine neu gestärkte Sippe. Das Schreiben unter seinen Umhang stecken verliess der Dunkelelf mit eleganten, weitausholenden Schritten die Halle und liess den immer noch lachenden Gorgosh zurück. "Lach du nur, du dummer Zwerg", murmelte er leise und mit einem kalten Lächeln vor sich hin, "ich werde zuletzt lachen und damit bekanntlich auch am besten". Kaum aus der Zwergenfeste heraus, verschwand er im dunklen der Wälder und ward für lange Zeit nicht mehr gesehen.