17-12-2001, 22:58
Die Sonne stand hoch über dem Tal der Awafeya. Der Himmel war klar und obwohl es außerhalb des Tals tiefster Winter war, herrschte warmes, frühlingshaftes Wetter. Die Awafeya, die Flusselfen wie sie sich selbst nannten, lebten seit vielen Jahrhunderten, seit eine Unstimmigkeit in der Sala der Hochelfen zu ihrer Abspaltung geführt hatte, völlig abgeschieden von der Welt in jenem Tal.
Ein paar Frauen badeten an diesem Tag im Fluss, darunter Madata Ryell und ihre Tochter Shaobian. Madata war es, die mit ihren scharfen Elfenaugen etwas im Schilf entdeckte. Als sie nun näher herangingen, fanden sie ein kleines Menschenkind in einem Korb, dessen Eltern es wohl ausgesetzt hatten. Für die beiden Elfen was es ganz selbstverständlich das kleine Mädchen mitzunehmen, obwohl es von den Talaa kam. Als sie zuhause ankamen, war Madatas Mann und Vater Shaobians bereits daheim. Er war einer der Wächter, Krieger, die über die geheimen Wege ins Tal wachten; Shaobian gehörte ebenfalls zu ihnen. Isenearm, so sein Name, war dem Kind gegenüber zunächst sehr misstrauisch, denn die Elfen möchten die Talaa nicht sonderlich. Aber er war auch ein gutherziger, gerechter Mann und so erlaubte er, dass das Kind bei ihnen blieb.
Da begann Seylaranas Leben bei den Awafeya. Die Elfen nahmen sie liebevoll in ihrer Mitte auf und Sey hatte eine wundervolle Kindheit. Als sie alt genug war, bekam sie Unterricht von einem engen Freund der Familie, Val'heoru Dhakra, ebenfalls ein Wächter und einer der besten Barden des Tals. Und so wurde mit den Jahren aus dem Kind eine hübsche, junge Frau und als sie 16 Jahre alt war, bemerkte sie zum ersten mal ihre Gefühle für ihren energischen, ehrgeizigen Lehrer. Val'heoru reagierte verhalten und irritiert auf die plötzlich veränderte Situation. Sie war fast wie seine eigene Tochter für ihn und... sie war ein Mensch. Seylarana war lange Zeit sehr unglücklich darüber, nichtmal ihre Schwester Shaobian, die sich sehr um sie sorgte, konnte ihr Trost spenden. Auf einem der häufigen Feste der Awafeya schließlich, überwand Val'heoru seine Scheu endlich und wurde Seys erster Gefährte.
Doch ihr Glück wärte nur kurz.
Wenige Wochen später, ritten alle wehrhaften Awafeya zu einem der geheimen Ausgänge aus dem Tal. Die Dunkelelfen waren eingedrungen und zerstörten alles auf ihrem Weg in das Herz des Tals. Die Ryells und Val stritten tapfer an der Seite ihrer Leute, doch es war schnell klar, dass die Dunkelelfen in der Übermacht waren. Zuerst fiel Isenaerm Ryell, durchbohrt von einem hinterhältig geworfenen Speer. Madata starb nur Augenblicke später. Ein Dunkelelf enthauptete sie, als sie ihrem Mann helfen wollte. Schließlich blieben Sey, Shao und Val nur noch die Flucht. Sie gerieten in einen Hinterhalt und verteidigten sich tapfer, doch die Dunkelelfen waren zuviele. Einer verletzte Sey lebensgefährlich an der Hüfte, als er versuchte, ihr den Bauch aufzuschlitzen. Sey tötete ihn und könnte sich mit Hilfe ihrer Schwester wegschleppen, während Val die Dunkelelfen ablenkte. Sie verloren sich aus den Augen und als Sey Val'heoru das letzte Mal sah, schlugen die Dunkelelfen auf dessen leblosen Körper ein. Die beiden Frauen flohen auf geheimen Wegen aus dem Tal und trennten sich schließlich.
Shaobian, gezeichnet durch ihr Versagen als Wächterin, war voller Hoffnung, noch Überlebende zu finden und machte sich auf die Suche, während der Schmerz des Verlustes Sey für 5 Jahre in die Wälder trieb. Nach dieser Zeit, in der sie die Sprache der Tiere erlernte, entschloss sie sich die Einsamkeit der Wälder zu verlassen und zu ihrem eigenen Volk, den Menschen, zu gehen. Sie war voller Misstrauen, aber auch voller Neugier und machte sich auf den Weg nach Britain. Sie wusste nicht, was sie dort erwarten würde, aber sie verspürte keinerlei Furcht vor der Zukunft...
Ein paar Frauen badeten an diesem Tag im Fluss, darunter Madata Ryell und ihre Tochter Shaobian. Madata war es, die mit ihren scharfen Elfenaugen etwas im Schilf entdeckte. Als sie nun näher herangingen, fanden sie ein kleines Menschenkind in einem Korb, dessen Eltern es wohl ausgesetzt hatten. Für die beiden Elfen was es ganz selbstverständlich das kleine Mädchen mitzunehmen, obwohl es von den Talaa kam. Als sie zuhause ankamen, war Madatas Mann und Vater Shaobians bereits daheim. Er war einer der Wächter, Krieger, die über die geheimen Wege ins Tal wachten; Shaobian gehörte ebenfalls zu ihnen. Isenearm, so sein Name, war dem Kind gegenüber zunächst sehr misstrauisch, denn die Elfen möchten die Talaa nicht sonderlich. Aber er war auch ein gutherziger, gerechter Mann und so erlaubte er, dass das Kind bei ihnen blieb.
Da begann Seylaranas Leben bei den Awafeya. Die Elfen nahmen sie liebevoll in ihrer Mitte auf und Sey hatte eine wundervolle Kindheit. Als sie alt genug war, bekam sie Unterricht von einem engen Freund der Familie, Val'heoru Dhakra, ebenfalls ein Wächter und einer der besten Barden des Tals. Und so wurde mit den Jahren aus dem Kind eine hübsche, junge Frau und als sie 16 Jahre alt war, bemerkte sie zum ersten mal ihre Gefühle für ihren energischen, ehrgeizigen Lehrer. Val'heoru reagierte verhalten und irritiert auf die plötzlich veränderte Situation. Sie war fast wie seine eigene Tochter für ihn und... sie war ein Mensch. Seylarana war lange Zeit sehr unglücklich darüber, nichtmal ihre Schwester Shaobian, die sich sehr um sie sorgte, konnte ihr Trost spenden. Auf einem der häufigen Feste der Awafeya schließlich, überwand Val'heoru seine Scheu endlich und wurde Seys erster Gefährte.
Doch ihr Glück wärte nur kurz.
Wenige Wochen später, ritten alle wehrhaften Awafeya zu einem der geheimen Ausgänge aus dem Tal. Die Dunkelelfen waren eingedrungen und zerstörten alles auf ihrem Weg in das Herz des Tals. Die Ryells und Val stritten tapfer an der Seite ihrer Leute, doch es war schnell klar, dass die Dunkelelfen in der Übermacht waren. Zuerst fiel Isenaerm Ryell, durchbohrt von einem hinterhältig geworfenen Speer. Madata starb nur Augenblicke später. Ein Dunkelelf enthauptete sie, als sie ihrem Mann helfen wollte. Schließlich blieben Sey, Shao und Val nur noch die Flucht. Sie gerieten in einen Hinterhalt und verteidigten sich tapfer, doch die Dunkelelfen waren zuviele. Einer verletzte Sey lebensgefährlich an der Hüfte, als er versuchte, ihr den Bauch aufzuschlitzen. Sey tötete ihn und könnte sich mit Hilfe ihrer Schwester wegschleppen, während Val die Dunkelelfen ablenkte. Sie verloren sich aus den Augen und als Sey Val'heoru das letzte Mal sah, schlugen die Dunkelelfen auf dessen leblosen Körper ein. Die beiden Frauen flohen auf geheimen Wegen aus dem Tal und trennten sich schließlich.
Shaobian, gezeichnet durch ihr Versagen als Wächterin, war voller Hoffnung, noch Überlebende zu finden und machte sich auf die Suche, während der Schmerz des Verlustes Sey für 5 Jahre in die Wälder trieb. Nach dieser Zeit, in der sie die Sprache der Tiere erlernte, entschloss sie sich die Einsamkeit der Wälder zu verlassen und zu ihrem eigenen Volk, den Menschen, zu gehen. Sie war voller Misstrauen, aber auch voller Neugier und machte sich auf den Weg nach Britain. Sie wusste nicht, was sie dort erwarten würde, aber sie verspürte keinerlei Furcht vor der Zukunft...