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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein langer Weg


29-11-2001, 23:47
An einem regnerischen grauen Tag folgte eine in dunklem grau gekleidete Elfe den durch den Regen aufgeweichten Pfad nach Norden. Sein Haar war völlig durchnässt ebenso seine Robe. Dennoch folgte er dem Pfad mit einem entspannten Gesichtsausdruck, den Wanderstock, den er immer bei sich trug, führte er beschwingt durch den morastigen Boden.

Er hatte viel nachgedacht. Viele schmerzliche Gedanken haben sich mit Gedanken der Hoffnung vermischt. Lange hatte er diesen Schritt bedacht, sehr lange. Und bis zu seinem Aufbruch, hatte er sich gefragt ob er das Richtige macht. Aber nun wo er auf dem Weg war, fühlte es sich gut an. Er spürte förmlich, dass er sich auf dem richtigen Weg befand.

Ohne es zu wollen, liefen ihm die Geschehnisse der letzten Wochen noch einmal in Bildern durch den Kopf. Ein leichter Schatten huschte über sein Gesicht. Es war die beste Entscheidung diesen Weg zu gehen. Er war sich darüber bewusst das hinter ihm eine Welt des Chaos lag.
Einst war er zuversichtlich gewesen. Damals, als er vor noch gar nicht langer Zeit das erste Mal die Tore der Stadt Britain passierte. Eine übereifrige unverbesserlich gute Elfe war er gewesen.
Bei dem Gedanken daran huscht ein Schmunzeln über sein Gesicht.
Er war wirklich der Meinung gewesen, dass guter Glaube alles bewirken konnte. Aber er sah sich getäuscht. Diese Erkenntnis war nicht von einem Tag auf den anderen gekommen, sondern bedurfte vieler entmutigender Ereignisse und einer langen Zeit der Meditation. Vieles war ihm dabei klar geworden: Er würde die Menschen nie verstehen. Aber irgendwie war ihm dabei auch bewusst geworden, dass er selbst wohl die meisten Fehler gemacht hatte. Obwohl er immer nur helfen wollte hat er ,wenn er es genau betrachtete, nur Leid über die gebracht, die seine Hilfe benötigt hatten. Seine Methode zu helfen war die falsche, oder es war die falsche Welt. Er wusste es nicht. Aber Wissenslücken waren dafür da um geschlossen zu werden. Wieder lächelte er leicht.

Plötzlich endete der Weg, doch die Elfe liess sich davon nicht beirren und ging einfach schnurstracks durch die Bäume weiter in Richtung Norden. Er konnte schon das Meer riechen, und das war gut so, denn allmählich brach die Nacht über das Land hinein, und er wusste das dies eine schlecht Zeit für Reisen war.
Langsam stiegen Nebelschwaden von dem feuchten Boden auf, was ihm früher vielleicht Unbehagen bereitet hätte, aber dieses eine Mal war der Nebel sein Freund. Lächelnd betrachtete er die immer länger werdenden Schatten der Bäume die sich um ihn hüllten. Aber er kannte keine Furcht mehr, er würde das alles schon bald hinter sich gelassen haben. In dem Moment als er das Rauschen des Meeres hören konnte blieb er stehen.
Langsam drehte er sich um, um den von ihm zurück gelegten Weg zurückzuschauen. Für den Bruchteil eines Augenblicks huschten im Zweifel durch den Kopf. Einen Grund gab es der dagegen sprach. Doch auch über sie hatte er nur Kummer gebracht. Er war es müde anderen Kummer zu bereiten, und deshalb war es der richtige Weg gewesen.

Er war nun bereit.
Vielleicht gab es einen anderen Ort, wo er neu anfangen konnte. Das wollte er herausfinden. Er drehte sich zum Meer um und atmete ein letztes Mal die salzgeschwängerte Luft ein.

Eine perfekte Stille umgab ihn, die nur von dem Rauschen des Meeres unterbrochen wurde. Er stellte seinen Wanderstab vor sich auf, und umfasste ihn mit beiden Händen. Dann schloss er die Augen und versetzte sich in einen Zustand der perfekten Ruhe. Sein Geist war nun eins, mit allem was ihn umgab. Er fühlte wie der Nebel in ihn eindrang. Langsam fühlte er ein Gefühl der Leichtigkeit in ihm aufsteigen.
Er würde nun einen langen Weg zurücklegen....

Der Nebel zog wieder auf das Meer hinaus, und als der Mond einmal kurz durch die dicken Regenwolken schien und die Nacht mit seinem bleichen Schein erhellte, war die Elfe, die einst den Namen Fae'talaa Win getragen hat.....

verschwunden.

01-12-2001, 21:44
Am Abend ...

Noch einige Augenblicke hat sie in Britain auf Ihn gewartet. Erildur hatte Ihr angenehm die
Zeit vertrieben.
Er wollte doch gleich wieder kommen .. nur mit diesem dummen ungehobelten und verblendeten

Thur reden ... der voll Hass und Wut zustecken schien .

Nun sass sie hier und wartete die ganze Nacht ...
Sie konnte kein Auge zumachen etwas beunruhigte Sie. Aengstlich zog sie die Decke um ihre
Schultern und starrte nachdenklich auf den Brunnen oder war er gar wuetend auf Sie weil sie
wieder mit Erildur geredet hat ...

Der naechste Tag ....

Muede und traurig schlich Sie durch die Strassen immerwieder lauschend ob Sie doch seine
Schritte und sein laechelndes Gesicht noch bei einem Haendler entdecken wuerde. Ihr Hengst
schien ihre Unruhe und Traurigleit zu spueren und schlich mit gesenktem Kopf leise
schnaubend hinter Ihr her.
Nacheinigen Stunden der Suche in der Stadt schwingt Sie sich ploetzlich energisch auf den
Mustang. In gestreckem Galopp preschte Sie aus der Stadt um auf der Insel zusuchen ... war
es Ihre Schuld ?, war ihm etwas geschehen, war er tod ?
Angst und zweifel quaelten Sie auf dem ritt um die Insel.
Als es Nacht wurde setzte Sie sich wieder an den Brunnen die Angst und die Muedikeit
hinterliessen die ersten Spuren in dem sonst entspannten Gesicht. Nichts .. er war nirgends
auf der Insel zufinden, jeden den Sie fragte schaute sie nur mit merkwuerdig mitleidigem
Blick an und verneinte die Frage nach Ihm . Erste Traenen der Erschoepfung und der
Verzweiflung lies sie in diesem Moment ungesehn und Hemmungslos ihren freien Lauf... ein Tag
.. ohne eine Nachricht ohne ein Wort... der Zweifel der Schuld nagt an Ihr wie eine
schwellende Wunde.
Nach Stunden des Wartens nicht wissend ob Sie Wacht oder Traeumt steigt Sie wieder auf den
treu bei ihr wartenden Mustang. Sie musste die Plaetze absuchen wo sie gluecklich waren,
dort wo sie sich trafen und heis debattierten und wieder versoehnenten. Tausend Gedanken
schossen Ihr durch den Kopf als sie sich aufmachte nach Yew und in den Rest der Welt, um ihn
zusuchen

Der zweite Tag

Muede und erschoepft streift Sie durch die Suempfe von Trinsic und sucht den Eingang der
Behausung die er Ihr Voller Stolz zeigte und deren Geschichte Sie aufgeregt von seinen
Lippen lauschte wie er den Tala half bei der Bekaempfung dieser Krankheit ... immerwieder
schweiften Ihre Gedanken ab an die vielen kleinen Begebenheiten und Orte die sie zusammen
verbanden. Wie lange hatte Sie nichts mehr gegessen .. nur ein paar Mandrakewurzeln gekaut.

Die Verzweiflung und der Schmerz machten sich langsam in Ihr breit ... Er war nicht zufinden
und Sie wuste nichtmehr wo Sie suchen sollte. Eine schwere Hoffnungslosigkeit macht sich in
ihr breit,langsam wendet Sie ihr Pferd die Gedanken nur noch auf ein Ziel gerichtet, Ihn
..koste was es wolle ...wiederzufinden. Ein Gedanke hat sich hatte in den Stunden und Tagen
manifestiert,unwillig folgte Ihr Mustang der Aufforderung zu Eile, nicht das er erschoepft
war wie Sie .... nein er schien die Gefahr zuspueren der dieser Gedanke austrahlte... nur

wiederwillig eilte er schnellen Schrittes nach Hause wo er in Obhut des Stallburschen

gegeben wurde wie alle Ihre Tiere die Sie sonst sorgsam umpflegte.
Er sah noch wie sie einen silbrig glaenzende Robe uber ihren Nackten Koerper warf, ein paar

seltende Kraeuter in Ihrer Tasche verstaute. Beim gehen kreutzten sich ihre Blicke und der

Mustang wieherte leise als er Ihren kuehnen und entschlossenden Blick sah.

Die Nacht

Barfuss und nur mit einer nicht von Menschenhand feingesponnenen,silbrig glaenzenden mit
Zeichen der Alten verziehrten Robe, knied Sie einsam am Wasser. Ihre langen weissen Haare
glitzern wie Schneeflocken im Mondlicht. Immerwieder fuellt sie Kraeuter aus ihrer Tasche in

den Moerser und zerreibt sie zu einem Brei, aus einer Flasche die sie aus der Tasche holt
giesst sie eine klare Fluessigkeit in den Moerser ..

setzt diesen wie ein Becher an die
Lippen und leert ihn mit einem Zug. Alsdann packt sie alles sorgfaelltig beiseite und legt
sich an das Ufer unter den Schutz eines Baumes

Sie weis das diese Ritual gefaehrlich ist ... besonders wenn man alleine ist, sollte sie Ihn nicht in den naechsten zwei Tagen gefunden haben kann sich die Seele in der Zwischenwelt verirren, dann blieben ihr noch zwei weitere Tage um Ihn zufinden ...solange hielt der Schutzzauber um ihren Koerper...danach .......

Langsam und entschlossen schloss sie die Augen .. mag sie finden wer will die naechsten vier Tage kann ihr keiner ein Leid zufuegen und ohne Ihn wollte Sie nicht zurueckkehren in diesen Koerper.

Leise stimmte Sie das Dhamandra-mha an

Ya'nurti mada dao fae'dha dao
A e'fey fae'dha dao ya hyaddan tweldan
A'dao Dir_Druida Dun'sha
A'dao fae'dha valva iama
Ama var fae'dha dioy'aya varra dioy

Ya'nurti mada dao fae'dha dao
A e'fey fae'dha dao ya hyaddan tweldan
A'dao Dir_Druida Dun'sha
A'dao fae'dha valva iama
Ama var fae'dha dioy'aya varra dioy

Die Stimme wird immer leiser und ein silbriger Schatten gleitet aus dem Koerper der nicht mehr zu leben scheint. Vier Augen die aus dem Wasser schauen begruessen das silbrigglaenzende Geschöpf freudig und geleiten es zu dem Tor der Zwischenwelt welches Sie bewachen um die Rueckkehr Ihrer Seele zu ermöglichen.

01-12-2001, 22:30
Lang war der Weg, den Lyon zurück gelegt hat, seit Dun ihn verlassen hatte.. er dachte schon gar nicht mehr an sie.. nur das verlangen an einen Ort zu kommen, an dem er endlich seinen Schmerz ablegen konnte brannte in ihm .. mit zerzausten Haaren und starker Müdigkeit reitete Lyon auf seinem treuen begleiter Keyron durch die Wälder.. das Gesicht voll von "Peitschwunden", die ihm die Äste beim Galopp zufügten. Der schmerzliche und wütende Gesichtsausdruck hatten sich in seinem Gesicht verewigt..
Nach einiger Zeit kommt Lyon in eine Gegend, die er nie zuvor besucht hatte.. die er noch nie gesehen hatte.. die Gegend schien ganz anders zu wirken als der Rest.. das Wasser sah irgendwie anders aus.. ein Zeitlang ritt er am endlos scheinenden Ufer entlang.. geradewegs an Dun'sha vorbei.. doch plötzlich deutete er seinem Pferd an stehen zu bleiben.. etwas verdutzt schaute er in die Ferne und legte gleichzeitig eine Hand auf seinen Schwertknauf.. er merkte, dass irgendjemand in der Nähe war.. die Aura kannte er sehr gut.. er stieg von seinem Pferd ab und schaute sich um.. nach einigem suchen.. immer der Aura nach... sah er sie plötzlich.. wie sie dort lag.. "Dun..!" röchelte er.. seit Tagen hatte er kein Wort mehr gesprochen... er ist auch seit Tagen keinem Wesen mehr begegnet, dass es vermochte zu sprechen.. entschlossen stürmte er auf sie zu.. ihm war klar, dass irgend etwas passiert sein musste.. wieder röchelte er "Dun.. was ist .. passiert?" .. er tastete ihren Körper nach wunden ab.. doch konnte nichts finden.. plötzlich wurde ihm klar, was wirklich passiert war.. der Körper war leblos.. wütend schnaubte er "Du wirst nicht sterben! Nicht nachdem was du mir angetan hast! Du wirst nicht einfach aus dieser Welt fliehen!" Er riss sich sein Hemd vom Leib, da er sich plötzlich eingeengt fühlte.. sein Herz raste und es bildeten sich schon ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn.. heftig atmend zog er seine Panflöte und betrachtete sie kurz.. "was sie auch immer mit dir gemacht haben.. ich hole dich zurück!"

Das Ritual

Lyon setzte die metallene Panflöte an und begann ein seltsames Lied zu spielen.. ein Lied aus Hass.. aus Liebe.. mit unglaublicher Kraft.. man könnte fast meinen die Flöte würde zerspringen so hart drückte er die Luft durch die Rohre.. nie zuvor hatte er dieses Lied gespielt und er wusste nicht so recht ob es funktionieren würde.. doch das war ihm egal.. schnell verdrang er diesen Gedanken aus seinem Kopf..
Langsam begannen die eingravierten Runenzeichen hellblau zu glühen.. er "lud" die Flöte solange auf, bis es genug war und setzte ab. Danach hob er seine Hand in der er die Flöte hielt und begann aus Leibeskräften einen dunklen Kriegsschrei von sich zu geben. Der Himmel verdunkelte sich und ein greller Blitz fuhr von der Flöte und vom Himmel aus zusammen und mit einem hellen, schrillen Ton, der sich anhörte, als würden zwei Klingen mit voller Wucht aufeinander prallen, zerbarste die Flöte in tausende Teile. Einige bohrten sich in Arm, Hand und Hals von Lyon. Was an seiner Hand zurückblieb... war eine hellblaue Kugel, die langsam auf und ab schwebte.. langsam und mit schmerzverzerrtem Gesicht, kniete er sich mit der schwebenden Kugel zu Dun'sha.. "Ich habe für dich die Flöte geopfert.. die Flöte meiner Mutter.. die magische Flöte.. nur um dich wiederzubeleben.. bitte nimm das Geschenk an.." Langsam schwebte die Kugel zu Dun'sha und verschwand in ihrem inneren.. die Gegend war umgeben von hellblauen Bruchteilen der Flöte, die immernoch glühte.. auch die Teile in Lyon glühten immernoch hellblau..
Lyon blutete stark und sank leise röchelnd zu boden.. doch ein Teil seiner Kraft hatte er behalten.. die Kraft zum leben.. ein kleines Licht brannte noch in ihm... doch wie lange noch ........

02-12-2001, 21:33
Das Licht wird langsam kleiner...

02-12-2001, 22:43
schon laengere zeit beobachtete ein wolf das geschehen nachdem lyon schon eine laengere zeit dort regunglos lag und so gut wie kein zeichen von leben mehr in ihm schlummerte ging er naeher ran

er betrachtete jede einzelne der personen genau, beschnupperte sie stieß sie vorsichtig an nach dem er sicher war das keiner der dort liegenden noch wirklich mitkriegen wuerde was geschah verwandelte er sich zu einer frau gekleidet in schwarz, im schein des mondes war zu erkennen das ihr gesicht zart war wie das einer elfe
die frau murmelte einige worte in einer sehr alten sprache vor sich her worauf eine flasche in ihrern haenden erschien, sie beugte sich herunter zu dun´sha und floeste sie ihr ein dabei sprach sie einige worte die fuer jeden in der naehe zu erkennen waren egal welche rasse/i]
dun´sha, noch ist deine zeit nicht gekommen um zu sterben, du wirst noch gebraucht in den reihen der elfen, dein wissen und dein verstaendnis soll noch dennen gelehrt werden die von den gleichen wurzeln abstammen wie du und ich, dieser trank wird dir helfen, er wird deinen geist staerken und dich schuetzen vor uebergriffen aus dem reich der schatten, schon bald wirst du wieder zu dir kommen und wissen was geschah glaube weiter an dich und unsere herkunft den das wird dich leiten auf deinem weg und dir zeigen was wirklich ist und was nicht
[i]kurz dadrauf richtete sich die frau auf und nahm lyon, scheinbar ohne anstrengung auf den arm, selbst seinen sack wo seine ruestung drinne war machte ihr keine muehe sie sprach einige worte der magie un ein dunkles tor oeffnete sich vor ihr wo sie hineintrat mit lyon auf den arm, noch nicht ganz durch geschritten schloss sich das tor hinter ihr, das einzige was man spuerte war eine kaelte aus diesem tor

03-12-2001, 03:59
Die Welt die sich vor ihm auftat war düster und bedrückend. Nichts um ihn herum schien wirklich zu sein. Alles um ihn herum war unklar, und wie in Nebel gehüllt. Nur das der Nebel nicht nur um ihn herum schien, sondern auch in seinen Augen.
Angestrengt versuchte er die Welt um sich herum zu erfassen. Er befand sich soweit er es erkennen konnte in eine düstern weiten Landschaft die durch die dichten Nebelschleier kaum zu erkennen war. Hier schienen keine Pflanzen zu wachsen sondern nur zackige kristallartige Gebilde mit Ranken die sich unheilvoll und starr nach oben streckten.
Ein eisiger Wind wehte über das Land und brachte die Kristallenen Gebilde dazu fremdartige heulende Geräusche von sich zu geben. Fae drehte sich um und sah dass sich hinter ihm eine gigantische Schlucht auftat, deren Boden man nicht einmal erahnen konnte. Aus der Tiefe erklangen fremdartige kreischende Klagelaute, wie er es noch nie gehört hatte. Sie kamen von nah und fern und es klang als würden sich fremde Kreaturen gegenseitig rufen. Die Wolken am Himmel bewegten sich rasend schnell unter dem Druck des Windes, der dort oben wohl noch um einiges stärker sein musste. Und obwohl er mit seiner unklaren Sicht keinen einzigen Vogel ,weder am Himmel noch auf den kristallenen Gebilden ausmachen konnte, war die Luft erfüllt von dem Gekrächze hunderter Krähen.

Er wandte sich ab und bewegte sich von der Schlucht weg, einen anderen Weg gab es ja nicht. Erst jetzt blickte er an sich herab und erschrak ein wenig : Sein Körper schien die Reise nicht überstanden zu haben, er war eher die nebelige Kopie seiner selbst. Aber andererseits musste ihn das nicht mehr kümmern.
So bewegt er sich fort und drang immer tiefer in die fremdartige und bedrohlich Landschaft ein. Er hatte das sehr grosse Gefühl beobachtet zu werden, aber je weiter er voran kam desto weniger Angst machte es ihm, er spürte, dass diese Welt ihm nicht feindlich gesonnen war.
So bewegte er sich voran, für mehrer Stunden, oder waren es Tage ? ...Zeit schien in dieser Welt keine Rolle zu spielen. Die Landschaft um ihn herum veränderte sich in keinster Weise und er traf auf kein einziges Lebewesen, wenngleich er auch die Präsenz anderer Wesen spürte.

Fae wusste nicht wie lange er sich fortbewegt hatte, als sich vor ihm aus dem Nebel plötzlich ein riesiger Berg erhob, in dessen Vorderseite, direkt Fae zugewandt, der Eingang einer Höhle war. Er bewegte sich auf die Höhle zu, und wieder hatte er das Gefühl beobachtet zu werden nur noch viel stärker als zuvor. Er folgte dem Eingang der Höhle, die sich schon bald zu einer grösseren Halle ausweitete und bemerkte, das in der Mitte der Halle ein einzelnes kleines Männlein sass, und ihn teilnahmslos anschaute.
Als Fae das Männlein bemerkte erschrak er zunächst ein wenig, doch dann bewegte er sich direkt auf ihn zu, er hatte viele Fragen. Das Gesicht des Männleins wurde zu einem spöttischen Grinsen. Das verwirrte Fae etwas, "Was ist so komisch ?"[, hallte es durch die Halle . Fae zuckte zusammen, und das Männlein schaute ihn etwas pikiert an und man hörte eine Stimme sagen : "Zunächst solltest du aufhören hier zu schreien, deine Gedanke hallen schon seit einiger Zeit sehr laut mit dem Wind..., das macht mich ganz nervös." Das Männlein macht wieder ein spöttisches Gesicht.
Er fährt kurz mit der Hand durch Fae's nebelige Gestalt und lacht dann hallend. "Es ist wirklich ziemlich lächerlich zu sehen wie du dich an deinen Körper klammerst !" ,kicherte das Männlein. Fae runzelte kurz die Stirn "Ich klammere mich an meinen Körper ? Aber was ist denn mit dir... mit euch ? Ihr habt schliesslich auch noch einen Körper."
Wieder lacht das Männlein hallend "Was du hier vor dir siehst, ist nur das Bild was ich in deinem Geist hervorrufe, genauso wie diese Höhle und dieser ganze Berg."
Das Männlein schaut ihn nun mit einer Mischung aus Spott und Abfälligkeit an. "Aber nun will ich nicht mehr mit dir über Belanglosigkeiten reden. Ich kenne deine Geschichte, dein Geist ist ja wie ein offenes Buch, und du bist verachtenswürdig", das Männlein macht ein finsteres Gesicht "Das du hierher gekommen bist kann man dir nicht übel nehmen, ich selbst bin auch einmal aus ganz ähnlichen Gründen hierhergekommen. Dennoch hast du etwas getan, was selbst für diese Welt verabscheungswürdig ist, du hast noch andere mit hierher gebracht.." , das Männlein schaute ihn böse an. Fae wusste nicht recht was er von den Anschuldigungen des Wesens halten sollte denn er verstand es nicht. "Was meint ihr damit, ich hätte andere hierher gebracht ? Ich bin vollkommen alleine hierher gekommen." Das Wesen murmelt leise vor sich hin und holt einen Kristall hervor. Er legt ihn auf den Boden, streicht einmal über die Oberfläche, worauf der Kristall zu leuchten beginnt. In den Facetten des Kristalls erkennt Fae einen silberleuchtenden Delphin, der durch die graue Welt schwebt. Ein Schatten des Erkennens huscht über sein Gesicht und seine Lippen formen einen Namen :
"Dun'sha"
Das Männlein wirft Fae einen harten Blick zu "Ihr Geist ist ebenso weit geöffnet wie der eure, sie ist wegen euch hier, sie sucht euch. Aber sie ist nicht für diese Welt geschaffen, ihr Liebe ödet mich an und verusacht mir Schmerzen, ich habe meine Welt nicht verlassen, um solche Gefühle doch wieder zu empfangen"

Das Männlein steht auf und schaut Fae direkt an. Nach einer kleinen Ewigkeit in der es Fae eindringlich musterte brach das männlein in wieder in schallendes Gelächter aus. "Aus dir scheinen keine Gefühle mehr zu kommen, du bist innerlich tot, deine Gesellschaft ist erträglich. Und ich spüre das du hier bleiben willst."
Fae nickt nur leicht, woraufhin das Männlein befriefigt grinst. " Ich kann etwas Gesellschaft in der Ewigkeit gut gebrauchen. Aber die da..." das männlein deutet auf den Kristall "...die will ich hier nicht haben, und in deinem Sinne kann es auch nicht sein. Ihre starken Gefühle stören die Neutralität dieses Ortes. Wenn du also bleiben willst, werde ich dir unglaubliche Sphären des Wissen ermöglichen, aber dieses liebevolle lichte Wesen werde ich aus dieser Welt vertreiben, und dahin zurückbefördern wo es hingehört."

Ein letztes Mal gingen Fae die schönen Momente mit Dun'sha durch den Kopf. Seine Seele, die durch den langen Aufenthalt in der Nebelwelt schon erkaltet war fühlte keine Gefühlsregung, aber sein Verstand wusste noch das er wollte das Sie diesen gefühlsschluckenden Ort verliess. Das Männlein lachte wieder.
"Wie ich sehe bist du meiner Meinung, also, so soll es dann sein"

Das Männlein lachte und hob seine Arme und zertrat mit seinen Füssen den Kristall, der sofort zu Staub zerfiel. An der Stelle an der sich der leuchtende Delphin befand, tat sich ein Wirbel auf, der an der spirituellen Hülle Dun'shas zog, und sie nach einigem zerren einsaugte, und sie zurück in ihr elfische Hülle katapultierte. Nachdem dies geschehen war, schloss sich der Wirbel.

Das Männlein nickt befriedigt "So ist es schon viel besser" Er machte eine Handbewegung und alles um sie herum zerfiel zu Nebel selbst der Körper des Männleins. Fae konnte nur noch den Geist des vermeintlichen kleinen Männleins spüren :
"So nun folge mir mein junger Schüler, du hast noch viel zu lernen..."
Und die beiden Geister entschwebten gemeinsam in die fremdartige Nebelwelt.

03-12-2001, 21:25
.................. was aber keiner ahnte... auch Keyron hat den Wunsch seines Herrn mitbekommen und rannte so schnell er konnte in den Wald zurück.. kurz nachdem die Frau Lyon mit sich nahm ..
Dort trommelte er so viele Tiere zusammen, wie er konnte.. starke Bären.. flinke Wölfe.. blitzschnelle Adler.. stämmige Pferde.. alle kamen sie um Dun'sha zu beschützen.. um jegliches Gesindel von ihr fernzuhalten.. so würden sie Wachen bis wieder Leben in Dun fliesst...

04-12-2001, 22:38
Durch ein Meer von unendlich vielen Farben bewegend die sich in kleinen Wirbeln spielerisch miteinander verschlingen, sich vermischen durchdringen und erleben von unbeschreiblichen Sinneserfahrungen, bewegte sich ihr Astralkoerper durch die Ihr nun offenbarte Welt, als eine eisige Kaelte sie, unerwartet mit schrecklicher Wucht traf und an den Rand des Nichts schleuderte.

Des Nichts ohne Farbe dessen jede Wahrnehmung aus purem Schmerz fuer Sie bestand. Langsam verblassend sich windend,tasten und suchend klammerte sich Ihr letzter Rest von Ich an das sanfte blaeuliche pulsieren was wie ein seidener Faden durch die brennende Kaelte wogte.

Von Schmerzen geblendet und fast aller Sinne beraubt lies Sie sich treiben, schuetzen, lenken von dem kleinen Band, einer Melodie gleich doch nicht zuhoeren.

ein tiefes einsaugen der Luft gleich einem Ertrinkenden, durchbrach die Stille der Nacht. Der Koerper baeumte sich auf und ein unmenschlicher Schrei war zuhoeren. Die Tiere flohen erschreckt. Nur langsam und vorsichtig naeherten sie sich dem flach aber sichtbar atmenden Koerper