Bruder Josephus
16-02-2002, 20:33
"Es sieht schlecht aus. Ich glaube nicht, daß er uns hören kann!" , sagte der in weißes Schimmern gehüllte Fremde. Ein strahlender Glanz ging von ihm aus, als er sich nun tief über Bruder Josephus beugte. Der Priester wollte antworten, doch kein Ton entrang sich seiner Kehle.
"Seyd Ihr sicher, daß er lebt ?", fragte eine andere Stimme, wohl die einer jungen Frau.
Bruder Josephus hörte den Fremden nicht antworten, doch spürte er eine warme Hand auf seiner entblösten Brust. Wieder versuchte er, zu sprechen. Nichts. Nicht einmal ein Krächzen.
"Nichts zu machen, er hat zuviel Blut verloren. Und dann noch das Gift." , meinte die Frauenstimme.
Josephus konnte sie nicht erkennen. alles schien hinter einem Schleier aus hellem Licht zu verschwinden. War er tot ? war dies das Paradies ? Das heilige und ewige Reich Glarons, des Allmächtigen ?
Der Pater versuchte sich aufzurichten, doch er hatte keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Wie gelähmt lag er in den weißen, weichen Laken, unfähig sich zu rühren.
Grenzenlose Schwäche, Erschöpfung. Wieder drohte die kalte Schwärze sich um Josephus auszubreiten. Verzweifelt klammerte er sich an den kleinen Spalt Licht, den winzigen Hauch Leben, der ihm noch geblieben war.
"Zwecklos, ich kann nichts für ihn tun. Das Gift war zu stark !"
"Wie genau ist es geschehen ?"
"Die Klinge hat zunächst seine rechte Niere zertrennt und dann sein Bauchfell von hinten wieder durchdrungen. Ein langes Messer muß es gewesen sein. Beinahe währe sie auf der anderen Seite wieder ausgetreten."
"Kein Wunder, so mager wie der Pater ist !"
"Allein die Verletzung derer Niere würde reichen, um so manchen wackeren Krieger für immer niederzustrecken. Doch dazu kam das Gift."
"Könnt Ihr schon sagen, welche Art von Gift es ist ?"
"Nun, das kann ich zur Zeit noch nicht. Doch soviel kann ich sagen: Es hat den Effekt, das Atemzentrum lahmzulegen. Dazu kommt eine stark lähmende Wirkung. Tödlich innerhalb von Sekunden."
"Aber Ihr sagte, Bruder Josephus lebt. Auch wenn ich - um ehrlich zu sein, keineswegs sicher bin, daß es stimmt!"
"Nun, eine Erklärung dafür gibt es kaum. Nennen wir es 'Glaron's Gnade'. Doch wie lange sie währet, das vermag ich nicht zu sagen. Zur Zeit kann ich nicht mehr tun, als seinen Körper warm und die Wunde sauber zu halten."
Das gleißende Licht um ihn herum ging in schmutziges Grau über. Josephus spürte wieder einen stechenden Schmerz in Brust und Hals. Sein Kopf schien zu platzen. Nein, dies konnte nicht Glaron's Reich sein. Die Stimmen um ihn herum brummten wie Fliegengesumm in seinen Ohren und er entglitt langsam in eine tiefe, grausig-dunkle Bewußtlosigkeit...
{siehe dazu auch "Der heimtückische Tod - ein Anschlag in der Kirche" incl. Ergänzung}
"Seyd Ihr sicher, daß er lebt ?", fragte eine andere Stimme, wohl die einer jungen Frau.
Bruder Josephus hörte den Fremden nicht antworten, doch spürte er eine warme Hand auf seiner entblösten Brust. Wieder versuchte er, zu sprechen. Nichts. Nicht einmal ein Krächzen.
"Nichts zu machen, er hat zuviel Blut verloren. Und dann noch das Gift." , meinte die Frauenstimme.
Josephus konnte sie nicht erkennen. alles schien hinter einem Schleier aus hellem Licht zu verschwinden. War er tot ? war dies das Paradies ? Das heilige und ewige Reich Glarons, des Allmächtigen ?
Der Pater versuchte sich aufzurichten, doch er hatte keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Wie gelähmt lag er in den weißen, weichen Laken, unfähig sich zu rühren.
Grenzenlose Schwäche, Erschöpfung. Wieder drohte die kalte Schwärze sich um Josephus auszubreiten. Verzweifelt klammerte er sich an den kleinen Spalt Licht, den winzigen Hauch Leben, der ihm noch geblieben war.
"Zwecklos, ich kann nichts für ihn tun. Das Gift war zu stark !"
"Wie genau ist es geschehen ?"
"Die Klinge hat zunächst seine rechte Niere zertrennt und dann sein Bauchfell von hinten wieder durchdrungen. Ein langes Messer muß es gewesen sein. Beinahe währe sie auf der anderen Seite wieder ausgetreten."
"Kein Wunder, so mager wie der Pater ist !"
"Allein die Verletzung derer Niere würde reichen, um so manchen wackeren Krieger für immer niederzustrecken. Doch dazu kam das Gift."
"Könnt Ihr schon sagen, welche Art von Gift es ist ?"
"Nun, das kann ich zur Zeit noch nicht. Doch soviel kann ich sagen: Es hat den Effekt, das Atemzentrum lahmzulegen. Dazu kommt eine stark lähmende Wirkung. Tödlich innerhalb von Sekunden."
"Aber Ihr sagte, Bruder Josephus lebt. Auch wenn ich - um ehrlich zu sein, keineswegs sicher bin, daß es stimmt!"
"Nun, eine Erklärung dafür gibt es kaum. Nennen wir es 'Glaron's Gnade'. Doch wie lange sie währet, das vermag ich nicht zu sagen. Zur Zeit kann ich nicht mehr tun, als seinen Körper warm und die Wunde sauber zu halten."
Das gleißende Licht um ihn herum ging in schmutziges Grau über. Josephus spürte wieder einen stechenden Schmerz in Brust und Hals. Sein Kopf schien zu platzen. Nein, dies konnte nicht Glaron's Reich sein. Die Stimmen um ihn herum brummten wie Fliegengesumm in seinen Ohren und er entglitt langsam in eine tiefe, grausig-dunkle Bewußtlosigkeit...
{siehe dazu auch "Der heimtückische Tod - ein Anschlag in der Kirche" incl. Ergänzung}