Gontis Cranador
18-02-2002, 10:40
Erschöpft massierte Gontis sich die schmerzenden Oberschenkel. Das Fechttraining war nicht spurlos an ihm vorrübergegangen, deutlich machte es sich durch ein sonderbares Zucken seiner angespannten Muskeln in Beinen und Armen bemerkbar.
Das junge Mädchen kehrte mit einem Krug frischen Wassers zurück und goß es ihm höflich über die Hände - auf Gontis' Zeichen auch in den Nacken. Der Knappe nickte ihr lächeln und dankend zu, worauf das Mädchen rot wurde und davonlief.
"He ! Warte !", rief Gontis ihr nach, um sie für ihre Freundlichkeit mit einer Silbermünze zu entlohnen, das Kind jedoch war schon fort.
Trotz seiner Ermüdung sprang der junge Cranadore behende auf und streifte sich seinen Waffenrock über die leichte und geschmeidige Lederrüstung. Mit beiden Händen fuhr er sich durch das wilde, blonde Haar um es zu orden und machte sich auf den Weg zur Schrifthalle. Von Thorus, seinem Herren und Gebieter, der in den vergangenen Jahren viel mehr als nur sein Vormund geworden war, den Gontis aufrichtig verehrte und bewunderte, hatte er erfahren, daß Bruder Josephus überfallen worden war.
Auf den Straßen stritten die Leute, wer es gewesen sei, schienen ebenso uneins, ob Josephus und tot oder noch am leben sei.
Den Schreiber mit einer angemessenen aber nicht allzu tiefen Verbeugung grüßend, wechselten sie einige Worte. Der Schreiber deutete auf einen Anschlag, der mit blauer Tinte verfaßt war. Der Knappe überflog ihn eilens. Eine sonderbare Blässe fuhr ihm in das sonnengebräunte Gesicht und eilens warf er sich den Umhang über die Schulter, zum Ausgang hastend.
Josephus lebte, da war er sicher. Zu genau paßte die Patientenbeschreibung des Heilers auf daß, was dem Pater wiederfahren war. Wenn Josephus aber nicht tot war, so konnte der Orden vielleicht etwas tun.
Gontis - die Müdigkeit in den Beinen nicht mehr spürend - erledigte den weiten Weg Richtung Minoc im leichten Trab, per Pedes. außer Atem erreichte er kurz vor Sonnenuntergang die Feste des Ordens und nagelte eine Nachricht an die Innenseite der Tür. Vielleicht hatte einer der Ritter, oder sogar Paladin Thorus selbst, das Wissen oder die Kenntnisse, dem siechenden Pater beizustehen, ihn vorm nahenden Tode zu retten.
Nach einer kurzen und genußlosen Mahlzeit die aus kaltem Fleisch und einem Krug warmen Dünnbieres bestand machte sich Gontis umgehend wieder auf Richtung Brittain. Eilte er sich, konnte er in zwei Stunden wieder dort sein. Schließlich gab es viel zu tun. Aus einem kleinen See am Wegesrand schöpfte der Knappe eine Handvoll Wasser und sah atemlos sein eigenes Spiegelbild, daß er - fast verwundert - betrachtete.
Was er sah, war kein Knabe mehr, sondern ein kraftvoller, junger Mann. Gontis war erwachsen geworden...
Das junge Mädchen kehrte mit einem Krug frischen Wassers zurück und goß es ihm höflich über die Hände - auf Gontis' Zeichen auch in den Nacken. Der Knappe nickte ihr lächeln und dankend zu, worauf das Mädchen rot wurde und davonlief.
"He ! Warte !", rief Gontis ihr nach, um sie für ihre Freundlichkeit mit einer Silbermünze zu entlohnen, das Kind jedoch war schon fort.
Trotz seiner Ermüdung sprang der junge Cranadore behende auf und streifte sich seinen Waffenrock über die leichte und geschmeidige Lederrüstung. Mit beiden Händen fuhr er sich durch das wilde, blonde Haar um es zu orden und machte sich auf den Weg zur Schrifthalle. Von Thorus, seinem Herren und Gebieter, der in den vergangenen Jahren viel mehr als nur sein Vormund geworden war, den Gontis aufrichtig verehrte und bewunderte, hatte er erfahren, daß Bruder Josephus überfallen worden war.
Auf den Straßen stritten die Leute, wer es gewesen sei, schienen ebenso uneins, ob Josephus und tot oder noch am leben sei.
Den Schreiber mit einer angemessenen aber nicht allzu tiefen Verbeugung grüßend, wechselten sie einige Worte. Der Schreiber deutete auf einen Anschlag, der mit blauer Tinte verfaßt war. Der Knappe überflog ihn eilens. Eine sonderbare Blässe fuhr ihm in das sonnengebräunte Gesicht und eilens warf er sich den Umhang über die Schulter, zum Ausgang hastend.
Josephus lebte, da war er sicher. Zu genau paßte die Patientenbeschreibung des Heilers auf daß, was dem Pater wiederfahren war. Wenn Josephus aber nicht tot war, so konnte der Orden vielleicht etwas tun.
Gontis - die Müdigkeit in den Beinen nicht mehr spürend - erledigte den weiten Weg Richtung Minoc im leichten Trab, per Pedes. außer Atem erreichte er kurz vor Sonnenuntergang die Feste des Ordens und nagelte eine Nachricht an die Innenseite der Tür. Vielleicht hatte einer der Ritter, oder sogar Paladin Thorus selbst, das Wissen oder die Kenntnisse, dem siechenden Pater beizustehen, ihn vorm nahenden Tode zu retten.
Nach einer kurzen und genußlosen Mahlzeit die aus kaltem Fleisch und einem Krug warmen Dünnbieres bestand machte sich Gontis umgehend wieder auf Richtung Brittain. Eilte er sich, konnte er in zwei Stunden wieder dort sein. Schließlich gab es viel zu tun. Aus einem kleinen See am Wegesrand schöpfte der Knappe eine Handvoll Wasser und sah atemlos sein eigenes Spiegelbild, daß er - fast verwundert - betrachtete.
Was er sah, war kein Knabe mehr, sondern ein kraftvoller, junger Mann. Gontis war erwachsen geworden...