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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sorolins Ankunft in Minoc


Sir Maquard
25-03-2002, 02:14
...Es war an einem stürmisch verschneitem Wintertag, als sie und Ronnon sich aufmachten, die alte Gruft zu besuchen. Durch den Schnee recht durchnässt, trafen sie nach über 1 Stunde Fussmarsch endlich dort ein, an dem Ort, von dem Sorolin zwar oft erzählt wurde, den sie aber noch nie vorher betreten hatte.
Warme und sogar fast angenehme Luft schlug ihnen entgegen, als Ronnon die schweren Eisentüren der Gruft aufschloss und öffnete. Er schien schon vorher hier gewesen zu sein, offtmals. Wahrscheinlich sogar noch kurz vorher. Denn hier sah es doch recht sauber aus, anders jedenfalls, als sich Sorolin eine Gruft vorgestellt hatte.
Inmitten von flackernden Kerzen und wertvollen Marmorstatuen wahren die Urnen der Familie Sorolin´s aufgebahrt. Sorolin staunte nur über den Prunk, der diese Stätte der letzten Ruhe schmückte.
Sorolin, als Waise bei Ronnon aufgewachsen, war eine hübsche Frau. Sie war das einfache Leben gewöhnt und Ronnon war mehr ein Bruder oder guter Freund als ein Vater für sie.
Ronnon, der inzwischen die Fackeln löschte die er den ganzen Weg hierher getragen hatte, sagte zu ihr " Hier sind wir nun, an dem Ort, der dein weiteres Schiksal bestimmt " Er ging andächtig, mit etwas gesenktem Blick zu der kleinen Truhe, die unter dem Altar stand. Die feinen Silberschlüssel, mit denen er sie öffnete, waren fein poliert, aber das konnte das Alter nicht ganz verbergen. Ein leichtes Zischen war zu höhren von der Luft, die in die mit Wachstüchern versiegelte Kiste eindrang. Langsam öffnete Ronnon den Deckel. In ein rotes Samttuch gehüllt lag die Famielienkronik, ein schönes, mit golddurchwirkten Kordeln gebundenes Buch. Ronnon trat ein wenig zur Seite und nickte Sorolin zu. " Komm, nimm es und lese...". Sorolin trat vorsichtig heran, nahm die Chronik und öffnete sie vorsichtig, aber neugierig.
Die Famieliengeschichte war auf 10 Generationen zurück zu verfolgen, die vorhergehenden waren für Sorolin nicht mehr lesbar. Doch dann, im hinteren Teil, fand sie es. Das Testament ihres Grossvaters, und einen Brief, der an sie gerichtet war. Sie nahm den Brief aus der Chronik und schaute Ronnon fragend an. Er nickte ihr mit einem Lächeln zu. Sorolin öffnete das Siegel des Brifes und lass erstaunt :

Liebe Sorolin.
Du wirst jetzt wo Du diesen Brief erhällst, 24 Jahre alt sein. Du wirrst mich kaum gekannt haben, jedoch bist Du die Letzte meiner Enkelkinder. Dein Bruder, der in den Krieg um Minoc zog ist es leider nicht mehr vergönnt diesen Tag zu erleben. Du weist nichts davon, doch deine Familie war eine sehr reiche Handels-Familie. Dein Vater jedoch hätte durch seinen Größenwahn beinahe alles zu Nichte gemacht, weshalb ich ihn enterbte. Und deine Mutter, wie Du weist, wahr nach deiner Gebuhrt von geistiger Umnachtung geplagt, so das sie das Geschäft nicht mehr weiterführen konnte. Du warst, solange ich Dich kannte immer ein bescheidenes Mädchen. Daher habe ich mich entschlossen, Dich zu meiner Aleinerbin zu machen. Die Geschäfte sind erlegen, jedoch denke ich, das Du aus dem Vemögen, welches ich dir hinterlasse, das beste machen wirst. Ronnon, mein Vertrauter, der Dich immer begleitet und erzogen hat, wird dir zur Seite stehen und das Vermögen in letzter Instanz verwalten, auf das es dir nicht so ergehe wie deinem Vater, der vom Reichtum verblendet wurde.
Das alte Famielienschloss in Minoc, welches durch die grosse Sturmflut damals fast zerstört wurde, soll ebenfalls dir gehöhren. Bitte lass es ausbessern und erfülle es mit Leben, so wie ich es damals tat. Gib den Leuten Arbeit und ein Zuhause dort, so sie es nötig haben.
Doch nun nehme ich Abschied von dir und Wünsche dir alles Gute für dein Leben.

Dein Grossvater Simair Hordon.

Sorolin war wie hypnotisiert, als Ronnon seine Hand sanft auf ihre Schulter legte. Sie schaute ihn mit großen Augen an und konnte es kaum fassen. " Komm..." sagte Ronnon, ".. lass uns nun gehen, morgen brechen wir per Schiff nach Minoc auf, und begutachen das Schloss. " Sorolin nickte sanft.
Nach einem kurzen Gebet verliessen sie die Gruft. Die Chronik sicher im Rucksack verstaut, machten sie sich wieder auf den Heimweg...