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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gedanken über sein Leben


31-10-2001, 19:26
Kuehl wehte im der nächtliche Wind um die Nase, als er vor den Toren des Friedhofs Britains stand.
Vielleicht lag es an dem Ort an dem er war, vielleicht war die Nacht überall so, er wusste es nicht.
Er brauchte es auch nicht zu wissen, da es Gleichgültig war. Er betrat den Friedhof schweren Schrittes und lies das Tor ins Schloss knallen. Langsam schweifte sein Blick über die Umgebung. Dunkle, fast schwarze Bäume ragten in den Himmel empor. Die Bäume waren kahl, kein einziges Blatt zierte ihre Äste. Dies verlieh den Bäumen noch ein wenig fremdhaftigkeit, wenn nicht sogar feindheit.
Sie wirkten auf ihn wie ein dunkler Schatten, der nur darauf wartete den nächstbesten an sich zureissen und ihn zu verschlingen indem sie ihre langen
Äste nach einem ausstreckten. Doch Terfas fürchtete sich nicht, wesshalb auch...
Die Bäume waren tod, so wie er, wieso sollte er den Tod fürchten? Es gab dafür keinen Grund.
Hinter einem der Bäume lies der Mond sein blasses Licht durch die dürren Äste auf Terfas Gestallt fallen. Seine leicht blasse Haut schien in dem Licht
weisslicher als sonst, was ihn etwas wunderte, da er sich doch erst vor kurzem an einer jungen Frau labte.
Er lass die Grabsteine und sah, dass dies sie Leichen waren, die sich auf den Friedhof gewagt hatten, um die Untoten zu Vertreiben Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er verspürte, dass das Feuer vor ihm langsam ausging. Schnell warf er etwas mehr Holz hinein und hielt seine Hände vor seiner Brust. Vorsichtig berührten sich jeweils seine Finger der einen Hand mit denen der anderen, wobei er sie spreitzte. Er konzentrierte sich auf den kleinen Haufen Holz, der mit einem leichtem dimmern glühte.
Dann formten seine Lippen leise einige Worte, fast lautlos.
Zwischen seinen Handflächen entstand eine kleine glühende Kugel, die immer grösser wurde. Nebelschlieren bildeten sich zwischen seinen Fingern und zogen langsam ihre Bahnen zwischen ihnen, bis sie auf den kleinen, glühenden Ball zuflogen und sich mit ihm vereinten. In Morlaks Händen entstand ein fast unerträglicher Schmerz und er schleuderte den Ball in Richtung des Holzhaufens, woraufhin dieser mit lautem knistern entflammte.
Terfas saß etwas weiter weg vom Feuer, schliesslich war es im Stande ihn zu vernichten. Es kam auch nicht vor, dass er oft vor einem saß, nur wenn er nachdachte. Immer öfter kreisten seine Gedanken um ihn, um das was er erreicht hatte, das was er falsch gemacht hatte und schliesslich um das was er war.
Er stellte sich immer öfter die Frage, ob es ein Fluch oder ein Segen war, den Sekal ihm geschenkt hatte.
Zunächst war es ein Segen gewesen. Er erinnerte sich daran wie er von der Pristerin Sekals lernte, über Büchern saß und Studierte.
Diese Zeit war nun länge her. Es gab noch viel für ihn zu lernen.
Die Quelle des Wissens schien für ihn unerschöpflich zu sein, was er Anfangs nicht glauben konnte.
Er wusste nicht mehr was er machen sollte. Er wusste nicht, ob das was er erreicht hatte gut war und er wusste nicht, ob er noch mehr erreichen wollte. Hatte sein dasein, seine Existenz noch einen Sinn?
Vor einigen Zeit hatte es das. Sein Sinn bestand darin, arkanes Wissen zu erlernen, zu sammeln und weiterzugeben, um Sekal mit seiner Macht dienen zu koennen.
Dies hatte er auch immer getan, darauf konnte er stolz sein.
Langsam richtete sich sein Blick vom Feuer zum Himmel auf. Hatte es noch einen Sinn weiterhin zu existieren, weiterhin Wissen zu sammeln und weiterhin den Saft des Lebens anderer zu trinken um das Tier in ihm zu bändigen?
Er wusste es nicht. Das einzige was seinem Leben noch Sinn brachte war eine Frau. Doch wo sollte er nach ihr suchen? Eine Menschenfrau schien für ihn nicht in Frage zu kommen, da sie für ihn nur ein Opfer ist.
Langsam sank sein Blick wieder auf das Feuer vor sich. Es bedurfte nur einen kleinen Sprung um in das Flammenspiel des Feuer einzutauchen. Für immer, das wusste er. Doch war es das Wert?
Wollte er seine Existenz so beenden?
Er schüttelte leicht den Kopf. Wie kam er auf soclhe Gedanken? Vor einiger Zeit noch hätte er sich nichteinmal zugetraut so zu denken. Terfas war jung für einen Vampier, und dies schien ihn schwach zu machen. Denn der Segen wurde allmählich zum Fluch, die Unsterblichkeit.....