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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Aufbruch


Shâgur
06-04-2002, 09:38
der Wald war an dieser Stelle sehr dicht, man konnte sich kaum bewegen und doch waren die Zara, die Echsenmenschen, in einer vielzahl vertreten. Von ihnen unbemerkt stand ein junger Lairfey im Wald und beobachtete sie. Er versuchte zu ergründen warum diese Wesen alles und jeden angriffen der sich ihnen näherte.

Da flatterte ein Falke über den Wipfeln der Bäume herum und lies sich dann auf einem Ast nieder. Er sah sich aufmerksam um, konnte aber denjenigen der er suchte nicht entdecken... Der Falke wusste nicht so recht wie er seine Nachricht überbringen sollte, also rief er nach Shâgur. Doch dieser Ruf blieb nicht unbemerkt. Die Zara hörten ihn ebenso wie Shâgur. Doch der Falke hatte sich auf einem Baum niedergelassen unter dem ein Zara stand. Der Zara warf Steine nach dem Falken und versuchte ihn zu töten. Er traf den Falken auch am Flügel, woraufhin dieser vom Baum viel. Ängstlich rief der Falke um Hilfe als der Zara über ihm stand und den Knüppel hob um den Falken endgültig zu töten... Den Knüppel hoch über den Kopf gehoben stand der Zara da...... Dann... ein zischen, ein erstickter Aufschrei. Dann wieder die Stille des Waldes.

Flink näherte sich Shâgur dem verletzten Falken, nahm ihn auf und huschte davon. Er lief zurück zu dem Teleporter der zurück nach Britain führte, trat entschlossen hindurch und befand sich wieder in Britain. Er sah sich um und sprach zum Falken: So sehr hasse ich diesen Ort, er ist so kalt, so leblos..... und doch komme ich immer wieder her, weil ich manchen Tala'a etwas schuldig bin.... Der Falke fragte verständnislos: Du? Den tala'a etwas schuldig? warum? Shâgur lächelte, er hatte diese Diskussion in den letzten Tagen des öfteren geführt, er hatte gesehen wie sich andere Lairfey, die er über alles schätzte und mochte über ihn ärgerten, nicht weil sie böse waren, sondern weil sie sich um ihn sorgten. Er erklärte dem Falken: Sie, eine talafrau half einst mich zu retten vor den Duredhel, ich lernte sie später noch etwas näher kennen und mir wurde eines bewusst.... sie ist nicht wie andere Tala'a, etwas war anders. Es war stets so als würde ich sie bereits kennen, aber ich weiß nicht warum. Sie ist zu jung alsdass ich sie wirklich kennen könnte, aber ich glaube... einen ihrer Vorfahren dürfte ich gekannt haben.... ich weiß nicht warum, aber das wollte ich eben ergründen. Außerdem habe ich vieles was man bei uns nicht bekommt in der Stadt eingetauscht. Der Falke sieht Shâgur an: "Eine Art Seelenbekanntheit? zu einem Tala?" Shâgur nickte nur und lief mit schnellen Schritten durch Britain und trat entschlossen durch ein Mondtor in Britain. Er war daheim, hier im Wald war er daheim. Flink lief er in die Sala und zu seinem Flet, schloss auf und trat ein. Ohne zuvor etwas anderes zu tun kümmerte er sich um die Wunden des Falken und versorgte sie, heilte ihn mit einigen Zaubern und einem alten elfischen Lied, das heilende Kräfte besaß.


Dann fing der Falke an zu erzählen:

Ich bin ein Bote, ich wurde gesandt von Elraám, dem Sohn des Bruders Deines Vaters. Man hat lange nach Dir gesucht nach dem Tod Deiner Familie, man fand weder Deinen Leichnahm noch Dich selbst, irgendwann nahm man an Du wärest auf Reise um zu Dir selbst zu finden. Doch jetzt... Jetzt braucht man Dich. Dich und Deinen Bogen. Duredhel haben sich aus der Dunkelheit erhoben und holzen die Wälder ab, sie töten alle Tiere die sie finden und verbrennen sie. Sie lassen die gefällten Bäume einfach liegen, sie verwenden das Holz nichteinmal....
Sie nähern sich der neuen Sala zusehends, aber all dies ist nicht das Problem. Sie... Sie haben eine Geisel... Aaremá...

Shâgur, der die Reagenzien und Heilwurzeln gerade weggeräumt hat fuhr herum und starrte den Falken an. Aaremá? Nur mühsam sprach er diesen Namen aus... Aaremá ist tot... sie starb als ein Pfeil sie in den Rücken traf... ein Pfeil mit dem Gift der Spinne. Ich habe selbst stundenlang versucht sie wiederzubeleben... erfolglos.....

Der Falke gurrte zustimmend und sprach: aí, das ist wohl richtig. Aber ein starker Heiler und Magier der Hochelfen schaffte es dennoch. Er meinte die Bemühungen dessen der versuchte sie wiederzubeleben wären die Grundlage gewesen für seinen Erfolg.. Somit ist es Dir zu verdanken dass Du lebst. Sie hat stets von Dir gesprochen, wie sehr sie Dich vermisst. Doch dann lief sie eines Tages den arbeitenden Duredhel in die Arme, welche sie gefangen namen. Eine Priesterin der Duredhel wollte sie haben, dadurch wurde ihr Leben geschont. Diese Priesterin dürfte nicht so schlecht sein wie die anderen, sie behandelt Aaremá gut sagen uns die kleinen Tiere die sich zu den Duredhel vorwagen. Aber sie lebt in ständiger Angst. Viele Lairfey'a hatten nicht das Glück von dieser Priesterin aufgenommen zu werden, sie wurden getötet, bisher keiner aus der neuen Sala, aber .......


Shâgur starrte ins Leere, er hatte kaum noch zugehört. Seine kleine Schwester, seine geliebte kleine schwester... am Leben?

Er musste aufbrechen, nun war es gewiss. Etwas hatte ihn stets in die Landen seiner Vorfahren zurückgezogen, etwas stimmte nicht hatte sein Instinkt ihm gesagt. Nun wusste er warum. Nun verstand er den Ruf. Es war die Stimme seiner kleinen Schwester die ihn rief.


Shâgur lief verzweifelt auf und ab. Was sollte er mitnehmen.... Der Falke rief ihm zu: leichtes Gepäck, aber viele Pfeile. Die Priesterin der Duredhel hasst die Spinne nachdem sie von ihr misshandelt wurde, sie wird euch folgen und euch treu sein. Aber ihr müsst die beiden befreien, sie stehen unter ständiger Aufsicht der Oberpriesterin der Duredhelsiedlung.


Shâgur zwang sich zur Ruhe. Er sprach leise und besonnen zu dem Falken: Nun, ich muss noch einiges erledigen bevor ich aufbrechen, meine Pflichten hier müssen erledigt werden. Ich brauche noch ein oder zwei Tage. Der Falke gurrte. Das ist in Ordnung denke ich, Aaremá ist nicht in direkter Gefahr...

Shâgur nahm den Falken mit nach draußen, setzte ihn auf einen geschützten Platz wo der Falke sofort einschlief..... Doch Shâgur rannte los, er rannte wie noch nie zuvor.... Er rannte um seine Ama'a zu verständigen, um seine Dinge zu holen und um Abschied zu nehmen....

Shâgur
06-04-2002, 16:37
es war noch Zeit bis zum Abend... Shâgur wollte früh ins Bett gehen um noch vor Sonnenaufgang aufbrechen zu können...


Die Stunden bis zum Abend schlichen langsam dahin, darum entschied sich der junge Lairfey nocheinmal zu trainieren und in die Wüste zu reisen um dort seine Fertigkeiten mit dem Bösen zu trainieren.


Der starke Bogen peitschte die Pfeile knapp über dem heißen Wüstensand dahin, als aufeinmal eine Taube heranflog.... Der Falke der Shâgur die Nachricht überbracht hatte griff die Taube an und so ging Shâgur zwischen die Vögel um den Streit zu schlichten. Die Taube hatte offenbar Angst vor dem Falken, sie flehte Shâgur an doch die Augen zu öffnen und dem Falken in die Augen zu sehen... wie kalt diese Augen doch wären. Shâgur verstand nicht sofort, er überlegte lange. Dann erzählte die Taube eine Geschichte, die das genaue Gegenteil dessen war was der Falke Shâgur erzählt hatte.. . Shâgur sah den Falken an, dieser gurrte und kicherte, gab wirre Laute von sich. Da wurde Shâgur bewusst... Eine Lüge, alles eine Lüge.....

Tränen rannen über seine Wangen und er wandte sich von dem Falken ab. der Falke gab noch einige erstickte Laute von sich, dann fiel er tot um. Er hatte seinen Auftrag erfüllt, somit benötigte ihn die dämonische Spinne nicht mehr...

Shâgur gab der Taube einige Körner und dankte ihr für die Warnung, er wäre blind in diese Falle gelaufen... Die Taube kreischte auf, hinter Shâgur erhob sich ein gewaltiger Skorpion aus dem Sand. Der giftige Stachel peitschte nach vorn und bohrte sich tief in Shâgurs Fleisch. Shâgur schleuderte die Taube in die Luft, wo sie in Sicherheit war und rannte so schnell er konnte.


Er lief in Richtung der Sala, dort angekommen betrachtete er die Wunde an der Schulter. Tief war sie, und das Gift strömte bereits durch seine Adern. Shâgur wandte all sein können an, doch er wusste.... dieses Gift würde er nicht neutralisieren können.... er nam sein Hab und Gut und brachte es in die Halle der Lairfey. er schrieb in einem kleinen Buch alles nieder was sein Herz ihm auftrug.....


Shâgur starb nicht am Gift. Als er die Zeilen zuende geschrieben hatte, so wusste er er hatte seine Aufgabe erfüllt, er war zufrieden mit dem was er erreicht hatte. Er gönnte der dämonischen Spinne keinen Triumph und so gab er seine Seele selbst frei und in einer anderen Ebene wurde er glücklich, als er seine Familie wieder in den Arm schließen konnte.........

Viona Feyala
06-04-2002, 19:46
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