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Elemmire i feanol Mir
08-04-2008, 14:34
Es gilt zu berücksichtigen, dass die Autorin dieses Buch lediglich in Cerinor veröffentlichte und daher nur von Bewohnern und Besuchern eingesehen werden kann, gleichwohl auch nur dort eine Abschrift erhältlich ist.


Titel: Von den arkan-bekundeten Herrschaften

Autor: Elemmíre i feanol Mîr


So Wir ob der üblen Zauberwirker schilderten, bleibt Uns nur noch von den arkan-bekundeten Herrschaften, die wahre Magie ausüben, zu reden, bei welchen alle Schwierigkeiten vor ihrer Gewinnung liegen; denn wenn man die Arkanologie durch Tüchtigkeit oder durch Glück erlangt, so behauptet man sie in der Folge ohne das eine wie das andere.
Beruhen sie doch auf alte Einrichtungen wie ehrwürdige Akademien und Schulen der arkanen Künste, welche mächtig genug und so beschaffen sind, dass sie ihre Häupter in ihrer Stellung erhalten, mögen sie sich aufführen und leben, wie sie wollen.
Nur sie verfügen vor Ort über Land und verteidigen es nicht. Auch haben sie Untertanen, doch regieren sie diese nicht. Ihre Lande werden ihnen auch unverteidigt nicht entrissen, und ihre Untertanen kümmert es nicht, dass sie nicht direkt regiert werden, denn sie haben weder die Absicht noch die Möglichkeit, sich ihnen zu entziehen. So werden diese Menschen, die nahe solcher Akademien und Schulen leben, lediglich von Britain oder dem Niederadel von Nahe aus regiert, doch nicht direkt von den Institutionen vor Ort. Diese Menschen sind also allein sicher und glücklich.

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Da die arkanen Mächte aber von höheren Ursachen abhängen, an die der menschliche Verstand nicht reicht, so lassen Wir dies unerörtert; denn da sie nach ihrer Vorstellung von ihren Gott Glaron erhoben und beschirmt werden, so wäre es vorwitzig und vermessen, wenn Wir hierüber reden wollten. Wenn Uns aber jemand die Frage stellte, wie es komme, dass die Kirche Glarons zu einer solch weltlichen Macht neben den Möglichkeiten der Arkanologie gelangt sei und das alle Machthaber, und nicht nur die, welche sich Fürsten nannten, sondern auch jeder Baron und Graf, sich im Weltlichen gering achteten, jetzt aber gar Könige davor zittern, die Anwender der Arkanologie von ihren Landen zu vertreiben, zu enteignen, ihre Akademien niederzureißen und sie hinzurichten, so wollen Wir die Tatsachen in Erinnerung rufen:

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Bevor das arkane Gewebe zusammenbrach, stand das nördliche Land von Britain, über dem Gebirge nördlich der großen Wüste unter der Herrschaft einer Akademie der arkanen Künste. Diese Mächte - jene arkan-bekundeten Herrschaften, hatten dort vor allem auf zwei Dinge zu sehen: Erstens, dass kein Fremder mit bewaffneter Hand dort eindränge und zweitens, dass keiner unter ihnen übermächtig würde. Am meisten zu befürchten war dies von Devier Ni'Cairil, dem damaligen Meister und seinen Getreuen. Um seine Getreuen niederzuhalten, bedurfte es den Zusammenschlusses aller anderen. Um Devier Ni'Cairil in seinen Schranken zu halten, bedurfte es unabhängiger Gelehrten der Magie, welche in zwei Parteien, Menschen mit sonstigen Interessen und Unserer Person des edlen Elfenvolkes, zerfielen. All diese standen bei ihren fortwährenden Fehden innerhalb der Akademie vor den Augen von Devier Ni'Cairil ewig in Waffen und hielten so alle Mächte dort klein und schwach. Und obwohl hin und wieder ein energischer Gelehrter mehr Macht erhielt, so konnte weder Glück und Verstand ihn aus der nächsten Notlage befreien. Ein Grund lag dazu in der Kürze eines Erfolgs, denn es war schwer, eine der beiden Parteien zu bändigen; und wenn zum Beispiel der eine einen Gelehrten durch neue Forschungserkenntnisse in Arkanologie, Runenlehre, Semantik, Sternenlehre, Kreaturologie, Alchemie und derlei übertraf und gedemütigt hatte, so folgte ein anderer, der dem Erfolgreichen feind war und seinesgleichen emporkommen ließ, während aber keiner wirklich die Zeit fand, den anderen endgültig zu vertreiben. Daher kam es, dass die Macht eines einzelnen arkan-bekundeten Gelehrten in der Akademie oder den Landen so wenig galt.

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Dann, vor der Zeit des Zusammenbruches des arkanen Gewebes bestieg der Mensch Devier Ni'Cairil den Thron und bewies, was ein Meister mit Wissen als auch Beziehungen auszurichten vermag. Auf ihn folge Unsere Person, des edlen und reinen Geschlechts des hohen Volkes, welche die Akademie und ihre Forschungen mächtig vorfand, da die nördlichen Lande zudem dazugehörten und allerlei unfriedsames Gesindel wie die dort ausgestorbenen Waldtrolle niedergeworfen und zerschlagen waren. So wurden neue Beziehungen geknüpft und gar Geldquellen erschlossen, um die Akademie mächtiger denn je werden zu lassen und um neue Methoden der Aufnahmen anzuwenden, auf das die Praktik der arkanen Anwendung im gesamten Britain neuen Ordnungen folgen sollte. In allen diesen Dingen folgten wir geeint diesen Zielen und dies veranlasste sämtliche Parteien, sich ruhig zu verhalten: die Größe der Akademie mit ihren neuen Methoden der Erziehung und Bildung, die die Unruhigen und Ungeeigneten einschüchterte, und der Umstand, dass zwischen Devier Ni'Cairil und Unserer Person der Unterschied zweier Völker lag - dessen Konflikte nie außerhalb der Akademie politisch werden durfte. Doch bildete dies oft Anlass für Schwierigkeiten.

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Doch dann begann der Kollaps des arkanen Gewebes und die neuen Methoden, die mittlerweile auf festen Füßen standen, zerbrachen. So fanden wir uns einer mächtigen Gefahr ausgesetzt, deren Ursache sich in den stets schändlichen und abzulehnenden Zauberwirkern fand und deren Lösung nur strebsame und geeinte Ordnung wahrer Anwender der Magie entgegentreten konnte. Dass dieses letzte erfolgreiche Unterfangen fruchtbar war, beweist die Existenz der Nachwelt. Doch in diesen Zeiten der Gefahr folgten lange Zeiten der Unruhe, in denen die letzten menschlichen arkan-bekundeten Gelehrten ausstarben und die Akademie zerfiel, so das heuer nur noch einige Trümmer, zwischen denen Bäume wachsen, von der einstigen Ordnung Zeugschaft bekunden.
Ob und gerade durch dieses Aufgebot einer Methode, die durch Strukturen der Ordnung in Lehre und Auswahl von neuen Magiekundingen in Britain eine Macht sein sollte, die zu bestimmen hatte, wer Magie lernen und anwenden durfte und wer nicht, brach es durch die Katastrophe des arkanen Gewebes zusammen, denn zuviel Kraft bedurfte die Behebung dessen.

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Heuer befinden sich in den bekannten Reichen jene Strukturen wieder, wie sie vor sehr langen Zeiten vor dem Bau jener Akademie vorzufinden waren: Isolationen, Orientierungslosigkeit und das Fehlen von Methoden, auf das ein jeder Magie erlerne und sie entweder im seltenen Falle gerecht als Magie anwende oder zu einem Zauberwirker wird, derer es Scharen gibt und sich mehren wie Ungeziefer und keinerlei Gelegenheit auslassen, das arkane Gewebe zu strapazieren, indem sie jederzeit zaubern. Folgern lässt sich daraus unverkennbar, dass die wahre Anzahl arkan-bekundeter Herrschaften, wahrer Magiewirker, selten sei und weniger beträgt als die Zahl an Fingern von zwei Händen, denn jene verhalten sich ruhig und erhaben. So wächst die Anzahl an Zauberwirkern rascher hinaus als gar noch das Ungeziefer, denn folglich kehrt solch Ungeziefer in Scharen über ein Land ein, hinter dessen eine Geburt steht. Lehrmeister, die sich des arkanen Gewebes bedienen und dieses Wissen unkontrolliert weitergeben, machen sich somit mitschuldig an einem weiteren Kollaps - und sie sind gar schlimmer als das Ungeziefer, da sie es noch gedankenlos mehren. Die einzige Lösung vor einer weiteren Katastrophe ist daher die Eindämmung des Wissens über die arkanen Mächte auf ein kontrollierbares Maß mit Verantwortung und Struktur und alles andere daneben mit Stumpf und Stiel zu beseitigen.