Kisa Toks
08-06-2008, 20:53
Titel: „König Elgan“ (Band 2)
Autor: Kisa Toks, Sommer 1294
Vorwort: Dies ist der zweite Band der Geschichte von Elgan. Er handelt von Elgan und den Eiswölfen. Es ist wahr, Sagen und Erzählungen sind nicht immer zeitlich aufeinander aufbauend, aber das schadet nicht, wenn ein Geist sie etwas zu Ordnen vermag. Ich wünsche dem Leser viel Freude, Erbauung und Erkenntnis.
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Wie Elgan die Wölfe aus dem Wald trieb
Als Elgan ein Junge von kaum 10 Jahren war, wurde sein Dorf von einer Wolfsplage bedroht. Ein großes Rudel Eiswölfe lagerte im Umland und zog immer engere Kreise um das Dorf, da sie im Wald inzwischen Hunger litten. So kam es, dass die Menschen bald nicht mehr zu ihren kleinen Gärten gelangten, in denen zwar nur wenig wuchs, die aber die wichtigsten Heilkräuter beinhalteten. Die Wölfe schnitten den Leuten die Wege ab, griffen jeden an, der ihnen zu nahe kam und raubten gar Vorräte aus Höfen am Rande des Dorfes.
So kam es, dass die Krieger des Dorfes beschlossen, diesem Wolfspack den Gar auszumachen. Sie rüsteten sich, nahmen ihre Waffen und zogen aus in den Wald. Dies war an einem Morgen. Am Abend aber einen Tag später, kamen die Kämpfer zurück. Sie sahen furchtbar aus. Überall klafften Biss- und Krallenwunden, und kaum ein Wolfsfell brachten die Männer heim. Es war ein schreckliches Bild denn nicht jeder war zurückgekommen. Aber noch schlimmer war, was sie zu erzählen wussten.
Das Rudel war kein normales Rudel. Die Eiswölfe benahmen sich zwar, wie gewöhnliche Tiere, waren aber dreimal so stark und wendig. Und es waren mehr Bestien, als das Dorf geglaubt hatte, viel mehr. Die Krieger fürchteten, dass das Rudel bald das Dorf angreifen und jeden töten und fressen würde. Und sie wussten nicht, was dagegen zu tun wäre. Als die Kämpfer das aber Gestanden, stieg eine große Verzweiflung bei den Menschen auf. So groß war sie, dass mancher überlegte sich selbst zu entleiben, obwohl die Ahnen das verboten.
In dieser Nacht konnte Elgan nicht schlafen. Er überlegte hin und her, denn er wusste um die Angst seiner Eltern, die er mit ihnen teilte. Und tief in der Nacht glaubte er eine Stimme zu hören, die Stimme eines Ahn des Dorfes. „Schlaf Elgan, schlaf ein, denn morgen wirst ein Held du sein!“ Mehr sagte die Stimme nicht. Mehr brauchte sie nicht zu sagen, denn sofort schlief der junge Elgan ein.
Am folgenden Morgen schreckte Elgan auf. Er wusste nicht, woher er es wusste, aber er hatte einen Plan gegen die Wölfe im Kopf. Er hastete aus dem haus, noch bevor seine Eltern etwas sagen konnten und flog geradezu in den Wald. Dort angekommen schaute er sich um und fand was er brauchte, den zugefrorenen See, der mitten im Wald war. Vorsichtig prüfte Erlan das Eis und fand es sehr dünn, denn der Winter war deutlich vorbei. Nun lachte er, nahm einen schweren Stein und fing an laut rufend die Wölfe zu suchen. Als er sie fand, schrie er nach ihnen, beleidigte sie, war Stöcke und kleinere Steinchen nach den Tieren. Kurz er tat alles, sie in blinde Raserei zu versetzen. Die Wölfe schauten sich erst um, und nachdem sie Elagn entdeckt hatten, machten sie sich auf ihre Pfoten und hasteten auf ihn zu.
Er allerdings machte kehrt und rannte dem See entgegen. Doch die Wölfe waren schneller, und der Weg lang. So kam Erlan nur wenige Augenblicke vor den Wölfen am Ufer an. Er schlitterte mit vollem Schwung auf das Eis. Die Wölfe, blind und tumb vor Wut, kamen ihm nach. Als Elgan aber die Mitte des Sees überschlittert hatte, und das Eis bereits knarrte, warf er den schweren Stein hoch in die Luft. Nun begriffen auch die Wölfe, die alle auf dem Eis waren, was Elgan plante. Aber es war zu spät. Der Stein fiel wieder herunter. Das Eis brach, und fast alle Wölfe ertranken oder erfroren. Was vom Rudel übrig war, verliess alsbald jaulend die Gegend. Elgan aber, der knapp zum Ufer gekommen war, kehrte zurück und wurde im Dorf 3 Tage lang gefeiert und geehrt.
Autor: Kisa Toks, Sommer 1294
Vorwort: Dies ist der zweite Band der Geschichte von Elgan. Er handelt von Elgan und den Eiswölfen. Es ist wahr, Sagen und Erzählungen sind nicht immer zeitlich aufeinander aufbauend, aber das schadet nicht, wenn ein Geist sie etwas zu Ordnen vermag. Ich wünsche dem Leser viel Freude, Erbauung und Erkenntnis.
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Wie Elgan die Wölfe aus dem Wald trieb
Als Elgan ein Junge von kaum 10 Jahren war, wurde sein Dorf von einer Wolfsplage bedroht. Ein großes Rudel Eiswölfe lagerte im Umland und zog immer engere Kreise um das Dorf, da sie im Wald inzwischen Hunger litten. So kam es, dass die Menschen bald nicht mehr zu ihren kleinen Gärten gelangten, in denen zwar nur wenig wuchs, die aber die wichtigsten Heilkräuter beinhalteten. Die Wölfe schnitten den Leuten die Wege ab, griffen jeden an, der ihnen zu nahe kam und raubten gar Vorräte aus Höfen am Rande des Dorfes.
So kam es, dass die Krieger des Dorfes beschlossen, diesem Wolfspack den Gar auszumachen. Sie rüsteten sich, nahmen ihre Waffen und zogen aus in den Wald. Dies war an einem Morgen. Am Abend aber einen Tag später, kamen die Kämpfer zurück. Sie sahen furchtbar aus. Überall klafften Biss- und Krallenwunden, und kaum ein Wolfsfell brachten die Männer heim. Es war ein schreckliches Bild denn nicht jeder war zurückgekommen. Aber noch schlimmer war, was sie zu erzählen wussten.
Das Rudel war kein normales Rudel. Die Eiswölfe benahmen sich zwar, wie gewöhnliche Tiere, waren aber dreimal so stark und wendig. Und es waren mehr Bestien, als das Dorf geglaubt hatte, viel mehr. Die Krieger fürchteten, dass das Rudel bald das Dorf angreifen und jeden töten und fressen würde. Und sie wussten nicht, was dagegen zu tun wäre. Als die Kämpfer das aber Gestanden, stieg eine große Verzweiflung bei den Menschen auf. So groß war sie, dass mancher überlegte sich selbst zu entleiben, obwohl die Ahnen das verboten.
In dieser Nacht konnte Elgan nicht schlafen. Er überlegte hin und her, denn er wusste um die Angst seiner Eltern, die er mit ihnen teilte. Und tief in der Nacht glaubte er eine Stimme zu hören, die Stimme eines Ahn des Dorfes. „Schlaf Elgan, schlaf ein, denn morgen wirst ein Held du sein!“ Mehr sagte die Stimme nicht. Mehr brauchte sie nicht zu sagen, denn sofort schlief der junge Elgan ein.
Am folgenden Morgen schreckte Elgan auf. Er wusste nicht, woher er es wusste, aber er hatte einen Plan gegen die Wölfe im Kopf. Er hastete aus dem haus, noch bevor seine Eltern etwas sagen konnten und flog geradezu in den Wald. Dort angekommen schaute er sich um und fand was er brauchte, den zugefrorenen See, der mitten im Wald war. Vorsichtig prüfte Erlan das Eis und fand es sehr dünn, denn der Winter war deutlich vorbei. Nun lachte er, nahm einen schweren Stein und fing an laut rufend die Wölfe zu suchen. Als er sie fand, schrie er nach ihnen, beleidigte sie, war Stöcke und kleinere Steinchen nach den Tieren. Kurz er tat alles, sie in blinde Raserei zu versetzen. Die Wölfe schauten sich erst um, und nachdem sie Elagn entdeckt hatten, machten sie sich auf ihre Pfoten und hasteten auf ihn zu.
Er allerdings machte kehrt und rannte dem See entgegen. Doch die Wölfe waren schneller, und der Weg lang. So kam Erlan nur wenige Augenblicke vor den Wölfen am Ufer an. Er schlitterte mit vollem Schwung auf das Eis. Die Wölfe, blind und tumb vor Wut, kamen ihm nach. Als Elgan aber die Mitte des Sees überschlittert hatte, und das Eis bereits knarrte, warf er den schweren Stein hoch in die Luft. Nun begriffen auch die Wölfe, die alle auf dem Eis waren, was Elgan plante. Aber es war zu spät. Der Stein fiel wieder herunter. Das Eis brach, und fast alle Wölfe ertranken oder erfroren. Was vom Rudel übrig war, verliess alsbald jaulend die Gegend. Elgan aber, der knapp zum Ufer gekommen war, kehrte zurück und wurde im Dorf 3 Tage lang gefeiert und geehrt.