Rajanh Narebo
20-10-2008, 03:10
Titel: Grundlegende Magie II
Author: Rajanh Narebo
Vorwort
Das folgende, zu Papier gebrachte, Wissen basiert auf meinen eigenen, lange Jahre waehrenden Erfahrungen auf dem Gebiet der Magie, sowie ueber Jahrhunderte zusammengetragenen Lehren der yil'danischen Kultur. Ich beabsichtige mit dieser Reihe eine ausfuehrliche Zusammenfassung der Grundlage magischen Wirkens, in erster Linie fuer Jungarkane, doch ebenfalls fuer Fortgeschrittene auf dem Gebiet der Magie, zu geben.In diesem zweiten und letzten Band der Reihe moechte ich insbesondere auf das magische Wirken von Zaubern, sowie die Vorraussetzungen zu selbigem eingehen.
Vom Zauberwirken im Allgemeinen
Jeder Jungarkane bemerkt bereits nach den ersten paar Wochen seiner Ausbildung, dass es zum Zaubern eines Spruchs mehr benoetigt, als nur das blosse Auswendiglernen und Rezitieren einiger Worte.
Weit mehr gehoert zum magischen Wirken dazu, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag.
Wie bereits in dem ersten Band angesprochen, ist die Grundbedingung die eigentliche Befaehigung zur Magie. Doch auch diese Gabe ist nichts, worauf man sich ausruhen koennte.
Bereits um einen einfachen Feuerball zu Stande zu bringen benoetigt es oft monate- bis jahrelangen Unterrichts, denn es gibt einiges zu beachten. Neben der deutlichen und richtigen Betonung der arkanen Formel, muessen die richtigen Reagenzien im passenden Verhaeltnis gewaehlt und auch die Konzentration muss auf einem hohen Niveau gehalten werden, um nach den Kraeften im magischen Strom, dem Mana, greifen zu koennen und daraus die Zauber zu weben, die man zu wirken beabsichtigt.
Dies erfordert eines hohen, inneren Verstaendnisses zum Gewebe, eines Verstaendnisses, das nicht aus Buechern erlernt werden kann, sondern alleine auf Erfahrung beruht.
Doch dem nicht genug, denn sollte man einmal all diese Vorraussetzungen bewaeltigt haben, ist man der Perfektion nach wie vor eine halbe Ewigkeit entfernt, denn zwischen dem blossen Wirken eines Zauberspruches und dem wirklichen kontrollieren der Macht, die man dabei entfesselt, liegen Welten.
Einen maechtigen Windstoß hervorzurufen, der den Gegner von den Beinen reisst, laesst sich vergleichen mit einem wild gefuehrten Schwertstreich, verhehrend, aber unkontrolliert und ziellos. Jedoch mit diesem Windstoß eine Kerze auszupusten, ohne den Halter umzuwerfen, kommt dem Spalten einer Wimper mit einem ueber den Kopf gefuehrten Bihaenders nahe.
Von der praktischen Magie
Viele Mitglieder der arkanen Zunft erliegen dem Trugschluss, und denken in ihrer Bequemlichkeit, dass eine so edle Berufung wie die der Magie keine praktischen Uebungen benoetigt; dass das alleinige Lesen von Lektueren ueber diese Wissenschaft ausreicht, um es in ihr zur Meisterschaft zu bringen.
Doch besteht die wahrhaft wichtige Lehre in dem wirklichen Umgang mit ihrer Macht. Die Gabe, die ein jeder Arkaner von den Goettern geschenkt bekommen hat, ist zu wertvoll, als sie zwischen Buechern verstauben zu lassen.
Magie ist wie ein Schwertkampf, alles Wissen ueber die Schwachstellen des Gegners, sowie alle Finten der Welt helfen nicht, wenn man zu schwach ist, das Schwert zu fuehren.
Zudem ist Magie zu komplex, als ihre Gesamtheit in Worte fassen zu koennen. In praktischen Experimenten sowie langen Meditationsuebungen liegt der Schluessel zu dem wahren Verstaendnis ihrer ganzen Ausmaße und Wirkungsweise. Ein weiser Magier wird nie der Illusion erliegen, dass Papier und Tinte ihm beibringen koennen, was nur das arkane Netz selbst zu lehren vermag.
Von den Worten der Macht
Nicht viel ist ueber die Worte der Macht bekannt, dennoch ranken sich viele Geruechte um sie. Die meisten Theorien sprechen davon, dass es sich um Fragmente einer Art "Sprache der Magie" handelt. Gleichwohl, woher genau sie ruehren, sind sie die einzige Moeglichkeit, die Maechte des arkanen Gewebes zu entfesseln.
Ihre Bedeutungen sind bekannt, doch nicht jede Wortkombination, die Sinn ergeben wuerde, zieht auch eine entsprechende Wirkung nach sich.
Nur in der richtigen Reihenfolge und Betonung setzen sie die magischen Maechte frei.
Von den magischen Reagenzien
Dazu da, die magischen Energien zu buendeln und fokussieren, gestaltet sich das Wirken von Zaubern ohne sie als mehr oder weniger unmoeglich - die Reagenzien nehmen einen wichtigen Teil des Daseins als Magier ein. Sie sind essentiell fuer jedwede magische Aktivitaet des Arkanen, ohne sie ist er wehrlos.
Doch nicht nur auf dem Gebiet der Magie finden die Reagenzien ihren Nutzen. Einjede hat ihren eigenen Anwendungszweck innerhalb und ausserhalb des Gebietes der arkanen Kuenste, demnach ist es nur umso wichtiger ihre Verwendungszwecke zu kennen.
So findet die Alraune beispielsweise fast ausschließlich in der Magie Verwendung, um die arkanen Energien gebuendelt zu erfassen und zu staerken, waehrend die Ginseng Wurzel ihre heilende Wirkung nicht nur bei arkaner Anwendung entfaltet.
Schlusswort
Abschliessend moechte ich noch einmal auf den Umgang mit dem Arkanen eingehen.
Zwar ist die Befaehigung zur Magie eine Gabe, ein Geschenk, die den Arkanen gegenueber anderen auszeichnet, doch ist sie dadurch ebenfalls eine Verpflichtung, sie nicht zu missbrauchen und unverantwortlich einzusetzen.
Allzu exzessiver Einsatz schadet dem arkanen Gewebe, die absehbaren Folgen waeren nicht auszudenken. So hat jeder die ihm gegebene Macht sorgsam und verantwortungsvoll einzusetzen.
Author: Rajanh Narebo
Vorwort
Das folgende, zu Papier gebrachte, Wissen basiert auf meinen eigenen, lange Jahre waehrenden Erfahrungen auf dem Gebiet der Magie, sowie ueber Jahrhunderte zusammengetragenen Lehren der yil'danischen Kultur. Ich beabsichtige mit dieser Reihe eine ausfuehrliche Zusammenfassung der Grundlage magischen Wirkens, in erster Linie fuer Jungarkane, doch ebenfalls fuer Fortgeschrittene auf dem Gebiet der Magie, zu geben.In diesem zweiten und letzten Band der Reihe moechte ich insbesondere auf das magische Wirken von Zaubern, sowie die Vorraussetzungen zu selbigem eingehen.
Vom Zauberwirken im Allgemeinen
Jeder Jungarkane bemerkt bereits nach den ersten paar Wochen seiner Ausbildung, dass es zum Zaubern eines Spruchs mehr benoetigt, als nur das blosse Auswendiglernen und Rezitieren einiger Worte.
Weit mehr gehoert zum magischen Wirken dazu, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag.
Wie bereits in dem ersten Band angesprochen, ist die Grundbedingung die eigentliche Befaehigung zur Magie. Doch auch diese Gabe ist nichts, worauf man sich ausruhen koennte.
Bereits um einen einfachen Feuerball zu Stande zu bringen benoetigt es oft monate- bis jahrelangen Unterrichts, denn es gibt einiges zu beachten. Neben der deutlichen und richtigen Betonung der arkanen Formel, muessen die richtigen Reagenzien im passenden Verhaeltnis gewaehlt und auch die Konzentration muss auf einem hohen Niveau gehalten werden, um nach den Kraeften im magischen Strom, dem Mana, greifen zu koennen und daraus die Zauber zu weben, die man zu wirken beabsichtigt.
Dies erfordert eines hohen, inneren Verstaendnisses zum Gewebe, eines Verstaendnisses, das nicht aus Buechern erlernt werden kann, sondern alleine auf Erfahrung beruht.
Doch dem nicht genug, denn sollte man einmal all diese Vorraussetzungen bewaeltigt haben, ist man der Perfektion nach wie vor eine halbe Ewigkeit entfernt, denn zwischen dem blossen Wirken eines Zauberspruches und dem wirklichen kontrollieren der Macht, die man dabei entfesselt, liegen Welten.
Einen maechtigen Windstoß hervorzurufen, der den Gegner von den Beinen reisst, laesst sich vergleichen mit einem wild gefuehrten Schwertstreich, verhehrend, aber unkontrolliert und ziellos. Jedoch mit diesem Windstoß eine Kerze auszupusten, ohne den Halter umzuwerfen, kommt dem Spalten einer Wimper mit einem ueber den Kopf gefuehrten Bihaenders nahe.
Von der praktischen Magie
Viele Mitglieder der arkanen Zunft erliegen dem Trugschluss, und denken in ihrer Bequemlichkeit, dass eine so edle Berufung wie die der Magie keine praktischen Uebungen benoetigt; dass das alleinige Lesen von Lektueren ueber diese Wissenschaft ausreicht, um es in ihr zur Meisterschaft zu bringen.
Doch besteht die wahrhaft wichtige Lehre in dem wirklichen Umgang mit ihrer Macht. Die Gabe, die ein jeder Arkaner von den Goettern geschenkt bekommen hat, ist zu wertvoll, als sie zwischen Buechern verstauben zu lassen.
Magie ist wie ein Schwertkampf, alles Wissen ueber die Schwachstellen des Gegners, sowie alle Finten der Welt helfen nicht, wenn man zu schwach ist, das Schwert zu fuehren.
Zudem ist Magie zu komplex, als ihre Gesamtheit in Worte fassen zu koennen. In praktischen Experimenten sowie langen Meditationsuebungen liegt der Schluessel zu dem wahren Verstaendnis ihrer ganzen Ausmaße und Wirkungsweise. Ein weiser Magier wird nie der Illusion erliegen, dass Papier und Tinte ihm beibringen koennen, was nur das arkane Netz selbst zu lehren vermag.
Von den Worten der Macht
Nicht viel ist ueber die Worte der Macht bekannt, dennoch ranken sich viele Geruechte um sie. Die meisten Theorien sprechen davon, dass es sich um Fragmente einer Art "Sprache der Magie" handelt. Gleichwohl, woher genau sie ruehren, sind sie die einzige Moeglichkeit, die Maechte des arkanen Gewebes zu entfesseln.
Ihre Bedeutungen sind bekannt, doch nicht jede Wortkombination, die Sinn ergeben wuerde, zieht auch eine entsprechende Wirkung nach sich.
Nur in der richtigen Reihenfolge und Betonung setzen sie die magischen Maechte frei.
Von den magischen Reagenzien
Dazu da, die magischen Energien zu buendeln und fokussieren, gestaltet sich das Wirken von Zaubern ohne sie als mehr oder weniger unmoeglich - die Reagenzien nehmen einen wichtigen Teil des Daseins als Magier ein. Sie sind essentiell fuer jedwede magische Aktivitaet des Arkanen, ohne sie ist er wehrlos.
Doch nicht nur auf dem Gebiet der Magie finden die Reagenzien ihren Nutzen. Einjede hat ihren eigenen Anwendungszweck innerhalb und ausserhalb des Gebietes der arkanen Kuenste, demnach ist es nur umso wichtiger ihre Verwendungszwecke zu kennen.
So findet die Alraune beispielsweise fast ausschließlich in der Magie Verwendung, um die arkanen Energien gebuendelt zu erfassen und zu staerken, waehrend die Ginseng Wurzel ihre heilende Wirkung nicht nur bei arkaner Anwendung entfaltet.
Schlusswort
Abschliessend moechte ich noch einmal auf den Umgang mit dem Arkanen eingehen.
Zwar ist die Befaehigung zur Magie eine Gabe, ein Geschenk, die den Arkanen gegenueber anderen auszeichnet, doch ist sie dadurch ebenfalls eine Verpflichtung, sie nicht zu missbrauchen und unverantwortlich einzusetzen.
Allzu exzessiver Einsatz schadet dem arkanen Gewebe, die absehbaren Folgen waeren nicht auszudenken. So hat jeder die ihm gegebene Macht sorgsam und verantwortungsvoll einzusetzen.