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02-10-2001, 00:54
...Leise spielten die Wellen mit ihrem Haar, ihr zerschundener Körper lag im körnigen Sand, die Lippen waren aufgesprungen und rissig vom Salz und Sonne. Ihr sonst schönes und markelloses Gesicht war gezeichnet von der See und Tagen ohne Wasser. Langsam kam sie zu sich. "Wo bin ich", dachte sie und versucht den Kopf zu heben, zu schwach. Ein heiserer laut kämpfte sich durch ihr Kehle und fand den Weg ins Freie "Tycuahele", ihre Augen vielen wieder zu, Ohnmacht überkam sie wieder und löschte gnädig allen Schmerz aus der in ihr aufgeflammt war.
Warme geborgene Dunkelheit umfing Irenya Castur und das Amulett über ihrer Brust leuchtete sanft und im Rythmus ihres Herzschlags. Eine leise und klingelne Stimme tastete nach ihrem Geist "so hast du mich endlich gefunden, nach deiner langen und entbehrungsvollen Suche, mein kind";
"Mutter..." antwortete sie schwach und ein lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus "habe ich dich endlich gefunden...".
"Ja mein Kind und dein Glaube ist so stark wie meiner einst. Ich gab dir mein Amulett, das Zeichen meiner Priesterschaft weil ich wusste das du eines Tages diesen Weg einschlagen würdest. Tycuahele betrachtet dich mit wohlwollen und schützt deinen Weg. Du wirst die erste Priesterin der Tycuahele seit 112 Jahren sein, empfang ihren Segen durch mich." und ein silbernes Leuchten legte sich im Irenyas Körper und hob ihn leicht in die Höhe wärend die Dunkelheit um sie zu summen begann. Ein leises stöhnen entfuhr Irenyas Mund als ihre Wunden sich schlossen und verkrusteter Schorf und Salz von ihrem Körper fiel. Das Amulett um ihren Hals leuchtete in einem Strahlenden Licht, wie ein Stern über ihrer Brust der zu bersten drohte und ihr Körper fiel wieder zurück zum Boden als das Licht erstarb. Geblendet und nach Luft ringend öffnete sie wieder die Augen, der Geruch von See und Tang drang in ihre empfindliche Nase und der wolkenlose Himmel erstreckte sich über ihr. Alleine und verlassen erhob sie sich langsam, Einsamkeit umfing sie und sie verkniff sich ein schluchtzen. Leise sprach sie, mehr zu sich "Tycuahele, wenn du da bist... gib mir ein Zeichen" und sie umgriff das Amulett um ihren Hals. Ein Warmes gefühl breitete sich in ihrer Brust aus und milderte den Schmerz. Leise seufzend schaute Irenya sich um, richtete ihr Kettenhemd und hob ihr Schwert auf. Mit diesem Schwert würde sie für Frieden, Gleichgewicht und Gerechtigkeit kämpfen, so wie es ihre Mutter getan hatte. Sie war auf dem richtigen Weg, das wusste sie nun und sie hatte ihren Glauben gefunden. Lautlosen Schrittes machte sie sich auf um zu Helfen.
Irenya Castur