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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einsamkeit


Sianne
21-05-2002, 05:16
Still saß sie in ihrer Dunklen Zelle. Immernoch hielt sie die Kette mit dem Glaronszeichen fest in ihrer Hand. Sie schien es nicht zu bemerken. In Gedanken war sie versunken.
Einsam...ja, Einsam.
Bilder kamen ihr durch den Kopf aus alten Zeiten.

Ein schöner Sommertag, Helen und sie saßen auf der Treppe des süße Träume, dort wo sie wohnte seid sie in Britain eintraf. Ihre Katzen umspielten sie nähebedürftig.
Ein schlanker Halbelf mit grüner Hautfarbe ging an ihnen vorbei, in schwarze Kleidung gehüllt. Stehen blieb er und sah Helen und sie an. "Sanya" stieß er schüchtern hervor, sie erinnerte sich deutlich an die wohlklingende Stimme...

Weiter lief die Geschichte vor ihrem Geist ab.

"Quiterie, was würdest du für Kleidung für diesen Mann empfehlen, meint ihr nicht auch, das ein leuchtendes Rosa im wunderbar stände?"
Lachend genossen die vier, Helen, Gorathan, Quiterie und sie ihren Kleidungseinkauf...

Nur wenig Licht war vorhanden. nur das der Kerzen, Helen sang mit süßer Stimme ein Lied was sie noch nie zuvor gehört hatte.
Schüchtern tanzte der Elf mit ihr, aber seine Bewegungen waren graziös, auch wenn er die ganze Zeit vorher das Gegenteil behauptet hatte...

Lange genoss sie die Erinnerung des Tanzes, den Gesang deutlich in ihrem Geist fühlend, und den gefühlvollen Tanz spürend...

Gorathan und sie saßen in der Taverne, beide waren in weisse Gewänder gekleidet. Nervös flackerten zwei weiße Kerzen vor ihnen. Sie hatten den Drachen nicht gefunden und waren betrübt.
Die Tür öffnete sich und Herzog Jarl kam herein. Mehrmals hatte sie ihn schon getroffen zuvor, er war ein aufrichtiger, determinierter Mann, der seine Pflicht nicht durch seine Gefühle vernachlässigte.
Lächelnd stand Jarl vor ihnen und fragte: "seid ihr beide jetzt unter die Heiler gegangen?"

Ein kurzes Lächeln schien ihre Lippen zu überfliegen als sie an die Worte zurückdachte, sie schienen für sie erst vor zwei Wochen gesagt worden zu sein. Andere Gedanken kamen ihr in den Kopf, gegenwärtigere.


"Du bist nicht Sianne..." Die Worte ihres Liebsten bohrten sich tief in ihren Geist wie ein Messer.

"Das bist nicht Du! Das ist nicht Sianne...."
Melinas Worte hallten in ihrem Geist nach, und schienen eine Wunde in ihr aufzureissen.

Sie erzitterte kurz bei dem Gedanken und zog mühsam die stickige Kerkerluft in sich ein, einen Kloss im Hals habend.

Der Blick des alten Weisen Elfen ruhte auf ihr wie auf einer Fremden, misstrauen stand ihm in die Augen geschrieben, mehr noch als er bei den Tala sowieso empfand.

Eine kleine Träne rollte über ihre Wange und traf auf dem staubigen Boden auf.

"Vertrau auf Glaron...Er ist das Licht der Welt...er bringt Erlösung..." Deutlich sah sie Vadrak Larthay in ihren Gedanken vor sich.

Andere Gedanken formten sich in ihrem Geist.

Jarl stand vor ihr, seine Rüstung glänzte im Fackelschein.
"Ihr seid festgenommen...im Namen der heiligen Inquisition..."

Festgenommen.... Das Wort schallte in ihren Gedanken nach.


Hemmungslos gab sie sich ihren Tränen hin, die Kerkertüre nur schlecht in der Dunkelheit erkennend.

"Einsam...Ich bin allein..."