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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tod eines Vampirs


Sir Dante
30-05-2002, 16:29
Dämmerlicht umgab den Stadtrand Britains. Kaum Bürger waren noch auf den Strassen und selbst diese waren meist nur in der ferne zu hören. Ein kleines, steinernes Haus stand still zwischen ein paar Bäumen.
Eine junge Frau ging langsam die verlassene Gasse entlang. Fast wie ein Schatten folgte ihr ein Mann in einer rötlichen Robe, ihre Bewegungen musternd und scheinbar etwas erwartend. Sie schienen sich vertraut, sich bekannt und ohne Zwang. Mit einem leisen Knarren öffnete die Frau den Eingang des Hauses. Es musste schon alt sein. Überall lagen zerschlagene Möbel in der kleinen Hütte umher. Beide blickten sich um. Ein grosser Bücherschrank stand seltsam verschoben vor ihnen. Er lies eine Niesche im Raum mit einem kleinen Nachtlager, abgeschirmt durch den Schrank vom Sonnenlicht welches aufkam.
Zeit verging und sie rasteten, schliefen scheinbar tief.
Ein kurzer müder Blick von ihr zu ihm. Er schlief tief und fest. Die blonde Frau schaute sich lange sein Gesicht an. Er vertraute ihr nun...etwas. Es reichte das er ihr an diesen Ort folgte. Bei dem Gedanken befühlte sie mit einer Hand ihren Hals. Die Wunden waren wieder verschwunden, doch der kleine Blutstropfen auf ihrer Schulter erinnerte an das mogendliche Mahl des Mannes. Ihre Armreife klingten kurz und leise auf als sie langsam und vorsichtig aufstand. Er schien es nicht bemerkt zu haben das sie nun nicht mehr an seiner Seite lag. Leisen Schrittes ging sie heraus und blickte sich kurz um. Die Strassen waren scheinbar leer. Die Sonne stand in all ihrer Pracht am Himmel und ein wenig Wärme deckte sie zu im Lichte des Tages. Erst zögernd, dann selbstsicher hob sie eine Hand und gab ein Zeichen. Ihr langsamer Gang verlor jeden Glanz als sie die wenigen Schritte zum nächsten Haus machte und mehrere Gardisten mit Schwertern und Fackeln in das Haus stürmten. Die junge Frau drehte sich kurz um und sah zurück. Die alten Vorhänge wurden weggerissen, das Fallen des schweren Schrankes war zu hören. Wilde Rufe, Schreie, Flüche, das wilde Umherschlagen von Fackeln und ein kurzes Handgemenge nahm sie wahr.
Sie erinnerte sich an ihr Versprechen dem Vampir gegenüber und wusste das sein Tod sie befreite. Es war eine Bestie, ein Tier welcher sich an ihrem Blut gelabt hat, sie fast so tötete aus reiner Gier eines Ungeheuers. Sie schaute auf ihr gelbliches Kleid herab. Dreck, Blut...Erinnerung. Sie müsste sich etwas neues kaufen.
Lotharan ging langsam auf sie zu. Er wirkte zufrieden...diesmal. In einer Geste übertriebener Grosszügigkeit war er ihr einen Beutel vor. Man konnte die Goldmünzen klimpern hören als das Säckchen vor ihren Füssen landete. Sie schaute hinab und hob ihn langsam auf als der Inquisitor in Richtung des Hauses ging. Ein Gardist kam aus dem Eingang und salutierte vor dem Inquisitor.

"Eure Eminenz, mit Stolz berichte ich euch das der Vampir welchen wir als Pierre kannten tot ist. Glaron sei gepriesen."

Terfas
30-05-2002, 18:22
Erst spät erreichte diese Nachricht von Tod Pierres den Hohen Priester Terfas. Geschockt aber trotzdem mit wenig Emotion in seinem Gesicht begab er sich auf schnellstem Weg zum Tempel des Sekals um Pierre die letzte Ehre zu erweisen. Doch er wusste, das es Pierre jetzt besser ging....nun, wo der Fluch der Unsterblichkeit von ihm genommen wurde....

Aber Terfas war sich über den Verlust seines Bruders und treuen Begleiters durchaus klar und wird in lange missen. Die Kinder der Nacht zählte nicht mehr viele Angehörige....

Während er auf dem kalten Boden des Tempels kniete kamen seine alten Erinnerungen wieder hoch an alte Zeiten....an Tamara, welche ihm nach seinem langen Schlaf die Dinge neu lehrte und eine mächtige Frau war, wie er es noch nie erlebt hatte....an Lendara, welche mit ihrem bezaubenden und charismatischem Anblick so machem Sterblichen den Kopf verdrehte....an Felian, welche ihm mit seinem guten Geschick mit dem Bogen aus so mancher Heikler Situation rettete....an Kerat, der nur kurz unter den Kindern der Nacht weilte und sich dann wieder in seinem Sarg zu einem ewigen Schlaf legt. Ihm hatte Terfas immer gerne geholfen, da er sich an den Fluch der Unsterblichkeit nur langsam gewöhnte....
Doch sie alle waren nun in einen ewigen Schlaf gefallen, aus dem nur wenige Kinder Sekals erwachten. Mit jedem Verlust eines seiner Geschwister spürte Terfas, wie auch er innerlich schwächer wurde. Sein Selbsterhatungstrieb war längst nicht mehr so stark wie zu den Glanzzeiten der Vampire...das einzige was ihn noch davor bewahrte, sich selbst zum ewigen Schlaf zu begeben war sein Durst nach dem Saft des Lebens...die Befriedigung, die er dadurch genoss war für ihn unverzichtbar und unbeschreiblich.

Der engültige Tod Pierres war wieder eine Erschuetterung für die Kinder Sekals und Terfas wusste, dass vielleicht bald dsa Ende der Vampire bevorsteht, denn de Inqusition war gefährlich nahe gekommen und scheint nun über die Existenz seiner Art bescheid zu wissen...