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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die letzte Reise...


EX-Lyon
26-06-2002, 11:31
Lyon war nun auf der letzten Reise seines Lebens. Zum sogenannten Xianan-Tempel.. fernab von Terra Mystica. Er musste durch viele Wälder und Höhlen wandeln, viele Berge erklimmen und viele Täler durchwandern. Eines Tages stand er nun vor dem Tempel... und ihm war bewusst, dass er diese Reise vielleicht nicht überleben würde... denn hier stand ihm der grösste Kampf seines Lebens bevor... er musste gegen Syn.. den Frostelfenkönig antreten. Der wartete auch schon am Eingang auf ihn. Ohne viel Gerede ging Lyon auf den fast doppelt so Großen Frostelfen zu und ein Kampf aus Wut und Hass entbrannte.. Der König wollte den letzten Lyoner auslöschen und Lyon wollte den Frostelfengrössten töten. Die Schwerter der beiden schlugen mehrere Male aufeinander, als Lyon plötzlich von mehreren Frostelfen umzingelt war.. sehr viele Speerspitzen richteten sich gegen ihn.. und dann durchbohrt ein spitzer Pfeil von hinten sein Herz... langsam sinkt Lyon auf die Knie und fällt tot um.. Jubelschreie schallen durch Täler und Wälder... doch dann verstummen sie Schlagartig... denn über Lyons Kopf beginnt sich ein blauer Ball zu formen... und viele kleine Teilchen kommen von allen Seiten angeflogen und setzt sich langsam zu der metallenen Panflöte zusammen, die einst Lyons Mutter an ihn weitergegeben hatte und die er für Dun'shas Leben opferte...
Eine seltsam melodisch klingende Musik ertönte und kleine, neonblaue "Fäden" spannten sich um Lyon, hoben ihn in die Luft und trugen ihn gen Himmel. Die Flöte begann sich zu drehen... immer schneller und schneller... und sprengte sich schliesslich selbst.. viele Frostelfen gingen durch die Scherben, welche durch sie hindurch flogen, zu Boden und selbst dem Frostelfenkönig fehlt seit heute sein rechtes Auge...
was er aber nicht weis ist, dass dieser Splitter ihn langsam auffressen wird... die Splitter, die sich mit hoher Geschwindigkeit in alle Welt ausdehnten verwandelten sich auf halbem Weg in hellblaue Tauben und brachten allen Freunden Lyons die Botschaft seines Todes... für die Ewigkeit...

Dun'sha Solarim
07-07-2002, 11:20
Errame die Schneeeule glitt lautlos durch den noch dunkelen Himmel, mit vom Regen schwerem,weißem, mit zarten schwarz getupften Gefieder. So weit ihr Auge reichte, ein Labyrinth aus Grün: Teiche Tortfgruben und dichtes Gebüsch, aber keine Spur von Leben.

Sie drehte über seinen rechten Flügel ab und überflog ein Wäldchen, welches ein Mensch die Gegend erkundend mit goßen Schritten durchmaß. Dick in Felle gehuellt und Arme und Beine mit Schlamm bedeckt, um sich zu tarnen. Errame stieß ein kurzes, amuesiertes Glucksen aus. Man musste schon ein Mensch sein um zu glauben, mann könne sich vor den Bewohnern der Lüfte verbergen!

Ein kleiner hellblauer Fleck in der Naehe eines Landungstegs am Rande der Sümpfe erregte Ihre Aufmerksamkeit. Sie hasste die Sümpfe schoss es ihr durch den Kopf und unvermittelt lautlos stuerzte die Schneeeule zu dem Fleck nieder.

Es war eine Taube. Mit gebrochenem Hals tat Sie die letzten Zuckungen und schlug verzweifelt mit den Fluegeln, um dem Tod zu entgehen.

Errame ließ sich sachte neben ihr nieder und betrachtete Sie traurig.
" Es ist sinnlos zu kaempfen ", sagte Sie schliesslich, und die Taube die Errame nicht bemerkt hatte, schreckte auf beim Klang Ihrer Stimme. " Dein Hals ist gebrochen. Ich werde dir den Gnadenstoß geben, es wird nicht wehtun "
" Nein! " , schreit die Taube. " Lass mich fortfliegen, Eule ! Weit weg von diesen Sümpfen. Lass mich nach Hause zurueckkehren "

Auch Sie hasst diese Suempfe, schoß es Errame durch den Kopf.
" So bist Du garnicht von hier? ... ich habe mich schon gewundert in einer solchen Gegend eine Taube zu treffen "

" Mein Herr, Lyon hat mich erschaffen. Ich bitte dich lass mich nach Hause und meine Aufgabe erfuellen."

Errame schuettelte sanft den Kopf
" Das wirst Du nicht schaffen, Taube. Dein Sturz war tödlich "
" Ich bin nicht gestürzt " , piepste die Taube schwach. " Ein Diener des Frostelfen hat mir den Hals umgedreht . Und mein Herr hat mich allein gelassen " , erzaehlte die Taube Errame ihre Geschichte.
Errame stiess einen langen Ohrenbetaeubenden Schrei aus als die Taube mit ihrer Geschichte endete.
" ich werde dich nicht töten Taube. Habe keine Angst, du wirst leben und deinen Herren bald wiederfinden. "
Die Taube hörte auf gegen den Tod anzukaempfen und entspannte sich. Die Schneeeule grüßte Sie ein letztes Mal, entfaltete ihre Fluegel und flog auf. Einige Sekunden segelte sie über ihr , außer Sichtweite; dann stürtzte Sie Sekundenschnell und lautlos mit gestreckten Krallen auf den Vogel mit dem gebrochenem Hals nieder. Ihre Klauen fuhren in das Herz undin den Hals der Taube und tötetn Sie auf der Stelle. Dann legte Sie sie wieder auf den Boden ab nahm eine kleine blaue Feder in ihre Kralle und flog zurueck zu Dun'sha. Das Leiden der Taube war vorueber.

An einem stillen Ort am Rande eines von einem gruenen Blaetterdach umhuellten im Mondlicht silbern schimmernden Fjord sitzt Errame auf Dun's Schulter und erzaehlt ihr die Geschichte der hellblauen Taube.

Eine wie ein Diamant funkelnde Traene laeuft langsam über die Wange ihres von Silber umrahmtes Gesichtes.

Eine Träne die man vergießt über die verlorene Zeit von Streit und Zorn, aber auch darüber, dass man Sie betrogen hat, wenn es hieß.. " Ich Liebe Dich "