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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Wunsch nach Gemeinschaft


Valheoru Dhakra
23-07-2002, 01:19
"Ich denke dieses Haus hier, würde gut zu euch passen", hörte er Sinola sagen. Sinola Cúthalion, der Val a'shir. Auf Val wirkte er manchmal mehr wie ein fahrender Händler, als wie ein Mitglied des Hohen Rates. Aber er empfand das nicht als negativ. Im Gegenteil, im Laufe der Zeit hatte er Sinola wirklich zu schätzen gelernt. Er gab sich wirklich alle Mühe.

Und nun stand Val mit Sinola in diesem riesigen Turmhaus. Sinola las den Zweifel in Val's Augen, und lächelte : "Es bietet auch reichlich Platz für euch und eure Schülerin zum trainieren.".

Bei diesen Worten schweiften Val's Gedanken wieder ab. Ja seine Schülerin. Die kleine Vinya. Sie war nun schon einige Zeit bei ihm, und er hatte ihr zwar ständig Predigten gehalten, aber ein wirkliches Vorbild konnte er ihr nicht sein, wie sie so da hockten in Cerinor.
Ausserdem war das Leben in der Zivilisation teuer. Als Wächter seiner Sala hatte er sich um Gold nie Sorgen machen müssen. Aber dies war nicht mehr seine Sala, das konnte Val nicht vergessen. Seine Gedanken schweiften noch weiter zurück in die Vergangenheit, er dachte an seine alte Sala, und an das Dunkle, dass über sie gekommen war. Die Schuld lastete noch immer schwer auf seinen Schultern. Doch das war Vergangenheit. Eine andere Geschichte. Er musste es endlich hinter sich lassen. Und vielleicht sollte er aufhören sich selbst zu bestrafen.

" Nun es ist wirklich ein hübsches Anwesen", hörte er sich selbst sagen. Und das war es wirklich. Es würde ihm sehr gefallen hier zu leben, und Vinya sicher auch. Wo er das nötige Gold hernehmen sollte war ihm nicht ganz klar, dennoch hatte sich ein Entschluss in seinem Kopf festgesetzt. Er wollte Vinya und zukünftigen Schülern nicht diese Enge zumuten, die er sich selbst zugemutet hatte.

Er verabschiedete sich von Sinola und ging tief in Gedanken versunken, ziellos durch die von der aufgehende Sonne schummrig goldig wirkenden Strassen von Cerinor. Eines war ihm klar, etwas musste sich ändern. Ein neues Ziel musste her, denn : Ziellosigkeit war sein grösstes Problem, seit er seine Sala verloren hat.

Heute war ihm aber zum ersten mal aufgefallen. dass er damit nicht alleine war. Die ganze Sala schien irgendwie wurzel-, und zugleich auch ziellos. Sie waren schon ein bunt zusammengewürfelter Haufen, deren einzige Gemeinsamkeit die war, dass sie Elfen waren.

Er dachte daran, wie es früher war, und warum es damals so gut geklappt hat. Der Grund dafür war wohl ein grösseres Gemeinschaftsgefühl. Und das schafft man dadurch, dass man gemeinsame Erlebnisse hat. Sowohl gute als auch schlechte.
Allmählich formte sich eine Idee in seinem Kopf :
Er würde sich von nun an nach anderen Elfen umsehen. Und mit ihnen würde er die Lande bereisen, und anderen, die es verdienten, helfen. Er begann zu lächeln.
Ihm schien das als ein guter Weg, mit dem er sowohl sich als auch anderen helfen könnte. Und Vinya würde viel auf diesen Reisen lernen. Je länger er darüber nachdachte, desto besser gefiel ihm seine Idee. Mit einem zufriedenem Lächeln machte er sich, auf den nun im hellen Morgenlicht erleuchteten Strassen, auf dem Heimweg.