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Das Leben von Drandor Bortab
Die Geburt!
Einst vor vielen Jahren, wurde in Faernal ein junger Krieger geboren, mein Vater, Dragandosch! Dessen Geschichte ein großer Bestandteil meines jetzigen Lebens bildet. Er wuchs in einer Familie auf die von Krieg und Kriegerdasein so trotzte, so sollte auch sein Weg sich nicht weit weg des Krieges ziehen und er erlernte im laufe seiner Jugend die Ausübung der Klinge. Er wurde als Krieger anerkannt und von dort an behütete er das Königreich Faernals! Er zog in viele Schlachten und hat viele Narben davongetragen, doch eine Nacht sollte Ihn nie vergessen sein. Die Nacht in dem ER meine Mutter kennen gelernt hat, Grandora, Tochter des Schmiedes Brandog. Sie war in der Blüte ihrer Jahre, genau wie ER und das verlangen nach einer Frau wuchs stetig in ihm! Als er sie zum ersten mal sah (das war nach einem Streifzug durch die hohen Steppen von Faerlans) ,wo sie auf den endlosen Weiden mit ihrem langen blonden, zum Zopf geflochtenem Haar, entlanglief, wurde ihm bewusst wie sehr er sich nach einer Frau sehnte, der Liebe, sowohl auch einer Familie. Sie erschrak bei dem ersten Anblick seiner, denn seine lederne Rüstung hatte die Farbe eines dunklen Rots des Rots von altem Blut das an ihr geronnen ist! Doch er, ein von Seele und Geist gutmütiger Mann, beruhigte sie und sprach mit ihr über die Schlachten die er erlebte im Laufe seines Kriegerdaseins! Sie hörte aufmerksam zu und sah in seinen Augen die Trauer, die sich nach all den Jahren des Krieges über sein Herz geschlossen hatte. Sie nahm ihn mit nach Hause, um ihn Einhalt und Rast zu geben und seine Wunden zu versorgen. Die Wunden heilten schnell und gut, doch schon nach 3 Tagen des fürsorglichen Daseins Grandora`s, merkte er wie sehr er sie mochte und sie ihn ebenfalls. Es blieb nicht lange aus, bis sie sich ansahen und sich schweigend den ersten Kuss gaben. Sie waren füreinander Bestimmt! Doch sollte das nicht ein schönes Leben sein? Als Krieger durch die Landen ziehen und nach Wochen eines Streifzugs wieder in den Armen seiner Geliebten zu liegen? NEIN, denn Ihr Vater sah das unvermeidliche, "Was wäre, wenn Du in der Schlacht stirbst? Willst Du sie in Trauer und Mitleid zurücklassen evtl. noch mit Deinem Kind? Was ist, wenn sich HIER der Wind des Krieges ausbreitet? Wirst Du dann in anderen Regionen von Faerlans Dein Amt als Krieger wallten lassen und Dir sagen lassen, dass Du nicht bei Deiner Frau warst um sie zu beschützen?" Diese Worte des Vaters einer wundervollen Frau brachten sein stolzes Kriegerherz zum brechen und er wollte nicht, dass ihr je ein Leid zugefügt wird. Er versprach seiner geliebten, Grandora sowie ihrem stolzen Vater Brandog, dass er immer für sie da sein werde. Und somit legte er das Amt des Kriegers von seiner Seite, denn die Liebe die ihn zugeteilt war, ist eine größere Herausforderung als die des Krieges. So betete er zu Glaron um ihn seine Prüfung zu bestätigen, die ihm auferlegt worden sind und wie durch ein Wunder groll ein Donner vom Himmel, leicht und noch in weiter ferne, aber da war es, das Zeichen das er sich gewünscht hatte! Er erlernte in der Zeit mit Grandora den Beruf des Schmiedes und nicht ferner nach 3 Jahren sollte auch Grandora schwanger sein und ein Kind gebären. In einer der vielen stürmischen Nächten sollte es dann auch geschehen, Dragandosch, Mann von Grandora, schiffte wie in vielen Nächten nach Britain um seine erschmiedeten Waffen zu verkaufen. Grandora weilte immer an seiner Seite, denn er schwur sich ihr IMMER beizustehen. In dieser besagten Nacht war es soweit, dass Grandora ihre schmerzen im Leib nicht länger unterdrücken konnte und das Kind der beiden das Licht erblicken sollte. Doch das Unterfangen dieser Geburt war schwerer als erwartet, denn Grandora schrie vor schmerzen. Es war kein Heiler am Bord des Handelsschiffes. Dragandosch stand ihr bei Seite, doch er konnte nur Tränen erfüllt von Mitgefühl der werdenden Mutter dastehen und ihr die Hand halten, während sie in großen Schmerzen das Kind gebar. Dazu kam noch, dass der Sturm immer heftiger wurde und es nun auch donnerte und blitzte. Als das Kind die Welt erblickte, verstummten auch die von schmerzerfüllten Schreien von Grandora und sie trug ein Lächeln auf ihren lieblichen Zügen. Dragandosch nahm das Kind in seine Grossen starken Hände und sagte den Namen des Kindes, den sie sich beide vorher überlegt hatten "Drandor Sohn von Dragandosch, Sohn der lieblichen Mutter Grandora, ein Kind im Zeichen des Gottes Glarons" und hielt das Kind hoch über seinen Kopf. Die ganze Schiffscrew jubelte wie verrückt. Doch was sie in diesen Augenblick nicht bemerkten war, der von Glück aber auch Gleichzeitig von Schmerz erfüllten Blick von Grandora, die vor ihnen lag! Als Dragandosch zu ihr blickte, bemerkte er dieses Gesicht, diese Züge, die nicht dorthin passten. "Was war los?" dachte er. Warum hat sie schmerzerfüllte Augen und trotzdem ein Lächeln auf den Lippen? Er ging mit dem kleinen Drandor zu ihr, beugte sich über sie und streichelte ihr ins Gesicht. Sie sah ihn an, lächelte ihm zu, und sagte: "Mein Geliebter Mann, Du warst immer für mich da, das Leben war nie so schön gewesen wie vor der Zeit mit Dir. Du gabst mir alles was ich brauchte, den Beistand, die Zärtlichkeit, die Liebe die ich zum Leben brauchte. Aber ich merke selber, dass meine Zeit gekommen ist, mein Lebensstrang ist zu Ende" In diesem Moment wollte Dragandosch was sagen, doch Grandora nahm ihre Hand, legte die Finger sanft über seine Lippen und lächelte ihn lieb an, bevor sie weiter sprach: "Du hast einen wunderbaren Sohn gezeugt in Zeichen des Gottes Glarons!“ In diesem Augenblick donnerte es und das Schiff knarrte an allen Seiten! "Doch leider kann ich hier nicht weitergehen. Du musst ihn behüten, so wie Du mich behütest hast, ihm die Liebe geben die Du mir gegeben hast und ihm wird ein Leben voller Freude und Glück widerfahren, so wie ich es erlebt habe!" Diese Worte brachen Dragandosch das Herz. Die Tränen, die sich in seinen Augen gebildet hatten, liefen nun in Strömen von seinem Gesicht und er hörte aufmerksam die lieblichen Worte seiner Geliebten Grandora. Er sagte ihr mit schluchzender Stimme: "Ich verspreche Dir hoch und heilig, dass ich Drandor genauso lieben werde wie ich Dich geliebt habe!" Das "habe" kam bitter und traurig über seine Lippen. ER wollte nicht, dass alles vorbei ist! Sie nahm seine Hand, zog ihn zu sich und gab ihm einen letzten Kuss. Ihr Gesicht entspannte sich, ihre Augen schlossen sich und Ihre Lebenskraft floss aus ihrem Körper, zu den Sternen, dem Gott Glarons entgegen, wo sie nun Daheim ist! Dragandosch stand auf, Drandor in der Hand, die Crew die mittlerweile schon seit mehreren Augenblicken aufgehört hat zu jubeln, schauten abwechselnd traurig auf den toten Leib der Mutter und das durch Trauer verzogene Gesicht Dragandoschs. Dragandosch erhebte mit kräftiger Stimme das Wort und sagte: "Bitte lasst mich mit meiner Frau und meinem Kind ein wenig allein!" Kaum wurden die Worte ausgesprochen, verließ auch schon die Crew den unteren Raum des Decks! So allein mit Drandor, der ruhig und mit glänzenden Augen auf dem Arm von Dragandosch lag, haben sich von Ihrer geliebten Frau und Mutter verabschiedet, in stillen gebeten und Trauer! In den Tagen der Trauer, die nun folgen sollten, ließ sich Dragandosch in der Stadt Sturmbach nieder und weilte seines Amtes als Schmied, um sein und die seines Sohnes Leben zu finanzieren! |
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