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Dimaethor Pengon 04.12.2013 16:36

Ein Pfeil und sein Ziel
 
Langsam schaukelte das Schiff in den Hafen Britains ein. Der Elf saß in tiefer Meditation versunken unter Deck und hatte seinen Bogen quer über seine im Schneidersitz befindlichen Beine gelegt. Seine Ohrenspitzen zuckten kurz, als er das Geräusch der Planken und Taue vernahm, die an Land geworfen und ausgefahren wurden. Er öffnete die Augen und erhob sich langsam. Er wollte nicht mit einem der Menschenschiffe übersetzen, doch war keines der Elfenschiffe mehr gefahren. So lief er über die Planke und betrat den Boden Britains.

Er ließ den Blick schweifen, eine hässliche, graue Stadt. Wie sich hier jemand wohlfühlen konnte, war ihm unverständlich. Er erkundigte sich bei den Wachen und im Hafen arbeitenden Menschen und fand nach einer kurzen Suche die Fähre nach Cerinor. Er sprang auf das Schiff und war froh, endlich wieder elfische Arbeit unter seinen Füßen zu wissen. Der Kapitän ließ das Schiff zum auslaufen bereit machen und der Elf kletterte ins Krähennest, von dem er sich einen kurzen Überblick über den Hafen Britains verschaffte. Nachdem das Schiff langsam auslief, richtete er den Blick in Richtung Horizont, an dem sich irgendwo in wenigen Stunden die Insel Cerinor auftun würde.

Er wusste noch nicht, was er zu erwarten hoffte, doch war er zuversichtlich, dass es etwas gutes war.

Dimaethor Pengon 18.12.2013 02:49


 
Viel war die letzten Wochen, seit seiner Ankunft auf Cerinor, passiert. Er wurde gut in die Gemeinschaft aufgenommen und hatte sich auch selbst, bestmöglich integriert und versucht zu helfen, wo er konnte. So war es nicht verwunderlich, dass er bereits regelmäßig zu Jagdausflügen eingeladen wurde. Er hielt große Stücke auf Munar. Er war ein Elf der bereits die 500 Zyklen überschritten hatte - und ebenso war er eines der Sprachrohre der Göttin.

Und da war noch jemand, eine junge Elfe - genau wie er noch jung war. Doch verstand sie ihn, und er sie. Er hatte bei Unterschlupf gefunden, bis er eine eigene Wohnung oder ein Zimmer auf Cerinor gefunden hatte. So begab es sich, dass er nachts während der dunklen Stunden oft in Meditation auf den Fellen verbrachte, die sie ihm im unteren Bereich des Hauses zugewiesen hatte.

Meditation... ja, er meditierte oft. Zumindest, wenn es seine Zeit zu ließ versuchte er im Tempel der Silbernen zu meditieren, um seine Gedanken zu ordnen, seinen Geist zu leeren und seine innere Ruhe zu finden. Jene benötigte er auch, sein Pfeil sollte immerhin sein Ziel treffen, so erwartete man es von ihm und er von sich selbst.

Auch half ihm die Meditation dabei, das Gespräch mit seiner Göttin zu ersuchen, auch wenn sie ihm persönlich bisher nie geantwortet hatte, so hatte er doch das Gefühl, dass sie ihm zuhörte. Und wer weiß, vielleicht würde die Silberne irgendwann, in naher oder ferner Zukunft seine Gebete beantworten.


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