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Angelina´s Gedanken
"Bel, wach schnell auf!"
Die kleine Angelina stand bafuß, auf Zehenspitzen, im Nachthemd vor ihrem Bruders Bettchen und versuchte ihn durch leichtes Ruckeln auf zu wechen. Sich die Äuglein reibend brummte Bel kurz und drehte sich demonstrif auf die Seite. Sich im dunklen Zimmer genau umschauend, tapste Angi leise zu ihrem Bettchen zurrück und deckte sich bis zum Näschen zu. "Ich will zu Papa...." hauchte sie mit Kulleraugen in die Dunkelheit. Wieder fing das kleine Mädchen an sich den Schlaf von vielen bedrückenden Gedanken stehlen zu lassen. -Papa ist für alle tot -aber eigentlich lebt Papa ja -ich darf nie von papa reden wenn andere da sind -und nie darf ich mit papa draußen spielen -eigentlich lüge ich ja, wenn ich anderen sage, dass Papa tot ist.... -und eigentlich ist lügen sehr schlecht -die Glaronmenschen wollten Papa tot machen -aber warum denn nur...? -warum war Melina auf einmal so gemein und wollte Papa auch tot machen.... -warum weint Mama manchmal einfach so -wir gehen fast gar nicht mehr in die große Stadt....bestimmt hat papa und mama angst, dass ich unser Geheimnis weitersage... -aber sowas würde ich ja nie mehr tun nachdem melina mein supergeheimnis weitergesagt hat.... -was soll ich nur machen, wenn die glaronmänner sehen, dass papa doch noch lebt?... -machen die mama dann tot weil sie gelogen hat -müssen bel und ich dann alleine wohnen -warum ist papa fast nie mehr zu hause -hat er mich denn nicht mehr lieb...... -wo schläft er nur wenn nicht hier -wie kann ich das denn nur ändern.... -ich will papa hier haben..... -ich will mit papa und bel verstecken spielen.... -ich will mit mama ganz laut lachen -ich will glücklich sein.... -ich will...... Mit einem Seufzer schlossen sich ihre Äuglein und sie schlief die restlichen paar Stunden die ihr geblieben waren. Wie immer ein wenig angespannt und mit Albträumen..... |
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