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Alt 17.04.2009, 11:55
#12
Denos Dagisto
Reisender
 
Registriert seit: 10 Mar 2009
Beiträge: 1.018
Es war zur späten Stunde, Denos saß an seinem Tisch und starrte auf die
gegenüber liegende Türe. Sein beinahe verbluten war nun wenige Tage her, er
fühlte sich zwar besser aber noch immer fehlte ihm die Kraft um das
Haus zu verlassen. Die Besuche waren mit jedem Tag weniger geworden,
am vorletzten tag waren es um die vier, am gestrigen nur Sarah und am
heutigen war es niemand. Hatte ihn die Welt vergessen? War es unwichtig
wie es ihm ging? War die Welt schon untergegangen und es exestierte nur
noch Valarian? Er hasste es von allem abgeschnitten zu sein.

Gedankenverloren wanderte er durch das Haus und suchte sich ein großes
Pergament, sein Maßband und einen Kohlestift. Er legte dies auf den Tisch
aus und bestarrte das Pergament ehe er anfing zu zeichnen. Denos war
kein Bauherr und kein Architekt, doch mit etwas musste er sich beschäftigen.
Wenn sich schon keiner um ihn kümmerte, so konnte er sich wenigstens
um Cunna kümmern.

Die Gedanken an den Tempel und an Cunna ließen ihn den schmerz,
geistlich wie körperlich, vergessen. Was würde er alles geben um wieder
in der Präsenz der Avatar zu sein, ihr Licht war so warm gewesen, so
heilbringend und schön wie auch inspirirend. Selbst als sie unzufrieden mit
ihm war hatte er sich in ihrer nähe wohl gefühlt. Vielleicht würde sie ihm
erneut erscheinen wenn der Tempel fertig war? Er hoffte es.

Seine Gedanken konnten aber nicht ruhen, er hörte Nephars namen
in seinem geist. Ausgesprochen von Victoria. Denos wollte nicht an Victoria
denken, sollte sie mit dem Al'Shaelan glücklich werden. Vielleicht würden sie
es ja schaffen Freunde zu bleiben, aber erst müsste er seine Gefühle unter
kontrolle bringen. Er wollte nicht weiter um sie kämpfen, oder doch? Er war
in dem bezug alles andere als klar bei Verstand. Seine Wille verbot ihm, sein
Herz flehte ihn an. Für diese Gedanken war nun keine zeit. Nephar.

Es war eine bittere sache an Nephar zu denken. Doch wollte er Nephar,
die Gottheit seines Volks, nicht mehr in sein Herz lassen. Die Gebote um Nephar
waren rechtens und gut, doch war ihm und sein Volk zuviel schreckliches wiederfahren.
Bei Cunna konnte er sich sicher sein, das wusste er schon bei den ersten
begenungen mit der Cunna Avatarin. Eine Göttin die sein ganzes Leben lang
auf sein Handwerk acht gab ohne das er sie jemals gebeten hatte, das klang so gütig.
Er brauchte keine Göttin für sein Leben, seine Arbeit war sein Leben und Cunna wacht
über seine Arbeit. Sein Volk brauchte Nephar und dafür schätzte er die Göttin, doch
er selber würde sich ihr nicht mehr verschreiben, niemals wieder!

Neben all den Gedanken und dem Zeichnen murmelte er leise:
"Ich werde dir deinen Tempel bauen Cunna. Ich weis das ich hilfe haben werde,
prächtig soll der Bau werden, ein Hort für einen jeden Handwerker, ob er dir huldigt
oder nicht. Ein heiliger ort um das Handwerk zu preisen, darauf das es dir gefällt
und du uns deinen segen gibst."

So würde es noch eine weile gehen ehe er sich erschöpft zu Bett begibt.
Denos Dagisto ist offline  
Geändert von Denos Dagisto (17.04.2009 um 17:35 Uhr).
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