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Alt 10.03.2015, 10:07
#5
Etheldir
Reisender
 
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Beiträge: 7
Die weiße Wölfin

Etheldir hatte den Tag damit verbracht auf einem Ast hoch oben in einem der größeren Bäume zu sitzen. Seine Gedanken kreisten um das Treffen mit der weißen Wölfin. Diesen Aufgabe hatte Liandrel Lilianae und ihm erteilt. Die Ratschläge die Liandrel den Beiden genannt hatte ging er immer wieder in seinem Kopf durch und er fragte sich wie diese Tochter Finries wohl sein möge.

Später am Tag traf er sich dann mit Lilianae um ihren Weg zum Gebiet der Werwesen anzutreten. Lilianae war hübsch wie immer und sie trug etwas in ihren Armen. Es war ein Stück Rinde, auf welchem sie mit feinen Linien und vielen natürlichen Farben ein Bild von der Sala gezeichnet hatte. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht zeigte sie Etheldir die Zeichnung. Er betrachtete sie eingehen und war überrascht wie gut Lilianae das Bild der Sala eingefangen hatte. Diesen Aspekt der Reise hatte er fast vergessen. Keiner von Beiden sprach die Menschensprache gut genug um sich darüber zu verständigen. Er hoffte das die Weiße ihre Sprache sprechen würde. Er reichte Lilianae das Stück Rinde mit der Zeichnung zurück.

"Das hast du wirklich gut gemacht Schwester." sprach er ruhig mit einem Lächeln auf den Lippen. "Bist du bereit den Weg anzutreten?"

Lilianae erwiederte sein Lächeln und nickt nur knapp. Beide rüsteten sich langsam und Etheldir nahm sein Thela fest in die Hand als sie beide die Sala verließen.

Die Wegbeschreibung, welche Liandrel ihnen gab war einfach. Dennoch hatten sie einige Probleme auf dem Weg. Vereinzelt fanden sich kleine Orkgruppen, welche sie geschickt umgingen. Der Weg war nicht lang, aber sie ließen sich Zeit und genießten es durch den Wald zu schlendern. Nach einiger Zeit waren sie an dem Punkt angekommen wo sie auf das Meer trafen. Liandrel hatte es ihnen so beschrieben. Sie sollten dem Verlauf folgen bist er abebbte und dann weiter Richtung Berge. So wie er es beschrieb taten sie dies dann auch.
Plötzlich hörten sie Gegrunze und das Klirren von Metal. Einige Dumpfe Geräusche waren ebenfalls zu hören. Die Beiden machten sich klein, wobei Etheldir, selbst wenn er hockte, noch ziemlich groß war, und schlichen lautlos in Richtung der Geräusche. Vor ihnen waren zahlreiche Orks und das nicht weit von dem Punkt an dem sie das Oberhaupt der Werwesen treffen sollten. Etheldirs Griff um das Thela festigte sich. Wenn sie klug vorgehen würden könnten sie die zahlenmäßige Überlegenheit der Orks schnell verringern und somit eine bessere Chance auf einen Sieg haben. Sein Thela war lang und damit konnte er sich die Orks fern halten um nicht verletzt zu werden. Die Orks schienen sich über irgendetwas nicht einig und stritten. Etheldir hatte schon oft gegen Orks gekämpft und verhielt sich ruhig und beobachtete weiterhin, denn es könnten immer noch mehr Orks in dem umliegenden Wäldern der Lichtung, auf welcher sich die Orks befanden, sein. Sein Blick war scharf und all seine Sinne waren auf seine Umgebung und die Orks fixiert. Eine Ablenkung wäre von Vorteil. Vielleicht könnte er sie so dazu bringen sich aufzuteilen. Er schaute sich um.


"Wie kann ich sie nur dazu bringen sich aufzuteilen" sprach die Stimme in seinem Kopf.

Er schaute sich vergeblich um und wandte sich dann an Lilianae.

"Glaubst du, dass du in einer anderen Gestalt, schnell genug bist um einige von ihnen fort zu locken?" sprach Etheldir leise und man konnte seiner Stimme vernehmen das ihm diese Frage nicht leicht fiel.

Lilianae schien kurz zu überlege und nickte dann leicht. Sie zog einige wohlduftende Kräuter aus der Tasche, welche nach einigen gesprochenen Worten in ihren Hände zerfielen. Langsam verwandelte sie sich. Ihre Gestalt wurde mehr und mehr Katzengleich, ehe sie sich komplett zu einem Puma gewandelt hatte. Etheldir streichelte ihr leicht über den Kopf als sie sich in die Richtung des Wassers aufmachte um einige der Orks abzulenken. Etheldir war nicht wohl dabei sie alleine los zu schicken, jedoch vertraute er in ihre Fähigkeiten und konzentrierte sich wieder auf die Orks.
Ein lautes Knacken gefolgt von einem lauten Fauchen eines Pumas hörte er dann plötzlich von rechts. Zwei der Orks rannten direkt los und schienen Lilianae zu folgen. Zumindest ein Drittel der Orks war ihr gefolgt. Mehr wären natürlich besser gewesen aber Etheldir beruhigte es auch etwas dass Lilianae nicht alle gefolgt waren. Er durfte keine Zeit verlieren, denn er wollte Lilianae auch nicht zu lange alleine lassen. Da die Orks noch in die andere Richtung, in welche Lilianae die anderen beiden Orks gelockt hatte, schauten ergriff Etheldir die Initiative und rammte den am nahe stehensten Ork die Spitze des Thelas zwischen die Schultern. Der Ork viel sofort tot um und auch wenn er es nicht geschafft hatte aufzuschreien so reichte der Aufschlag des leblosen Körpers doch um die anderen auf Etheldir aufmerksam zu machen. Drei sabbernde Orks standen nun vor ihm, eher spärlich bewaffnet. Einer hatte eine Axt die anderen beiden lediglich grobe Holzkeulen, welche jedoch durch ihre Masse bedrohlich wirkten. Er wusste sie würden ihn allesamt angreifen und er müsste auf den Moment warten an dem ein Angriff für ihn am sinnvollsten und sichersten wäre. Die Orks stürmten mit erhobenen Waffen auf ihn los. Sein Thela hiel er vor sich, die Spitze in Richtung der Orks. Dem ersten Hieb entkam er mit einem Sprung zur Seite, sodass er in der Flanke der Orks stand. Er stieß beherzt zu und traf mit der Spitze zwischen die Rippen des Angreifers. Dieser schrieh auf und wand sich, dabei riss er Etheldir das Thela aus der Hand, welches sich wohl zwischen den Rippen verfangen hatte. Der Ork fiel zu Boden und gab dadurch mit einem lauten Knacken das Thela wieder frei. Der Nächste stand allerdings schon bereit mit erhobener Keule, welcher Etheldir nur knapp entkam indem er sich mit einem Hechtsprung zur Seite auswich. Er rappelte sich schnell wieder auf und Griff zu seinem Schwert, konnte es aber nicht ziehe da die Orks bereits einen weiteren Angriff auf ihn durchführten. Sie ließen ihn nicht zu Atem kommen und er konnte weiterhin nur versuchen ihren heftigen Hieben zu entkommen. Dies alles dauerte zu lang und er versuchte eine Öffnung in ihren Angriffen zu finden. Die beiden Orks standen nun links und rechts vor ihm. Hockend schaute Etheldir nach oben. Die Waffen kamen ihm bedrohlich nahe als er zwischen ihnen hindurch rollte. In der Rolle schaffte er es endlich seine Waffe zu ziehen und einem der Orks, der mit einer Axt bewaffnet war, die Sehnen an seiner Ferse zu durchtrennen. Der Ork heulte zwar, doch schien ihn das nicht weiter zu stören. Die Gegner waren in Rage und ließen nicht von ihm ab, aber zumindest hatte er einen von ihnen etwas verlangsamt. Etheldir lief schnell etwas in die Richtung in die Lilianae gelaufen war und schaffte es so die beiden von einander zu trennen, was den Kampf um einiges erleichterte. Gekonnt wich er dem nächsten Angriff tänzelnd aus und trennte dem Ork den Waffenarm ab, bevor er ihm den Todesstoß von hinten zufügte. Dies ging so schnell und in so flüssigen Bewegungen, dass es Augenscheinlich nur eine einzige Bewegung war. Sein langes und andauerndes Üben der Waffenkünste war nicht umsonst gewesen, wohlgleich ein geübterer Kämpfer diese Biester mit Sicherheit schneller erledigt hätte, das wusste er. Der Letzte war sichtlich geschwächt und auch langsamer als zuvor. Dies erleichterte es ihm enorm diesen letzten Gegner zu erlegen. Er schritt langsam auf ihn zu. Noch bevor der Ork seinen Arm zum Angriff heben konnte hatte Etheldir seinen Dolch aus gehärtetem Holz genommen und ihn dem Ork direkt in die Kehle gerammt. Etheldir wartete nicht bis der Ork fiel, er machte direkt kehrt und lief schnellen Schrittes in den Wald. Sein Blick war auf seine Umgebung gerichtet als er rannte. Er behielt die Spur, welche die Orks hinterlassen hatte, immer im Auge und kam schließlich an einem toten Ork vorbei. Er lief weiter nach einiger Zeit kam er auf eine kleine Lichtung. Lilianae lehnte an einem Baum. Der Ork lag einige Schritte vor ihr tot auf dem Boden. Mit einem Satz war war Etheldir bei Lilianae angelangt. Sie war unverletzt und Er spürte wie die Last von ihm abfiel. Er reichte ihr die Hand und half ihr auf. Sie verschnauften kurz und setzten ihren Weg schnell fort, denn sie waren in der Zeit schon hinterher. Nach einiger Zeit sahen sie einige ihrer Brüder, welche dort zum Schutz der Werwesen verweilten und den Wald beobachteten.

Nun standen sie an dem Treffpunkt. Beide riefen nach der Wölfin, welche nach kurzer Zeit aus den Wäldern kam. Sie sah völlig normal aus, wie ein Mensch. Doch ihre Erscheinung hatte etwas an sich was sie nicht daran zweifeln lies das dies das Oberhaupt der Werwesen war.
Etheldir ist offline  
Geändert von Etheldir (10.03.2015 um 15:41 Uhr).
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