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Alt 28.12.2018, 01:01
Der duestere Klang der Daemonen II
#8
Saire Gal'ithiel
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Der düstere Klang der Dämonen II

Eine weitere Begegnung mit dämonisch anhaftenden Einfluss kann noch im Jahr 1327 in Yew gemacht werden, wenngleich breite Streifen des Waldes bereits durch unterschiedliche Bemühungen wieder dem natürlich und göttlichen Einfluss unterstellt werden konnten. In Yew trifft man auf verfaulende Vegetation, stinkende Sumpflöcher und sterbende Bäume. Einst war es das Land mit den prächtigsten Wäldern, bis da Einer kam und das natürliche Gleichgewicht zerstörte. Um die gesamten Zusammenhänge zu begreifen, fangen wir mit den Aufzeichnungen im Fall Lithilion Valandil an.

Zitat aus: „Die Akte Lithilion Valandil“

„Lithilion Valandil trat etwa um 1304 das erste Mal in Britannia in Erscheinung. Er vertrat wie viele andere Edhil seinerzeit die Lehre der Magie, man solle das arkane Gewebe durch unnützes Anwenden der Magie nicht überstrapazieren. Er gehörte anfangs wohl noch einer Bruderschaft an, welche diese Lehren vertrat. Schon recht bald zog es Lithilion Valandil unter die Menschen und man könnte annehmen, dass er es aus dem Grunde tat, um seiner Aufgabe als Edhel nachzukommen und die Edain zu führen und zu leiten, zumal der damals amtierende Aran Eruverian Asendileth eine recht offene Politik verfolgte, die das Volk der Edain und das der Edhil wieder näher zusammen führen sollte. Lithilion galt als durchaus wissbegierig, begabt und ebenso als hochmütig. Es dauerte selbst in der Zeitspanne eines Adan nicht lange und er zeigte Wesenszüge die einem Edhil nicht mehr gleich kamen. Er zeigte den Wunsch nach Macht, durchaus auch Gold und Einfluss. Bald schon begann er einen raschen Aufstieg vom arkanen Berater der Herzogin Maer von Britannia hin zum Baron von Cove. In jener Zeit änderte sich das Wesen von Lithilion Valandil immer weiter und es erschien ein Buch, was wohl von ihm selbst geschrieben wurde, in dem angedeutet wurde, dass es eine weitere Rasse gab die sich Caldrionen nannte. Der Graf Bolwen von Britain erklärte uns aufschlussreich, dass vieles was noch bis heute Rätsel aufgibt, von Lithilion Valandil inszeniert war. Man muss heute davon ausgehen, dass Lithilion Valandil bei seinem Wissenshunger auf die dunkle Seite der Magie gezogen wurde und durchaus in der Lage war, Magie anders als bekannt zu nutzen. So wies ein beobachtetes Mondtor zum Beispiel eine ... Nai mith ar dur. Heute ist es fast sicher, dass Lithilion Valandil unter den Einfluss eines Dämons geriet, der sich wohl selbst als Dämonenprinz bezeichnete und den Namen Dryxxarl trug. Es war eine knöcherige Erscheinung. Dieser Dämon erklärte bald Termiten als seine Leittiere und überall tauchten jene Termitenhügel auf. Jene Termiten sind fleischfressende Käfer, die auch in der Lage sind Glas zu zerbrechen.
Um 1305 wurde das Kloster in Yew zerstört, dass der Göttin Libanu geweiht war. Überall fand man folglich jene Käfer und auch der Schamane Liandrel o Andiril konnte eine schattenhafte Erscheinung bis nach Cove verfolgen. In den Wäldern von Yew wurde eine dämonische Essenz verteilt und mehr und mehr wurde dem Land das Leben entzogen. Pflanzen und Tiere vergingen, starben und noch heute im Jahre 1323 ist der Wald in Yew noch nicht genesen. Als Lithilion Valandil damals verschwand wurde sein großzügiges Anwesen in Cove durchsucht und dabei fiel eine Vase von einem Sockel im Innenhof. Abertausende von jenen fleischfressenden Termiten ergoss sich in den Hof und es dauerte Wochen, jenen Ort von diesen Tieren zu befreien. Ebenfalls wurde ein Schrein zu Ehren Dryxxarls in der Schlangenbucht gefunden. Weiter wurde herausgefunden, dass der Aran Eruverian Asendileth damals wohl das Mordopfer von Lithilion Valandil wurde. Der Aran Eruverian und Lithilion Valandil kannten sich eindeutig, was mich auch zu dem Schluss kommen lässt, dass Lithilion Valandil mitnichten ein sogenannter Caldrione war. Der Aran und somit Vertreter Tycuaheles auf Erden, hätten den dämonischen Einfluss durchaus bemerkt und ihn entlarvt, ebenso spricht es dafür, dass Lithilion sich erst mit der Zeit zu einem .. aphada-raug entwickelte. Vermutlich ermordete er den Aran Eruverian als jener in ihm erkannte, was vor sich ging. Lithilion Valandil versuchte stets seine Schand- und Gräueltaten anderen in die Schuhe zu schieben, so wollte er dem Veteran Darok Vandrak die Verantwortung für das verseuchte Land von Yew zuschreiben und lenkte den Verdacht, dass der Idhren, seinerzeit Ista Sathrion Maniel mit dem Mord an dem Aran Eruverian in Verbindung stand.
Heute schreiben wir, Saire Gal'ithiel, unseres Zeichens Sternensängerin und Arphen en El dieses Wissen für die Nachwelt auf.
...
1323 in der Bibliothek zu Cerinor“

Nach dieser Erläuterung zum Hergang, ist uns offensichtlich, dass Dämonen sich durchaus gerne Geschöpfe erwählen oder suchen, oder gar von den Geschöpfen gerufen werden. Jene Geschöpfe werden dann, zu Sklaven des dunklen Einflusses. Es ist uns im Jahre 1327 nicht bekannt, ob die Geschöpfe eine Wahl haben, sich somit freiwillig in den Dienst stellen oder ob sie dazu gezwungen werden. Im Fall Lithilion Valandil vermuten wir, dass sein Wissensdurst ihn in jene Situation führte, in der er unter den Einfluss Dryxxarls geriet und sich dessen, trotz seiner Abstammung, nicht erwehren konnte und es dem Dämon aus diesem Grunde gelang, das Wesen eines Edhel zu ändern, dass er schließlich gänzlich gegen seine Prinzipien, Einstellungen und ursprünglichen Wesenheit agierte.
Ebenso wird veranschaulicht, welch verheerende Macht sich dadurch verbreiten kann. Die meisten Versuche Yew wieder dem natürlichen Kreislauf zurück zu führen schlugen fehl, auch wenn einige Geweihte aus dem Libanukloster als auch wir gewisse Erfolge erzielen konnten. Es zeigt sich in diesem Falle, dass die dämonische Essenz dauerhaft ist und nicht vergeht, es sei denn, man arbeitet beständig dagegen an. Sie setzt sich auch nicht gegen die Rituale zur Wehr, dennoch erscheint es uns mehr als widernatürlich, dass nach 2 Jahrzehnten kaum etwas von ihrer Macht verblasst ist. Denn wenngleich dämonische Essenz eine Macht in sich birgt, die in dieser Welt nicht zu finden ist, so birgt auch die Natur eine Macht in sich, die es mit der dämonischen Essenz unserer Ansicht nach aufzunehmen vermag, sofern die dämonische Essenz nicht weiter durch irgendeine dunkle Energie gespeist wird. Nachdem wir den gesamten Sommer 1324 in Yew verbrachten und eine breite Strecke des Waldes um das Mondtor bereinigt haben, ist uns deutlich bewusst, dass es gerade dort in Yew gewisse Disharmonien in der Schöpfungsmelodie gibt, die nicht nur auf die dämonische Präsenz hinweisen, sondern auch weitere Ungereimtheiten aufweist, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Wie im Band der Schöpfungsmelodien jedoch bereits beschrieben, ist die Erfassung und Entschlüsselung selbst nach Jahrhunderten keine Aufgabe der man sich gewachsen fühlen kann, so bleibt nur eine dunkle Ahnung, das im Falle Yew das letzte Wort noch nicht geschrieben steht. Solange auch nicht mehr Geweihte sich dieser Aufgabe mit Hingabe widmen, wird es wohl noch Jahrzehnte dauern, bis wir die dämonische Essenz zur Gänze gelöscht haben. Auch hier zeigt sich Weihwasser zu einem Gesang als starker Verbündeter und ähnlich wie im Verfahren mit der Reinigung von dämonischen Gegenständen ist hier mit Konzentration zu arbeiten, denn ebenso ähnlich, treten hier Misstöne aus die im Falle Yew erfolgreich Einfluss auf die Geschöpfe und Vegetation nehmen konnten. Im Falle Yew ist es besonders kräftezehrend, da man inmitten dieser Misstöne verharrt, sich auf jene große Schallweite konzentrieren muss, um zu einem Ergebnis zu kommen. Dies hat zur Folge, dass man nicht durchweg dort schaffen kann, sondern immer wieder Unterbrechungen zur Auffrischung der eigenen Energie benötigt.

Raug'luth Yew

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Das Gleichgewicht wurd' hier dämonisch missbraucht
Führ dieses Land zurück zum ewigen Kreislauf

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Ich breche den unnatürlichen, dämonischen Bann
Vernichte die Essenz des Fremden wann immer ich kann

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Nimm dieses Land zurück unter deinen Schutz
Gib diesem Land einen natürlichen Putz

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Hauch diesem Land ein deine silbrige Melodie
und beende diese grausam düstere Agonie

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Lass Blumen blühen, wo Verderbnis nun weilt
Ich wirke den Segen, der dieses Land heilt

Herrin ich rufe dich und bitte um deine Kraft
Herrin ich bitte dich, gib mir die Macht
Blätterkronen und Moosbelag gehören nach Yew
Bringe den Frieden und gib ihnen Ruh.

Randnotizen: Niedere Dämonen erscheinen ausschließlich in der bekannt geflügelten Form, dies ist auch höheren Dämonen möglich, doch ist gewiss, dass ein Dämon in nicht bekannt geflügelter Form ein höherer Dämon ist.
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Geändert von Saire Gal'ithiel (27.01.2021 um 03:03 Uhr).
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