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Spieler, Mensch
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Der Herzog, Bolwen von Britannia, tauchte unangekündigt im Hauptquartier der Garde zur Inspektion auf. Das muss am 18. diesen Mondlaufs gewesen sein. Bolwen war früher unser Oberst, und schon damals war er eine Leitfigur für mich. Er hat die Garde geformt, und es gibt niemanden, der ihm in Sachen Disziplin und Führung das Wasser reichen kann. Jetzt ist er Herzog, aber sein scharfer Blick ist geblieben. Er weiß, wie eine Truppe zu funktionieren hat.
Die Inspektion lief glatt. Keine leeren Flaschen, kein Dreck. Die Wachen standen in Formation, und die Berichte waren in Ordnung. Der Herzog war zufrieden. Am Ende der Inspektion übertrug er mir offiziell die Führung der Garde. Ich soll eine Mission übernehmen: Ein Mönch soll besessen sein. Die Bürger Fildaris bouVinda, Bron und Har Brehgo wissen mehr, und ich muss das Ganze in die Hand nehmen. Bolwen stellte mir die Beförderung zum Hauptmann in Aussicht. Das wird auf jeden Fall geschehen, denn ich werde ihn nicht enttäuschen Es zeigt, dass er mir zutraut den Laden zusammenzuhalten.
Lefer war während der gesamten Inspektion an meiner Seite. Ein guter Mann, korrekt bis zum Letzten. Wir haben uns später noch über die neue Lage und einige Details unterhalten, bevor ich mich zurückzog.
Später am Abend war ich im Kontor. Es war ruhig, und ich entschied, dass mir eine Flasche Schnaps helfen würden, die Gedanken zu sortieren. Das alte Seefahrerkontor gehörte meinem Vater, und jetzt kümmert sich Karn Gatek darum, es in Schuss zu halten. An solchen Abenden, wenn alles zu viel wird, öffne ich es manchmal für Gespräche mit alten Freunden oder Bürgern – nicht dieses Mal.
Dann kam Isabelle, klopfte an die Tür, mit einem Apfelkuchen, den sie nur für mich gebacken hatte, zusammen mit dem alten Fischer Aaron. Wir aßen, redeten, und schließlich begleitete ich sie nach Hause. Ich versprach, später wiederzukommen, wenn die Straßen leerer sind, und tat das auch. Die Nacht war ruhig, ohne Hintergedanken, nur um ein bisschen Frieden zu finden.
Am 25. Lundin verlief der Abend anders. Wieder war es der Alkohol im Kontor, und wieder brachte ich Isabelle nach Hause. Diesmal aber brach etwas in uns, oder besser gesagt, wir ließen es bewusst geschehen. Es kam, wie es kommen musste. Es war wild, unkontrolliert, befreiend.
Ich muss meinen Kopf klar halten. Der Herzog vertraut mir, und ich habe eine Aufgabe. Die Garde braucht jemanden, der die Führung übernimmt, und ich werde sicherstellen, dass alles läuft, wie es soll.
Isabelle... wir genießen die Nähe des Anderen und das ist grade der Ausgleich den ich brauche. Ich mag sie.
29. Lundin 1340
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