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Gast
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Es klopft an die Tür. Ein stattlicher groß gewachsener Mann, tritt in die spärlich eingerichtete Bauernkate ein. “Schau Frau ich habe ein stattliches Reh geschossen. Da wird es heute abend einen schönen saftigen Braten geben, damit du wieder zu Kräften kommst“. Eine Frau mit langem Blonden Haar richtet sich aus dem Bett auf. Es macht laute knarrende Geräusche als Sie dies tut. Las nur Frau ich mache das schon. Er legt das erlegte Reh auf den Holztisch und stellt seinen Bogen in die Ecke. Dann zieht er einen Dolch unter seinem Wams hervor und beginnt das Reh auszunehmen. Etwas später hat er aus dem Kadaver einige saftige stücken Fleisch herausgeschnitten und macht sich an die Zubereitung. Plötzlich sind von draußen Schritte und eine schleifendes Geräusch zu hören, als würde jemand etwas hinter sich herziehen. Es klopft an die Tür und der Mann öffnet. Draußen steht, wie er auf den ersten Blick sehen kann, ein älterer Mann der schon etwa fünfzig Sommer zählt. Er ist in eine schon sehr in die Jahre gekommene Plattenrüstung gehüllt und schleift ein großes Bündel hinter sich her. Auf der zerbeulten Plattenrüstung glaubt er eine Sonne zu erkennen. Der Fremde erhebt seine Stimme: “Glaron zum Gruße“. “Ich grüße euch“, erwidert der Mann. “Was kann ich für euch tun Fremder“. Der Fremde setzt das Bündel ab. “Mein Name ist Nimloth, ich bin weit gereist und leider hat mein Pferd ein paar hundert Schritte“, er deutet den Pfad entlang der von der Hütte weg führt, “gelahmt, so das ich es leider zurück lassen musste. Möge Glaron seiner Seele gnädig sein“, hängt er noch an den gesprochenen Satz an. “Könntet Ihr mir vielleicht für heute Nacht Unterkunft gewähren“. Der Mann überlegt kurz und mustert dabei den Fremden. “Wie ein Räuber seht ihr nicht aus, aber kennen tue ich euch auch nicht“. Der Satz ist kaum gesprochen, da ist ein leises Stöhnen zu vernehmen. Es kommt aus dem Inneren der Hütte. Der Mann schreckt auf. “Serena“ ruft er noch dann stürmt er ins Haus zurück. Der Fremde betritt das Haus und sieht denn Mann, mit dem er kurz vorher gesprochen hatte, vor einem Bett knien. In dem Bett liegt eine wunderschöne Frau mit langen Blonden Haaren. Ihr Gesicht ist Schmerzverzerrt und sieh windet sich hin und her. Er setzt sein Bündel ab und geht zu dem Mann hinüber. Er legt seine Hand auf die Schulter des Mannes und fragt: “Was ist mit eurem Weibe“. Der Mann sieht zu dem Fremden auf und sagt: “Sie bekommt ein Kind“. “Es scheint ihr aber nicht gut zu gehen“ erwidert der Fremde. “Ich selbst habe einige Jahre die Heilkünste studiert. Eine Hebamme bin ich nicht gerade aber vielleicht kann ich euch helfen, wenn ihr wollt“. Der Mann schaut zu seiner Frau, welche sich immer noch vor Schmerzen windet. Dann willigt er ein. “Geht hinaus und holt etwas Wasser“, sagt der Fremde, “Wir haben wenig Zeit“. Der Mann überlegt kurz, steht dann auf und läuft im eiligen Schritt zur Tür hinaus. Als er sich mit dem Wasser der Hütte nähert, ist ein leises Schreien zu vernehmen. Wie das eines kleinen Kindes. Eine kurze Zeit später ist er mit einem freudigem Gesicht und völlig außer Atem, im Haus angekommen. Der Fremde hält einen Säugling in den Armen und dreht sich zu dem Mann um. Sein Kopf senkt sich und mit leiser Stimme sagt er: “Es tut mir leid mehr konnte ich nicht tun“ .... 14 Jahre später.. “Nun mein Sohn es wird Zeit zu gehen“. Der kleine Junge betrachtet die große Burg, er hat so ein anmutendes Bauwerk noch nie gesehen. “Muss ich wirklich Vater, ich will viel lieber bei dir bleiben“. “Wir haben doch darüber gesprochen. Dein Vater möchte das du groß und stark wirst und denen hilfst die Hilfe brauchen“. “Und der Herr über diese Burg hat mir versprochen, für dein Wohlergehen zu sorgen“. Das große hölzerne Tor öffnet sich und ein Mann auf einen Stock gestützt tritt aus dem Schatten der Burg ins Licht. “Glaron zum Gruße,...Egin ich grüße dich“ ruft er. Der Mann erhebt sich und streckt die Hand zum Gruß aus. “Ich grüße euch ebenfalls Nimloth. Ah und das ist euer Sohn, nehme Ich an. Wie heißt du denn Junger Mann“. Der kleine Junge blickt eingeschüchtert zu dem alten Mann auf und erwidert mit leiser Stimme: “Amrog“. Der Alte wendet sich wieder dem Mann zu. “Wie ist es euch seit dem Tod eurer Frau ergangen mein Freund Egin“ .... Nach einem längeren Gespräch zwischen den Männern schütteln sich beide die Hände. Der Jüngere der beiden wendet sich dem Knaben zu. “Nun ist es soweit Abschied zu nehmen“. Der Junge fängt an zu weinen. Der Mann nimmt den Knaben in den Arm. “Versprich das du fleißig lernst, so das ich stolz auf dich sein kann“. Eine kleine Träne rinnt dem Mann die Wange hinab. Der alte Mann unterbricht die Abschiedsszene. “Habt keine Sorge ich werde mich um euren Sohn kümmern er wird ein wahrlich Ehrenhafter Paladin und Diener Glarons, dessen bin ich mir sicher“. Der Alte nimmt den Jungen an die Hand und geht in Richtung Burg. Der Junge schaut noch einmal zurück und hört seinen Vater rufen: “Mach mich stolz mein Sohn“. ... |
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