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Alt 25.12.2003, 18:30
Die Verteidigung von Yew
#1
Orak Fenthe
Reisender
 
Registriert seit: 25 Mar 2003
Beiträge: 1.002
Wie alles begann

Die Besprechung mit den Templern war gerade zuende und Orak saß schwermütig noch im Versammlungshaus der Boten. Die Worte Jarods klangen klangen ihm noch in die Ohren und das Bild, wie er keine Regung zeigend, still vor sich hinschauend und enttäuscht dasaß tat sich vor seinem geistigen Auge auf. Der Zweifel musste tief in Jarod gesessen haben. Jarods Meinung war für Orak wichtig, wenn auch die anderen beiden Boten der Zweifel durch Altheas Worte. Wie sein eigener Zweifel weggewischt wurden, so beschloß man im Anschluß des Gespräches doch die anderen Boten die nicht anwesend war zu befragen, bevor man den Templern den Entschluß mitteilte. Doch dazu sollte es nicht kommen, denn Orak wurde schrill aus seinen Gedanken gerissen als die Tür des Versammlungshauses aufgerissen wurde und Ben, einer der Boten des Ersten hereingestürmt kam und blutüberströmt vor Orak zusammensank.
Orak selber war es, der ihn in die Wälder nach Yew schickte, um die Lage in den Wäldern um das südwestliche Gebirge Yews im Auge zu behalten. Schwer lastete in diesem Moment die Schuld auf Oraks Schultern. Er hätte den jungen Boten nicht alleine in die Wälder schicken dürfen, doch was hätte er machen sollen? Alle Boten waren mit ebenso wichtigen Aufgaben betreut. Orak wischte seine Gedanken hastig beiseite, welche ihn für einige Sekunden überkamen und er machte sich daran sich um den Boten zu kümmern. Hastig rief er zwei dazugeeilten Anwärtern zu sie mögen Heilkräuter, Bandagen und Wasser bringen. Die Anwärter eilten schnell und es kam Leben in die Versammlungshalle. Hastige Schritte, Türen die auf und zu geworfen wurden. Orak wusste, dass es aussichtslos war, denn die offene Bauchverletzung und die fast herausquellenden Gedärme, sowie das spuckende Blut aus dem Munde des jungen Boten ließen keinen Zweifel offen, doch wollte Orak nichts unversucht lassen. Daß Ben es bis hierher geschafft hatte, grenzte an ein Wunder. Eine eisige Ruhe kam über Orak, die ihn immer überkam, wenn eine Lage auswegslos erschien. Seine tief schwarzen Augen wanderten den Körper Ben`s ab und fiel auf Bens Bauchwunde. Er redete ruhig auf Ben ein, doch wusste er, dass auch Ben abgeschlossen hatte, als sich ihre Blicke trafen. „... Orak, ihr müsst nach Yew ...“ ein Röcheln überkam Ben und seine Worte waren eher gehaucht. Mit den Worten kam gleichzeitig ein etwas Blut aus den Mundwinkeln geflossen, nicht viel aber dennoch Blut. „... riesiges Heer ... Orks vor der Stadt“ Ben verdrehte die Augen bei dem Versuch die Worte hastig zu sprechen. Orak winkte die Anwärter ab, welche mit den Kräutern und Bandagen angelaufen kamen und deutete sie ruhig zu sein. Inzwischen strich Orak Ben durch sein blutverkrustetes Haar und blickte ihn ruhig mit seinen tiefschwarzen Augen an und nickte ihm zu. „Ja Ben wir reiten nach Yew“. Ben`s Augen strahlten für einen Moment tiefsten Frieden aus, bis sie so in Erstarrung verharrten.
Orak strich nochmals durch sein Haar, schloss ihm dann die Augenlieder und sprach ein leises Gebet zu Glaron um es mit dem Zeichen der Sonne zu beenden.

Wenig später ...

Man hörte wie galoppierende Hufe den anbrechenden Morgen störte indem sie die Gesänge und das muntere Frühlingsgezwitscher der Singvögel überschatteten. Ein Reiter hob sich am Horizont galoppierend vor der aufgehenden Sonne über den Feldern ab. Sein Ziel war Yew.
Orak Fenthe ist offline  
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Alt 28.12.2003, 17:11
#2
Orak Fenthe
Reisender
 
Registriert seit: 25 Mar 2003
Beiträge: 1.002
An der südlichen Grenze Yews angelangt stellte Orak fest, dass der Grenzposten nicht besetzt war. Es war schon spät und die Sonne neigte sich hinter den Bergen im Westen. Marodierende kleiner Orkhorden zwangen ihn immer öfter den Weg zu verlassen und Umwege in kauf zu nehmen. Ein einsamer Waldläufer gesellte sich zu ihm und sie errreichten gemeinsam den zweiten Postern an der nördlichen Wegbiegung. Ein verheerendes Bild bot sich ihnen. Es musste ein harter Kampf gefochten worden sein. Soldaten der Landwehr lagen neben denen der Orks. Schrecklich zugerichtet durch die Schlacht, welche hier getobt haben muß. Nachdem die Toten notdürftig beerdigt wurden und alle Gebete gesprochen waren, erkundeten die beide achtsam die weitere Umgebung des Postens und stießen auf kleiner Orkverbände, welche jedoch keine allzu große Gefahr darstellten. Nachdem sich die beiden der Orkenbrut entledigten, trennten sich die beiden und Orak ritt mit sorgenvollen Blick weiter in den Wald hinein in Richtung Siedlung. Mehrere kleiner Orkhorden umgehend erreichte Orak die ersten Höfe der Siedlung und auch hier stieß er immer wieder auf die Vorposten und Patroullien des Feindes. Orak stieß leise ein Dankgebet an Glaron aus, als er sich der Yewer Festungsanlage näherte und die durch die Yewer Landwehr gesicherten Tore ritt. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Posten, der ihn wohlwollend über die Lage berichtete, erfuhr er von einem riesiegen Heer dass im Südwesten lagern solle. Darauf ritt er nach Norden aus der Stadt und ließ er sich bei den barmherzigen Schwestern Libanu`s im Kloster nördlich der Stadt seine Wunden behandeln. Erschöpft fiel er für einige Stunden in einen durch Unruhe gezeichneten Schlaf.
Für ihn war am nächsten morgen klar, würde nichts geschehen, dann würde Yew fallen, sollte sich das Heer auf die Stadt zubewegen.
Noch vor dem Morgengrauen sattelte er sein Pferd und führte es aus dem Stall. Wenn er sich beeilte, so würde er noch vor der Verhandlung, die heute stattfinden sollte, in Britain sein, dachte er sich. Und so machte er sich auf den Weg, diesmal jedoch nach Osten reitend. Wie Orak feststellte, war das östliche Land noch in der Hand der Yewer Landwehr. Etwas beruhigter grüßte er den östlichsten Grenzposten, als er ihn passierte und ritt weiter.
Orak Fenthe ist offline  
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