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Gast
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*Josepuhs kniet - den Rücken gebeugt - vor dem Altar der kleinen Kappelle des herzöglichen Palastes. Die Hände bebend in die Höhe erhoben, den Kopf tief gesenkt, kauert er in andächtiger Haltung auf dem kalten, ehernen Boden des Gotteshauses und betet.
Oh Glaron, der Du gebietest über Leben und Tod, Hüter meines Hauptes, Erwecker und glanzvoller Wegbereiter allen Glückes. Der Du den Pfad des einsamen Wanderers mit Licht erfüllst und ihn leitest, der Du des wackeren Streiters' Schwethand führest im Kampfe gegen das Übel der Welt, stehe mir bei und leite mich. Oh Glaron, leinhaftiges Übel, welches die Gassen der Stadt durchschreitet lästert Deiner Göttlichkeit, negiert Deine Erhabenheit und spottet Deiner Güte. Oh Glaron, erleuchte Deinen einfachen Diener mit Deiner Weisheit und sage mir, was tun ? Erzürnt stehe ich dorten, wo ich Deine Lehre nicht verbreiten, die verfinsterten Herzen des Ruchlosen nicht erreichen, die schandhaften Worte der Ketzer nicht unterbinden noch widerlegen kann. Soll Deine Nachsicht mich hindern, Widerworte zu geben, wenn der Frevelhafte Deine Existenz abspricht ? Was tun, wenn der Gottlose Beweise fordert ? Ihm mit schnödem Tand Deine Macht beweisen ? Mein Haupt in Demut senken und auf stille Art Deinen Glanz im Geheimen zum Strahlen bringen ? Oder wortgewaltig Deinen Ruf verbreiten ? Mich voller Eifer dem Ruchvollen entgegenwerfen ? Oh Glaron, erhelle meine verwirrten Gedanken, denn ich weiß nicht, was tun ? Wie kann ich Dir, oh mein Gebieter und einziger Lebenszweck, am Besten dienen ? Glaron, der Du selbst den armen Bettler zu seinem Tageslohn verhilfst und das Übel minderst, der Du selbst im ausweglosesten Hinterhalt noch den Fluchtweg offenbarest, stehe mir bei und erleuchte mich. Als Ketzer und schwarzer Magus werde ich verhöhnt, nachdem ich - durch Gebetes Kraft in Deinem Willen, der armen Fiana das Leben in Deiner Güte zurück schenkte. Bedrohet von Mächten der Finsternis, in die Enge getrieben von üblem Gesinde. Was tun, oh Glaron, was tun ? Helfe Deinem getreuen Diener und schenke ihm Wiesheit und Erleuchtung. Und gib mir die Kraft, in Demut das zu tun, was Deine Stimme - und nicht mein Eifer - mir befehlen mag. Denn Dein ist Brittannia, und Minoc, und das ganze Land, in Ewigkeit, Amen. * in Demut verharrt der Priester vor dem Altar, die Hände weit emporgereckt.* |
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