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Lebenslauf von Borolosch Sohn des Gerdolosch
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Mein Leben begann vor nunmehr 160 Jahren, als meine Mutter Xerana Tochter des Finux mich in der Zwergenbinge Rudarak nordwestlich von Britain zur Welt brachte. Ich war der ganze Stolz meines Vaters Gerdolosch Sohn des Xenos. Mein Vater und meine Mutter waren angesehene Schmiede der Binge. Sie unterhielten eine Schmiede mit zwei weiteren Mitarbeitern. Die Jahre als Kind verbrachte ich meistens in der Schmiede meines Vaters und half da und dort mit. Jedoch merkte mein Vater schnell, dass ich kein gutes Händchen für das Schmieden hatte, so dass ich nicht in des Vaters Fussspuren treten konnte. Als ich älter wurde versuchte ich mich als Minenarbeiter zu betätigen, was ich jedoch auch bald wieder aufgab, da ich auch für dieses Handwerk nicht geeignet war. Ich lernte mal dies und mal das, wechslte meine Arbeit öfters als mein Kettenhemd. So vergingen die Jahre und ich stand immernoch ohne richtiges Handwerk da. In der Binge wurde ich bekannt als der Tagelöhner. Wenn mal eine gute Hand zu gebrauchen war, war ich sofort an Ort und Stelle. Mit den Jahren dachte ich, dass Angrosch mich nicht gern hatte, da ich nun fast alles probiert hatte, jedoch alles ohne Erfolg. Die Leute in der Binge wunderten sich mit der Zeit immer mehr über mich, da ich, wenn ich wiedermal nichts zu tun hatte, in den Tavernen hing und mich dem Biergenuss hingab. Rudarak wurde immer grösser und reicher, der Handel zu den Menschen in Britain war überaus lukrativ. Doch dieser Ruf wurde zum Verhängniss meiner Familie. Vor 20 Jahren an einem kalten Winterabend geschah das Unmögliche. Eine Horde Orks stürmten die Binge, um den Reichtum Rudarak's zu plündern. Unsere Thollis kämpften verbittert, doch gegen die Überzahl der Orks hatten sie keine Chance. Die Orks gelangten in das Herz der Binge. Mein Vater, meine Mutter und ich hatten uns aus der Waffenkammer meines Vaters gerüstet und standen zum Kampf bereit. Als dann die Orks zu unserer Schmiede kamen, bekam ich es mit der Angst zu tun. Würde ich diesen Kampf überleben, mein erster richtiger Kampf. Ich betete zu Angrosch, auf dass er mir wenigstens einmal in meinem Leben Glück bringen werde. Wir alle kämpften hart, doch waren die Orks einfach zu viele. Meine Mutter, möge sie in Frieden ruhen, fiel als Erste. Sie wurde regelrecht geschlachtet. Als dies mein Vater sah, wurden seine Schläge härter und seine Schreie wilder. Ork um Ork schlug er zu Boden mit seiner grossen Kampfaxt. Die Orks bemerkten schnell, dass man gegen meinen Vater lieber nicht im Nahkampf kämpfte. Einige Orks, mit Bogen bewaffnet kamen und versuchten ihr Glück im Fernkampf. Unzählige Pfeile hagelte es auf mich und meinen Vater. Mein Vater liess sich aber nichts anmerken und breschte auf die Bogenschützen der Orks zu. Ich sah, wie sich noch mehr Orks mit Bogen zu den anderen gesellten. Mein Vater kam bis etwa 10 Meter vor die Bogenschützen heran, als er mit Pfeilen gespickt zu Boden sackte. Schmerz steig in mir auf. Rache für meinen Vater, war mein einziger Gedanke und auch ich stürmte vorwärts Richtung Bogenschützen. Vom weiteren Verlauf der Schlacht habe ich keine Ahnung mehr, da ich durch den Blutverlust, durch die Pfeile, Ohnmächtig wurde. Die Zwerge haben es schlussendlich, unter grossen Verlüsten, geschafft die Orks zu vertreiben. Als ich meine Gedanken wieder richtig ordnen konnte, überkam mich ein Gefühl der Schande. Ich hatte versagt und mein Vater und meine Mutter waren Tod. Ich schwor Rach dafür und begab mich nun auf den Weg, ein Thollis zu werden. Die überlebenden Thollis unserer Binge waren froh, dass ich diesen Weg einschlug und unterrichteten mich mit ganzem Herzen. Mit der Zeit hatte ich alles gelernt was es von unseren Thollis zu lernen gab. Ich wusste aber, dass ich noch nicht Reif für die Rache war und ich beschloss nach Khazdur zu gehen, um dort noch mehr zu lernen und vorallem um in ein anderes Umfeld zu kommen, in Rudarak erinnerte mich alles an einem Vater und meine Mutter, dies war gar nicht gut für meine Gedanken. So packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg nach Khazdur. Als ich nach langer Reise endlich vor den Toren von Khazdur stand, wusste ich, dass ich ein neues zu Hause gefunden habe.
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