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Alt 06.04.2024, 21:52
Traum der Magie
#1
Har Brehgo
Spieler, Mensch
 
Registriert seit: 09 Mar 2021
Beiträge: 137
Das Werk existiert bislang ledigiglich in zwei Abschriften, die eine findet sich unscheinbar in der privaten Sammlung des Autors. Die andere wartet noch darauf der Bibliothek des hohen Konzils der Magie zugebracht zu werden.

Titel: Traum der Magie
Author: Har Brehgo

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Moege dieses Buch dienen meine Theorie ueber das Sein des Gewebes festzuhalten.

Bedenkt dennoch: Unsere eigenen Antworten zu finden. Das ist der Weg den wir waehlten.
Moonglow
Wyzzin 1339

Inhalt:
- Die Allmagie
- gezaehmte Magie
- Kristalle
- Der Geist, das Bewusstsein
- Dunkle Magie
- Schlusswort

Die Allmagie
Einst waren wir Goetter.
Es bringt nichts darum herumzureden. Mir wurde es klar als ich die Hoehen der Verwandlungsmagie erklomm. Wer damit vertraut ist weiss das bei einfachen Verwandlungen lediglich die Huelle ausgetauscht wird. Eine Veraenderung der Realitaet im Bruchteil eines Liedschlags. Doch als ich diesen Zauber wirkte, mich auf die Form konzentrierte, die Zauberrolle sich in meinen Fingern verzehrte, waehrend sie sich in ihre elementaren Straenge zerfaserte um ihre Wirkung zu entfalten. Ja, in jenem Moment verstand ich. Mein Koerper, mein Fleisch passte sich etwas tief in meinem Inneren an, mehr noch mir floss etwas von, nennen wir es aussen zu, rang mit meinem Selbst fuer einen Moment der viel laenger schien. Dann veraenderte sich mein Koerper. Es war nicht die Welt die ich um mich aenderte wie bei gewoehnlichen Zaubern, es war mein Selbst, Fleisch, Blut, Knochen, Luft die in die anschwellenden Lungen gesogen wurde. Klaeglich mein Versuch das Geschehene in Worte zu fassen, einem jeden sei angeraten sich dieser Erfahrung selbst zu stellen.
Dieses etwas tief in uns, unsere Seelen, sie sind Bruchstücke. Ob Funken die der Phoenix in seinem Flug verloren hat, der Hauch des Lebens den uns Libanu einst gab? Wer vermag das schon zu sagen. Persoenlich sei mir vergoennt hier anzufuegen das ich zu ersterem tendiere. Was ich euch sagen kann ist dies. Es ist die Quelle dessen was wir als Magie bezeichnen. Die Kraft dem Willen Form zu geben. Denn das ist Magie. Nicht Worte zu brabbeln nach Formeln die ihr nicht versteht. Diese Welt, unsere Existenz, die Regeln der sie sich beugt, nur Farben auf einer Leinwand geschaffen aus ungezaehlten Bewusstsein auf die selbe Weise wie wir Kronen Macht geben. Lediglich ein Produkt unserer Vorstellung das mit jenen anderer Wesen um die Vorherrschaft ringt.

Gezaehmte Magie
Damit ist euch auch der Grund gegeben warum die meisten die sich Magier angewiesen sind auf Reagenzien und Worte. Wir haben nicht die Macht uns gegen die Flut zu stellen.
Es hat den Anschein das ueber Jahrhunderte, Jahrtausende womoeglich sogar dieses kuenstliche Regelwerk sich in die Bewusstsein aller Lebewesen eingebettet hat, alleinig dadurch funktioniert. Eine sich selbst erfuellende Prophezeiung so ungern ich diese Bezeichnung anwede. Dennoch unbestreitbar, zutreffend. Der Naturzirkel ist eines der letzten Ueberbleibsel dieses Prozesses. Worte deren Sinn wir nicht mehr kennen. Zauber die die Grenzen der Zirkel ueberbruecken.
Sicher werdet ihr fragen wie uns das Wissen um diesen Prozess verloren kam. Stellt euch dann folgende Frage. Wie entstand das Rotalf Gebirge? Die lokalen Barbarenstaemme sehen in ihm den Koerper eines urzeitlichen Wesens das auf die Welt herabstuerzte, in diesem Augenblick seine Kraft ueber die Welt schleuderte, uns mit dem Geschenk der Magie bedachte. Uralte Magie gewirkt waehrend dem Krieg der Elemente? Oder doch eine Falte des Gewebes? Wie viel Wissen uns mit jeder Generation verloren geht, es ist ein Jammer. Aber ihr haltet dieses Buch nicht in Haenden um meinem Lamentieren beizuwohnen.

Kristalle
Nun wie fuegen sich magische Juwelen in dieses Bild? Was wenn sie lediglich Ueberbleibsel des Koerpers Snaers sind, zu dem sich hingezogen fuehlt was einst aus ihm geboren wurde. Aus dem Kristallriesen wurde im Laufe der Aeonen der Eisriese, sein Koerper ueber die Schoepfung verteilt. Bruchstuecke, Gefaengisse in der Lage Essenz aufzunehmen, der Vorgang der auch bekannt ist als das Beseelen eines Steins. Eine zutreffende Bezeichnung wenn ich je eine gehoert habe. Denn das ist es was dabei passiert. Ein Teil eurer Seele, eures Selbst wird in das Juwel geschlossen auf immer dem Namenlosen vorenthalten. Ein Funke bar jeglichen Bewusstseins, der darauf wartet dass ihm ein Koerper Zweck gibt.
Seid gewarnt, euch in Acht zu nehmen vor den funkelnden Edelsteinen, sie ziehen Menschen mehr in ihren Bann als lediglich durch ihren materiellen Wert.

Der Geist, das Bewusstsein
Von Seelen spreche ich, von der Schoepfung die sie uns erlauben zu manipulieren. Die Elemente aus welchen sich unsere Welt zusammensetzt. Doch wer sind wir? Was sind wir? Ist es ein Teil der Seele die das blindes Fleisch seinem Befehl unterwirft, diese Zeilen zu Papier bringt?
Nein. Es ist mein Geist. Wo sich Seele und Koerper treffen dort findet sich unser Selbst, das Ich. Noch schwerer zu fassen als die beiden anderen und von genauso geringer stofflicher Existenz wie das was Goetter und Daemonen so gerne als Teil von sich wuessten. Doch ist es moeglich das besonders maechtiges Ich entseht, geboren aus gleichfalls maechtigen Bestandteilen. In der Tat fiel mir selbst so genannte Spektralasche in die Haende als ich mit einer Gruppe Abenteurer einen untoten Drachen niederrang. Wie ich nun verstehe handelt es sich um ein Ueberbleibsel seines Geistes. Nicht voellig aus der Stofflichen Ebene noch Teil der jenseitigen. Von tumben Narren ahnungslos genutzt ihre Seelen in sich tragenden Waffen an sich, ihr Ich, zu binden. Bei Gelegenheit keimt in mir die Frage was die Kirche dazu sagen wuerde.
Doch ich schweife ab. Geist, Koerper und Seele schaffen den Mensch in seiner Unvolkommenheit.

Dunkle Magie
Erwaehnung finden sollten ebenso Blutmagie wie Nekromantie. Zugegeben hier verlassen mich die Kentnisse. Eine Erklaerung soll dennoch gegeben sein.
Zunaechst Nekromantie. Das Manipulieren der Lebenskraft, der Essenz, meiner Auffassung nach der Seele selbst. Wenn dieses ungreifbare Stueck unserer Selbst die Quelle der Magie ist welche wiederum die Schoepfung ermoeglicht so ist dies der Ursprung des Lebens. Was unterscheidet einen Koerper schon von einem Felsen? Ihr koenntet aus Teilen einen Koerper schaffen, Blut durch seine Adern fliessen lassen. Doch ohne einen Funken Leben, eine Seele, bleibt es lediglich ein unbeweglicher Leichnam. Erst eine Seele verleiht ihm Leben, oder Unleben in diese Fall denn ohne einen Geist ist das Wesen kaum mehr als eine aufwaendige Beschwoerung.
Nun zur Blutmagie. Wie erwaehnt bilden wir eine Einheit aus drei Teilen wo sich die Seele als Funke des Lebens bezeichnen laesst. Als Magier haben wir gelernt sie unabhaengig auszuweiten um das Gewebe manipulieren. Nekromanten nutzen sie um ihren Kreaturen einen Schatten Lebens einzuhauchen. Alchemisten fanden ebenfalls unbewusst einen Weg sie zu nutzen. Sie beduerfen dafuer Blut von Wesen deren goettliche Bruchstuecke weitaus groesser sind als die unseren, womoeglich ihnen sogar gegeben wurden bedenkt man das sie die Voelker beschuetzen sollten. Ich spreche von Drachenblut, bei der Schaffung von Golems benoetigt. Wir koennen also davon ausgehen das im Blut Macht enthalten ist. Jene Macht die uns Leben spendet. Die Quelle der Magie.

Schlusswort
Dem geneigten Leser habe ich ein Bild gezeichnet. Mit meinen Worten auf die Leinwand eures Geistes gemalt, wie unser Wille das Muster des Gewebes veraendert. Ich mag nicht alle Fragen beantwortet haben, alleine die exakten Prozesse die vor sich gehen wenn ein Zauber gewirkt wird, doch das ist nicht Zweck dieses Werkes. Darum sage ich nur dies. Findet eure eigenen Antworten, das ist der Weg den wir beschreiten.
Einen Gedanken muss ich euch noch mit auf den Weg geben. Geht mit dem Wissen wie mit dem Gewebe vorsichtig um. Ich selbst werde Sorge dafuer tragen das diese Niederschrift nur jene zu Augen bekommen die sich wuerdig erwiesen haben mit ihnen umzugehen. Der Traum kann leicht zerreissen alles Sein wuerde enden.
Was verbleibt von euch ohne die Magie?
- In den Worten meines verstorbenen Meisters Ehgad Bygnoz dem ich dieses Buch widme.

*Das Buch endet mit dem Bild eines Drachen der seinen eigenen Schwanz verschlingt. Den Koerper bedecken die Runen Atek Faur, His, Faur, Yim. Im Zentrum, umringt von dem Drachen befinden sich die Runen Mae, Wyz und Oni.*
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