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... hüllte sich um den Hafen wie ein schweres Tuch.
Seit einiger Zeit nun hatte er sich entschlossen, diese triste Insel zu verlassen mit ihren degenerierten Bewohnern. Zuviel Unheil war in den letzten Wochen geschehn. Noch immer hatte er nicht gefunden, wonach er schon seit einigen Jahren sucht. Seinen geliebten Bruder Eidor. Er dachte zurück an die Zeit, wo sie gemeinsam mit dem Schiff die geliebte Heimat verließen.
Wehmut erfüllte sein Herz. Viel war er umher gewandert, seit sich ihre Wege eines Tages so unverhofft getrennt hatten. Seither kein Sterbenswort mehr von ihm. Doch letzte Woche, er war in einem Gespräch mit einem Reisenden vertieft, erfuhr er von einem Elfen, einem Elfen der für etwas Aufsehen auf einer Inselgruppe namens Schattenwelt gesorgt hatte. Aufmerksam lauschte er der Beschreibung. Ein Hoffnungsschimmer begann in ihm zu glühen ...
Die nächsten Tage lief er nervös durch die Stadt, die er eine ganze Weile sein Zuhause genannt hatte. Eifrig hatte er alle Besorgungen erledigt, um sich auf den Weg zu machen. Enttäuscht stellte er fest, daß es niemanden mehr gab, dem er Feyiama sagen sollte. Er schlenderte noch einmal zu dem einsam gelegenen Haus im Osten der Insel und setzte sich eine Weile an die Feuerstelle, dachte zurück an die schönen Tage, die es gegeben hatte. Kurz spielte er mit dem Gedanken in die Stadt der Tala zu fahren, um einem der wenigen Menschen, zu denen er aufgeschaut hat, Lebwohl zu sagen. Ein kurzes Lächeln, nein, der Paladin würde es verstehen, wenn er so ginge.
Mit neuem Mute bestieg er in der Nacht das Schiff. Es würde ihn zu neuen Abenteuern führen und zu neuen Elfen, die vielleicht nicht so sehr unter dem Einfluß der Menschen gelitten hatten...
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