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Alt 23.10.2002, 19:52
Melina Marlenti: Die Reise
#1
Lady Ashara
Ex-Staffler
 
Registriert seit: 23 Oct 2002
Beiträge: 1.274
Lange ritt Melina mit Sianne in den Armen einem kleinen Trampelpfad entlang, der sie richtung Norden führte. Die Bäume um sie herum waren schneeweiss und die Luft, die sie einatmete war eisig kalt.

Die Sonne begann unterzugehen und es wurd Zeit, ein Lagerfeuer zu entzünden. Die Nacht würde sehr kalt werden, wie so oft im Norden.

Ein kleiner Fluss floss nahe dem Wald entlängs und diese Stelle bot einen guten Lagerplatz. Sanft liess sich Melina von Morgentau, ihrem treuen Occloer gleiten und bettete Sianneauf weiche Tücher, die sie sorgfältig auf den Boden legte.

Sorgfältig suchte sie geeignetes Feuerholz und schichtete es zu einem grossen haufen zusammen, nahm Feuerstein und Zunder zur Hand und entzündete ein grosses Lagerfeuer.

Melina nahm Vorräte aus eine der Satteltaschen am Pferd und begann Sianne vorsichtig zu füttern, sie selbst ass nur wenig, zu gross waren ihre Sorgen.

Melina nahm Sianne auf ihre Arme und setzte sich angelehnt an einen Baum auf den Boden und wachte... denn sie hörte die Laute von Tieren in der Dunkelheit... die Laute von Wölfen in der Ferne...



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Melina Marlenti


Die Ankunft
Die ganze Nacht blieb sie wach, zu gross war die Sorge, dass jemand kommen könnte, während sie schlafen würde. Lieb kuschelte Melina ihre kleine Sianne an sich und wärmte sie mit ihrem Körper.
Bald sind wir da, mein Engelchen.. bald wirst du deine Grossmutter kennenlernen...

Langsam begann, die Sonne aufzugehen, ihre Sonnenstrahlen berührte die Erde und die beiden Menschen. Es wurde Zeit weiterzuziehen, immer weiter gen Norden, bis zur Küste.

Mit Sianne im Arm bestieg Melina vorsichtig Morgentau und so setzten sie ihren Weg fort.

Schon bald sah sie Kaminfeuer aufsteigen und schon bald sah sie die Hütten und kleinen Häuser ihres Heimatdorfes...zuhause.. sie waren zuhause...



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Melina Marlenti


Ein fröhliches Wiedersehen
Ihr Heimatdorf hatte sich kaum verändert, seit sie vor Jahren von zu Hause fortgelaufen war. Der Schnee bedeckte die Strohdächer der Behausungen, die Fischer gingen ihrer Arbeit nach und in der Taverne gab es immer noch die Schlägereien.

Doch etwas fehlte, und dies stimmt Melina nichtmal traurig, ihr Vater war tot, und dies schon länger. Ihr Vater, der sie jahre lang wie Arbeitsvieh behandelte und in ihr nur etwas sah, das Geld nach Haus brachte. Seit Vaters Tod verstand sie sich wieder gut mit ihrer Mutter, auch sie fühlte sich befreit und schien nun endlich glücklich zu sein.

Langsam ritt Melina zu ihrem altem Elternhaus. Es sah noch immer aus wie früher. Ein massives Steinhaus, ein schöner Garten und die Arbeitswerkstatt. Jemand arbeitete an der Esse, konzentriert und sorgfältig. Dieser jemand schien Melina gar nicht zu bemerken.

Vorsichtig stieg Melina von ihrem Pferd und band es mit einer Hand so gut an, wie es ging. Morgentau würde nicht weglaufen, das war sicher.

Mit Sianne in ihren Armen öffnete sie die Holzzaunpforte und ging auf die Werkstatt zu, um zu schauen, wer dieser Mann denn sei. Melina liess Sianne etwas im Schnee laufen und trat dann hinter den Unbekannten.

"Seiet gegrüsst, Fremder."

Langsam drehte sich der Mann zu ihr um und schaute sie an. Melina traute ihren Augen kaum...er.. er war es wirklich.
Voller Überraschung und Freude sprach sie dann:
"Angolf... Angolf Du bist wieder da..."
Angolf lachte als er sie erkannte und umarmte sie herzlich, drückte sie fest an sich, als wolle er sie nie wieder loslassen...und Melina wünschte sich, er würde es auch niemals wieder tun...


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Melina Marlenti


Endlich wieder daheim
Schon lange spürte Melina nicht mehr diese Umarmung. Seit Jahren hatte sie ihren Bruder nicht mehr gesehen. Vor vielen Jahren ging er fort, in ein anderes Land; aber nun war er wieder bei ihr...

Gross war er geworden und seine blauen Augen hatten immer noch dieses Leuchten. Melina schaute ihn glücklich an und nur durch Siannes frage, wer dieser Mann denn sei, löste sie sich von ihm.

Angolf schaute schmunzelnd zu der kleinen Sianne, ging zu ihr und nahm sie auf seine Arme. Melinas Tochter schaute ihn neugierig an und kniff ihm dann in seine Nase. Verdutzt schaute Angolf zu Mel und lachte dann etwas.

"Genau wie ihre Mutter, als sie noch klein war! Komm, wir gehen ins Haus."

Zusammen betraten sie ihr altes Elternhaus. Der Duft von einer Hühnersuppe tränkte die Luft und ein paar Katzen liefen über Tische und Stühle; es war genau wie früher.

Ihre Mutter stand an der Feuerstelle und rührte in einem Topf herum. Langsam ging Melina auf ihre Mutter zu und blieb einen Schritt hinter ihr stehen.

"Grüss dich Mutter..."



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Melina Marlenti


Ein Leben in alter Heimat
Melinas Mutter dreht sich sofort zu ihr um, liess beinahe den hölzernen Kochlöffel fallen.
Ihre verblüffte Mine wich einem freudigen Gesichtsausdruck, voller Wiedersehensfreude umarmt sie ihre Tochter fest und drückte sie an sich.

Endlich waren sie wieder beisamen.. Mutter und Tochter. Seit Vaters Tod haben sie sich nicht mehr gesehen. Diesmal würde sie länger bleiben.

Mach dem Abendessen ging sie mit ihrem Bruder durch das Dorf. Der Nachthimmel wurde durch die funkelnden Sterne geziert, der Mond war voll und wunderschön. Es herrschte eine wundervolle Stille über dem Dorf, die meisten Bewohner gingen früh schlafen, denn schon früh ging es morgens wieder an die Arbeit.

Zusammen gingen sie zu der alten Holzhütte, die sich am Fusse des grossen Berges befand. Dort spielten sie als Kinder immer und verbrachten dort viele schöne Stunden.
Auch ging sie immer dorthin, wenn ihr Vater wiedermal mit ihr schimpfen wollte oder wenn er einfach betrunken war. Hier hatte sie immer die Ruhe, die sie brauchte.

Angolf und Melina setzen sich auf die alte hölzerne bank, die noch immer vor dieser Hütte stand. Sie kuschelte sich an ihren Bruder und genoss seine lang vermisste Nähe und wusste, es würde alles wieder gut werden...
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