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Alt 13.06.2004, 13:16
Vergangenheit und zwei Brüder
#1
Toren Serkis
Reisender
 
Registriert seit: 06 Jun 2004
Beiträge: 34
Es war eine schöne Nacht, als das übliche Handelsschiff von Faerlan, an den Hafen von Vesper dockte.
Die Seeleute fingen mit ihrer Arbeit an und befreiten das Schiff von den Gütern im Lagerraum.
Wie so oft gab es auch einpaar Passagiere welche nun an Land gingen und sich umschaut. Unter diesen war auch Toren Serkis.
Toren war nun um die 20 Jahre alt, seine Ausbildung zum Feinschmied war nur wenige Wochen her. Er blickte sich an diesem Fremden land und und murmelte zu sich selber ,,Nun muss ich Ragon finden,,. Mit diesen Gedanken ging er an Land und dachte an sein vergangenes Leben nach.

Toren dachte an seine Jugend zurück, die für ihn unbeschwerten Jahre. Jene Jahre in denen sein großer Bruder Ragon noch bei
der Familie war. Beider Vater war ein Wanderschmied, ein groß gebauter Mann mit einem Bauch der durch Bier genuss
entstand. Er Fuhr mit einem Karren durch das Land und nahm Schmiedearbeit an wo er nur konnte. eines Tages verliebte er sich in
die Tochter eines bekannten Wanderhändlers.
Die Liebe war eine starke Bande und aus jener entstand Ragon, aber noch vor seiner Geburt wurden beide Glücklich vermählt.
Nun Familie Serkis endete durch das eine Kind aber nicht ihre Lebensart. Ein zweiter Wagen wurde gekauft als Ragon um die
6 Jahre alt war. Nicht nur auf Schmiedearbeit, sondern auch auf Handel ausgelegt erging es der Familie immer besser.
Als Ragon das zehnte Jahr erlangte wurde ihm ein Bruder geschenkt welcher Toren heissen sollte.
Leider war diese Zeit nicht mehr all zu glücklich für die Familie, die ersten kleineren Streiterein zwischen ältestem Sohn und
Vater beginnen.
Toren weis nur von seiner Mutter, das die Streiterein über die Zukunft handelten. Während Vater und Sohn sich stritten und
auch gemeinsam die Schmiedearbeit vorrantrieben lehrte die Mutter Toren in jungen Jahren vieles. Schreiben, Lesen wie Rechnen waren an der Tagesordnung, es war schnell klar das sie ihren jüngsten nach ihrem Willen formen wollte.
Zwei streitende Ochsenköpfe waren ihr wohl genug.

Torens zehntes Jahr brach an, er zeigte ein geschick mit den Händen das Vater und Ragon nie hatten. Diese Hände
kamen am meisten nach der Mutter, so wie das geschick. Sie bestimmte Torens weiteren Lebensweg, die Eltern würden einen
großteil des erspaarten Goldes für Toren ausgeben.
Es war ihr Wunsch das ihr jüngster Sohn zu Grossmeister Mekban kommen sollte. Der alte Feinschmied sollte ihren jungen
Formen wie er Stein in Form brachte.
Sie bekam ,wie immer, ihren Willen und Toren blieb in der Stadt "Felsenmeer", um zu einem vollwertigen Feinschmied ausgebildet zu werden.

So zog Familie Serkis weiter durch das Land Faerlan, doch etwas war anders. Die streiterein zwischen Vater und Sohn nahmen unaunaufhörlich zu. Eines abend war es so schlimm das Ragon wutentbrand seine sieben sachen nahm und davon stürmte. Auf die flehenden Fragen seiner Mutter hin wurde sein Zorn etwas kühler und er sagte ihr nur das er nach Brittania gehe, sein eigenes Leben leben. Im stummen aufwiedersehen wendete er sich um und entschwand im dunkel der Nacht.
Sie hatte geahnt das dies so kommen sollte sobald es keinen kleinen Bruder mehr gab auf den Ragon acht geben musste.
Ragon war fort, Toren zur Ausbildung. Die nächsten Jahre waren schweigsame Jahre der Reue und Schuldgefühle beider Eltern.

Die Jahre vergingen und ehe man sich versah war es acht Jahre her das Ragon aufbrach. Kein Wort und kein Schreiben von Ragon ereilte die Eltern. Toren welcher in der Zeit nur viermal seine Eltern gesehen hatte, schloß sich beiden wieder an.
Toren war nun ein junger Mann von 19 Sommern, seine Ausbildung wurde erst vor einer Woche beendet und er war Froh seine Eltern zu sehen. Mutter war sichtbar gealter, die Zeit und der Kummer hinterließ seine Spuren an ihr. Vater war wie immer gut gelaunt. doch wenn er sich unbeobachtet fühlte sah man öfter ein Gesicht eines leicht verbitterten Mannes.
Beide waren sie Gesundheitlich auf bestem Fuß und sie waren noch immer unterwegs. Toren musste lächeln, schon als er klein war sagte sein Vater immer ,,ab nächsten Sommer lassen wir uns nieder,,.
Toren wusste das beide sich nie niederlassen würden, sie würden ihr Leben so führen wie sie es mochten. Auf Reisen.

Als er das damals dachte, erkannte er wie sehr er doch selber in die Welt wollte. Nach langen gesprächen mit seinen Eltern
wurde entschlossen das er nach Britannia auf sollte. Er wollte dort sein Glück versuchen und vielleicht würde er seinen Bruder treffen!
Nach keinen zwei Wochen aufenthalt brach er auf zu den Hafenstädten um nach Britannia zu segeln.

Und nun stand er hier in Vesper. Leichtes Gepäck auf dem Rücken bahnte er sich in einem Tag einen weg zur Hauptstadt Britain.
Er hatte in Vesper erfahren das ein Herr Serkis in Britain einen Bergwergsladen besitzen sollte. Sollte es so leicht sein? War dieser Herr Serkis sein Bruder?
Es dauerte noch zwei weitere Tage bis er sich in der Stadt zurecht fand und am Laden des Herren Serkis stand.
,,Ragon Serkis,, stand auf dem Schild des Hauses, Torens Herz schlug immer schneller als er seine Hand hob und an die Holztüre pochte.,,nur einen moment!,, das war eine festere stimme als er in errinerung hatte. Ihm wurde geöffnet und da stand Ragon und meinte nur ,,nehmt doch kurz platz, ich muss was noch erledigen..
Toren setzte sich stillschweigend in den Laden und konnte es nicht fassen. Da stand sein Bruder, nun um die 30 Sommer alt. Er sah gereifter aus und ein leichtes Hinken war in seinem gang.
Ragon wandte sich um und sah Toren an als ob er ein Kunde wäre, doch schnell wurde sein Gesicht kurz verblüffend und beide sahen sich nur an. ,,Ja Ragon, ich bin es Toren,, Mehr brachte der junge Mann nicht herraus und da schall es auch schon laut
,,Toren! bist due es wirklich?,, Da war Toren schon aufgestanden und die beiden umarmten sich Brüderlich fest.

Beide setzten sich wieder und sprachen leicht heiser miteinander. Toren erzählte das es den Eltern gut ginge, er sprach von seiner Ausbildung bei Mekban. Zu guterletzt reichte er Ragon einen Brief von Mutter. Was drinnen steht weis Toren nicht aber er vermutet
das es die liebenden Worte einer wunderbaren Mutter sind.
Toren erzählte Ragon wie er hier nun Fuß fassen will und ehe er sich versah wollte das Ragon hier bleibt. Er bot den Laden an damit Toren ordentlich Handeln könnte und beide handelten aus das sie sich gegenseitig Helfen würden.

So neigte sich der Tag nieder, zwei Brüder wieder vereint..
Toren Serkis ist offline  
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