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Gast
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*Ein vom alter gebeugter Mann betritt den Raum, wirft dem Schreiberling ein paar münzen zu und fängt mit einer krakeligen Schrift zu schreiben*
Er schlenderte gerade durch den lärmend geschäftigen Strassenmarkt von Minoc. Die vollgepackten Ständer mit knallig bunten -kleidern, die leuchtend frischen, appetitlich glänzenden Obst- und Gemüseberge,dei Essens- und Teedüfte und die rauhe Herzlichkeit , mit der diese Dorfgemeinde im Herzen des Landes ihrem Tagwerk nachging, schienen Archanon, der ohnehin schon prächtig gelaunt war, richtiggehend zu beflügeln! Doch diese heitere Stimmung sollte bald wie weggeblasen sein... Dunkle Vorahnungen waren ihm fremd, doch trotzdem hatte er ein flaues Gefühl im Magen. Er ging, eine vertrackte Melodie pfeifend durch das Dorf und machte sich auf seinem Pferd, das sein gnazer Stolz war, auf den Weg zur Mine, einem arbeitsreichen Tag entgegen! Heute würde er zwar wie wild schuften müssen, aber der Gedanke heute abend zur 19.ten Stunde mit seinem Freund Harlos, in seinem gemütlichen Haus einen zu heben munterte ihn auf. An der Mine angekommen band er seinen treuen Freund an einen Pfosten, und wollte sich gerade umdrehen als sich eine schwere Hand auf seine Schulter legte. Er zuckte zusammen und drehte sich langsam um. Vor sich sah er eine hochgewachsene Gestalt in schwarze Gewänder gehüllt stehen. Mit einer Knochenmaske verdeckte sie ihr Gesicht. Er konnte die Augen sehen: Er las grenzenlosen Hass in ihnen... Archanon schluckte tief, raffte seinen ganzen Mut zusammen und sprach mit versucht beherrschter Stimme: "Was wollt ihr" ? Sogleich trat eine andere gleich aussehende Gestalt aus dem Schatten eines alten abgebrannten Baumes und sprach mit dunkler verzerrter Stimme: "Ein schönes Pferd habt ihr da"! Er kam näher um es besser in Augenschein zu nehmen. Die andere dunkle Gestalt , die bis jetzt noch stumm blieb nickte seinem Gefährten zu. Dieser sprach mit bösartig listiger Stimme:" Wir nehmen es" ! Archanon entgegnete mit zittriger Stimme: Ich habe nicht vor es zu verkaufen! Wir auch nicht!! sprach er langsam, packte ihn und hielt ihm einen messerscharfen Dolch an die Kehle. Du wirst es uns geben, du hast keine Wahl!! Ohne ein weiteres Wort zu sagen, sprang er auf das Pferd, trabte ein paar Meter und ritt mit seinem Gefährten davon. Archanon schrie ihnen nach und schwor ihnen ewige Rache. Darauf ertönte aus weiter Ferne ein hysterisches, diabolisches Lachen. Er fiel zu Boden und vergrub sein Gesicht in seinen grossen, schwielenübersäten Händen. Einige Tage später Der Hass und die Trauer hatten ihn sichtlich verändert... Sein Gesicht wurde dunkel... In seinen Augen glühte grenzenloser Hass... Seine Hände, scharfe verformte Klauen... Sein Mund dünn, eingerissen und ohne Lippen.. Seine Haut fahl und blass... Er weinte Blut, das wie Säure ätzte... Er hatte den Kampf in sich verloren. Irgendwann kommt der Tag der Rache. Ihr Schrecken und ihre Schreie werden im ganzen Lande gespürt und gehört werden. Das erste Kapitel wurde irgendwo tief unter der Erde in Verliesen längst vergessener Zeit von zittriger Hand mit Blut niedergeschrieben. Der Fürst des Hasses hat eine neue willenlose Hülle gefunden... *Der alte Mann ging hysterisch lachend davon* |
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