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Gast
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Es war kuehl unter dem Blaetterdach der Yew Baeume, deren dichtes Geaest feine Mondstrahlen gleich silberner Lanzen durchbrachen und das suesslich duftene Moos in einen Teppich aus gewobenem Silber und Schatten verwandelten.Es war Imbole die Nacht des ersten Februars und die Nacht des letzten Vollmondes.
Es war kuehl und doch war der nackte Koerper Dun'Shas von einem duennen Schweisfilm ueberzogen.Die Wehen kamen noch in ziehmlich grossen Abstaenden und waren nicht allzu schmerzhaft. Dun stuetzte sich auf ihren Ellenbogen und suchte den Blick von Trillian Dent, der Heilerin und ihrer besten Freundin. Das Gesicht suchend und forschend umsich blickend runzelte Trillian die Brauen als lausche sie unverstaendlichen Worten. Es war ein seltsamer Anblick, Trillian so besorgt zu sehen. Seltsam und nicht sehr beruhigend ..... Dun'sha seufzte schwerund wollte etwas sagen, als ihr eine jaehe Wehe den Atem nahm. Erstaund von der intensitaet des Schmerzes biss sie sich auf die Lippen, um nicht laut aufzuschreien, dabei krallte sie ihre Hand in den Arm ihrer Freundin. Die Wehen kamen nun in immer kuerzeren Abstaenden. Trillian strich Dun behutsam einige Straehnen ihrers im Mondlicht schimmerden langen Silbernen Haare aus dem Gesicht und rang sich, trotz des seltsamen Gefuehls was sie beschlichen hatte ein Laecheln ab. Die Heilerin schob ihre Finger in das Geschlecht der Elfe, um die Weitung des Muttermunds zu ertasten. Die Fruchtblase war zum bersten prall, und sicher musste man sie aufstechen, war der Bauch von Dun nicht ungewoehnlich aufgedunsen, konnte es sein das Sie Zwillinge gebar ? Sie half Dun sich auf die Seite zudrehen um ihr die Geburt zu erleichtern. Dankbar bedachte Dun'sha ihre Gefaehrtin mit einem Laecheln und wandte den Blick nachsinnend in das verwobene Laubgewoelbe in das spiel von Silberfaeden und Schatten... vielleicht haette sie es ihr sagen sollen ... Das Kind das sie erwartete stammte nicht von dem Elf der sie aus dem anderen Land begleitet hatte, es stammte nichtmal von irgendeinem Elfen. Es war das Kind eines Menschen. Das Kind von Lyon. Vielleicht wuerde sie ja sterben? Vielleicht lies die Natur eine derart geartete Verbindung nicht zu. Dun schloss die Augen und genoss die wenigen schmerzfreien Sekunden, wenn ihr auch das Bild von Lyon weiter im Kopf herumspukte. Sie dachte an Gorathan , der so sanft und und freundlich war und doch von einer eigenartigen Ausstrahlung umgeben die sie bei der ersten Begegnung mit ihm erschreckt hatte. Wuerde ihr Kind so werden wie er ? Eine neue Wehe setzte ihren duesteren Gedanken ein ende und sie war fast dankbar darum. Diesmal konnte sie nicht anders und stoehnere laut vor schmerzen . Das Kind war zu gross fuer eine Elfe. Sie spuerte, wie es sich riesenhaft in ihrem Bauch bewegte , wie es jedes stueck ihres Koerpers auf auesserste dehnte einen Weg durch ihren Leib bahnte. Das Kind Lyons.. Sie spuerte wie die Fruchtblase platze und ein schwall lauwarmer Fluessigkeit schoss ueber ihre Beine, was eine neuerliche heftigere Wehe auslöste.Die Wehe verebbte und Dun entspannte sich etwas mit traenenfeuchten Augen. .. Glaubst du es wird ein Junge? Nein, erwiederte Dun. Es wird ein Maedchen...... Trillian stockte fuer einen Augenblick ..so hatte die ruhige gewissheit von Dun sie aus der Fassung gebracht. ... Ich habe sie im Traum gesehen, sie stand mitten im Wald und spielte Floete, und strahlend helle Feen leuchtend wie kleine Gluehwuermchen... wie die von dennen ich dir erzaehlt habe, bildeten einen Kreis um Sie und lauschten ihrem Spiel. Eine neue unvermittelte Schmerzattacke entlockte ihr einen gellenden Schrei.Sie spuerte halb unter der Betaeubung des Schmerzes wie Trillian sie niederdrueckte und eine Hand auf ihr geschwollenes Geschlecht lege, welches spannte und auseinanderwich und eine runde glatte schmierige Flaeche freigab. Aus weiter Entfernung hoerte sie die Stimme Trillians die ihr irgendetwas zurief... sie konnte sie aber nicht verstehen. Keuchend, gemartert von dem Schmerz, hatte sie den Eindruck, als werde sie bei lebendigem Leib gevierteilt. Dun stoehnte leise und der kleine Koerper schoss in einer Wellenartigen Bewegung vollstaendig heraus. Gaenzlich ermattet sank Dun auf das Lager nieder, die ersten Schreie des kleinen Wesens hallten unter dem Blaetterdach wieder, mit einer eigenartigen Beklemmung durchtrennte Trillian die Nabelschnur und befreite den Mund des Babys von Schleim, der ihm die Luft zum Atmen nahm, behutsam wickelte sie es in breitgelegte duftende Tuecher ein um es zu waermen, dann beugte sie sich ueber Dun'shas Bauch , den sie mit grossem Eifer massierte, bis sie mit einer letzten Wehe die Plazenta ausstiess. Trillian hielt ihr das Kind,welches aufgehoert hatte zu weinen mit einem verkrampften Laecheln und traurigen Augen hin , mit eben jenem unertraeglichen Laecheln was sie an ihrer Freundin vorher schon bemerkt hatte. Dun presste ihre kleine Tochter liebevoll eng an sich und betrachtete das kleine Maedchen , was so schoen war,als sie sie ansah empfand sie ein Gefuehl der Angst ; das ihr schier das Herz zerriss viele Geschichten rankten sich um diese Form der Natur diese runden Baeckchen, diese drallen kleine Arme es war keine Elfe aber auch kein Menschenmaedchen. Trillian laechelte ihre Freundin an und hockte sich neben sie. Das Baby war waehrend des Stillens eingeschlafen, das beklemmende Gefuehl was sie bei der Geburt der Kleinen empfunden hatte war schwaecher geworden. Sie sieht dir aehnlich ... und doch ...Sie ist keine Elfe nicht wahr? Dun erschrack und vermied es Trillian in die Augen zu schauen. Du kannst mit mir sprechen, weißt du ... Sie ist die Tochter eines Menschen ,sagte Dun leise....... |
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