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Reisender
Registriert seit: 07 Feb 2005
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Leider geschieht es ab und zu, dass die Garde einen Fall nicht umgehend aufklären kann, sodass sie, ohne einen Abschluss, in die Archive wandern, um nie mehr angerührt zu werden. Doch auch dieser Fall fand nun seinen bemerkenswerten Abschluss.
So kam es vor einem Sommer in Britain zu einer Serie merkwürdiger Diebstähle. Schatzkarten wurden aus den gut gesicherten Truhen eines namhaften Bürgers Britains gestohlen. Gerüchten zu folge, sollten wohl Feuerfeen darin verstrickt gewesen sein. Jene garstige Wesen, die unter den gewaltigen Bergen im Westen von Britain hausten. Ihr Ruf ist, abgrundtief bösartig und gefährlich zu sein, ja sie sollen sogar dem Roten Herrn selbst dienen. So überlegte Dorian bereits seit dem Aufkommen der ersten Gerüchte über die Diebstähle der Feuerfeen, diese einmal heim zu suchen und der Sache auf den Grund zu gehen. Doch er wusste, dass die meisten seiner Kameraden nicht dafür geeignet waren, eine Expedition in die Tiefen des feurigen Berges zu unternehmen. So wanderte der Fall stetig weiter nach hinten, bis er schließlich in all den Akten in Vergessenheit zu geraten drohte. Bis ... Valatar Feyalon, ein eifriger Adept, arkaner Jäger und einstiger Rekrut der Garde, durch eine Kette von Zufällen, mehr und mehr in sein Leben trat. Mehr aus Forschungsinteresse als mit dem Fall selbst im Hinterkopf, drangen die beiden Gefährten in das unwirtliche Gebiet der Feuerfeen ein. Dorian hätte nicht im Entferntesten geglaubt, dass ihr Widerstand, sowie der ihrer hinterlistigen Helfer, so derart groß sein würde. Stunde um Stunde drangen sie tiefer ein, Feuerwürmer tauchten auf, Magmagolems die nach ihrem Zerteilen in kleinere Fragmente zerfielen und weiter kämpfte, Magmakrieger deren abgeschlagene Rüstungen zum Leben erwachten und die beiden Gefährten stark in Bedrängnis brachten trafen sie in rauen Mengen. Doch irgendwann, nach schier endlos scheinendem Gemetzel, mitten in einem Meer aus Blut und Knochen, vernahmen sie ein tiefes Grollen aus der tiefsten Höhle. Eine Stimme so markdurchdringend, dass einem das Blut schier in den Adern gefror. Dorians Zweifel wurden größer und er fragte sich, ob die beiden es mit solch einem mächtigen Feind überhaupt auch nur einen Wimpernschlag lang aufnehmen könnten. Doch Valatar machte ihm Mut und langsam und vorsichtig schlichen sie seiner selbst erbauten Magmagruft entgegen und versteckten sich, beobachtend und wachsam, hinter einem Felsen, um einen Plan zu schmieden. Ihnen war klar: Sie müssten alles aufbieten, was ihnen noch zu Verfügung stand. Ein kurzer Blick in seinen Reagenzienbeutel und ein weiterer in seinem Vorrat an Tränken und Zauberrollen ließen ihn weiter zweifeln. Doch schließlich siegte die Zuversicht in ihren Herzen als die beiden ihren Plan entwickelten und so begann die größte und schwierigste Schlacht denen sich die beiden Adepten in ihrem bisherigen Leben jemals stellten. Valatar blieb zurück und machte sich bereit für seine mächtigsten Zauber, Dorian stürmte über die Brücke und begann mit einem Ablenkungsmanöver um ihn in seinem großen Versteck zu binden. Ein dumpfes Grollen durchdrang den Berg als der Balrog aufstampfte um Dorian den Gar aus zu machen. Doch dieser hielt sich bereit um mit seinen eigenen dämonologischen Kenntnissen zurück zu schlagen. Er vertraute Valatar, das dieser ihn nicht den Glaronisten aushändigen würde und beschwor einen eigenen Diener des Roten Herrn und zwang diesen Fürsten der Dunkelheit gegen seinen Bruder den Balrog anzutreten. Der Kampf schien unwirklich und hätte wohl jeden einfachen Bürger in den sicheren Wahnsinn getrieben. Doch ward der Fürst alleine kein Gegner für den Balrog. So trat nun auch Valatar in das Schlachtgeschehen ein und vollzog seinen konzentriert geplanten Zauber. Ein mächtiger Sturm formte sich in seinen Händen, erwuchs und begann sich auszubreiten und fokussierte den riesigen Feind in einem Wirbel zerschneidender, rasierklingenscharfer Splitter. Der beschworene Fürst wich zurück und lechzte nach Blut – ihm schien es wohl gleich zu sein wer sein Gegner war und nun war Dorian sein Meister und nicht der Rote Herr. Mit Schmerz erfülltem Brüllen donnerte der Balrog durch das hohe Gewölbe, nun war Dorian wieder an der Reihe. Er zog ein Band aus seiner Tasche, an welchem über Zehn gut verknüpfte Zauberrollen hingen und nun war es an ihm, dem Feind zu trotzen. Ein heftiger schwerer Wasserstrahl nach dem anderen zwang den feurigen Balrog abermals in die Knie, doch seine Ausdauer war schier unermesslich. Das Schwert des Fürsten schien sein Gegenüber kaum zu beeindrucken, doch hielt er ihn immer wieder in Schach, worauf Dorian dem feurigen Atem und seinen mächtigen Gliedern ausweichen konnte. Als Unterstützung rief Valatar ein Felsmonster welches schwerfällig auf den Balrog zu stampfe, jener war so mit Dorian und dem Fürsten beschäftigt dass er es nicht kommen sah. Valatars Monster packte den Balrog an den Flügeln und riss ihn nach hinten herüber. Dorians dämonischer Fürst holte zu seinem stärksten Schlag aus und schaffte es dem Balrog einen kleinen Schnitt in die Brust zu versetzen. So traf der nächste Sturm Valatars den Balrog mit dem Wirbel der schneidenden Splitter, mit volle Härte. Nun war erneut Dorians Zeit gekommen. Er stürmte so schnell wie seine Beine ihn Tragen konnten in Richtung des Balrogs, bereit hielt er einen Zaubertrank des Alchemistenfeuers und steckte den Trank samt seines Arms gegen den hornigen Leib des Feindes. Jener war über diesen Angriff so überrascht, dass er Valatar erneut unterschätzte. Jener bereitete erneut einen mächtigen Sturm vor und als Dorian sich zurück zog umwirbelte die raumfüllende Sturmfront den Feind zum dritten und finalem Male. Endlich zündete das Feuer und aus dem einfachen Sturm wurde ein Feuersturm dem nicht einmal der Balrog widerstehen konnte. Dann, auf einmal: Stille. Völlig erschöpft und außer Atem, realisierten die beiden Gefährten das sie es tatsächlich geschafft hatten, einen höheren Dämon aus dem Reich des Roten Herrn zu besiegen. Die Schätze in seiner Kammer waren wahrlich ergiebig und unter diesen, siehe da, befanden sich die gestohlenen Schatzkarten des britainer Bürgers. |
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