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Alt 20.11.2002, 06:19
Mein Gedächniss....
#1
Illia
Gast
 
Beiträge: n/a
Der eisige Wind peitschte über Illia´s Gesicht....lies ihre Haare die unter der Kaputze der Robe auf ihrer Stirn hervor standen gefrieren. Die Eiswüste....hier muss es alles angefangen haben....
Hier wird es alles enden....Mit zitternden Beinen stapfte sie weiter durch den Tiefen Schnee.Das Wolfsfell das sie unter der Robe trug hielt sie nur dürftig warm. Das Eis nahm einem alle Wärme im Körper. Doch ihr Ziel klar vor Augen kämpfte sie weiter gegen die ohnmächtige Kälte und den Wind an.
Es war kein leichtes an den Wächtern des Sees vorbei zu kommen...doch...mit etwas List und der Hilfe ihrer treuen Gefährtin Sylph hatte sie selbst dieses Hinderniss überwunden.
Vor ihr lag nun der schmale Weg zum See. Hoch ragte das Bergmassiv links und rechts von ihr in die Höhe und der Wind heulte seltsam über die scharfen Steine. Es verriet was hier auf sie lauern würde, und sie kannte ihren Feind....doch es gab kein Zurück mehr. Zulange litt sie schon unter dem Gedanken sich an ihrer Vergangenheit nicht erinnern zu können. Auch kam ihr just in dem Moment wieder in den Sinn wie sie das letzte Male vor dem Eiselementar gestanden hatten...wie hilflos die Krieger und Magier sich gegen den unbesiegbaren Eisdämon gewehrt hatten.
Sie hatten flüchten müssen, wie Illia erst später erfahren hatte.
Selbst wusste sie nicht mehr genau was geschehen war...nur das sie in einer Wut der einer Ohnmacht geglichen hatte versuchte den Eiselementar zu vernichten....ohne Erfolg.
Sylph würde ihr helfen....diesmal würde sie sich dem Dämon stellen.Diesmal würde sie nicht verlieren....sie durfte nicht verlieren. Nocheinmal hatte sie nicht die Kraft hierher zu kommen.
Schnell fasste sie neuen Mut und schritt weiter durch den Tiefen Schnee. Fast am Ende des Weges angekommen, erschien Sylph vor ihr. Ihr blaues Haar hülte sie wie immer fast gänzlich ein. Ihr zierlicher kleiner Körper wurde durch die kleinen Flügel in der Luft gehalten und ihre Hellblau strahlenden Augen sahen sie ruhig an.
Sie war bei ihr....sie würde ihr helfen...Illia spührte es förmlich.
Nocheinmal heulte der Wind laut, sie scheinbar warnen wollend doch sie schritt vorran und trat auf das Tal des Berges.
Der See schimmerte seltsam in der Eisigen Kullisse. Nicht ein Körnchen Eis war auf seiner Oberfläche zu sehen....die Magie die von ihm ausging war fast greifbar. Sylph flog neben ihr, den Blick ebenso auf das ruhig fliessende Wasser gerichtet. Laut erhob Illia ihre zarte Stimme, die laut und hart von den Steinen wiederhallte: "
Ich bin wiedergekommen um mir zu holen was meins war und wieder meines sein wird! Zeig dich Geist des Eises...!
Für einen moment schien die Zeit still zu stehen als ihre Stimme verhallt war und es war ruhig....totenstill fast. Dann kam das Wasser in bewegung...kreuselte sich...sprudelte und etwas erhob sich langsam aus dem Wasser. Der Eiselementar!
Sein Körper schimmerte seltsam in dem Licht der Mittagssonne und Illia wusste sofort, selbst der wärmste Strahl der Sommersonne würde ihn nicht zum schmelzen bringen können.
Seine glüheneden Augen sahen sie durchdringend an. Die Macht die von ihm ausging war fast überwältigend.Bedrohlich warf er die aus Eismassiv geformten Arme in die Höhe.

Du wagst es mich erneut zu stören?! Kleine Sterbliche hast du deine Lektion immer noch nicht gelernt?!
Ihren Blick festigend griff sie mit einer Hand an die Kaputze der Robe und warf sie fast trotzig zurück, ihr Haar glitt an ihrem Rücken hinab und wirbelte dann leicht im Wind des Taales.

Ich will was du mir genommen hast, Geist des Eises....und ich werde es mir holen!
Ein schallendes, dunkles Gelächter donnerte durch das Taal. Illia zuckte kurz zusammen und für einen Moment schien sie ihre Fassung zu verlieren. Doch ein Blick auf Sylph genügte um sie erneut mit Mut zu stärken. Sylph schwebte weiterhin neben ihr, ihr Blick ruhig, unbeeindruckt auf dem Eiselementar gerichtet.
Dieser sah die Fee seinerseits an, seine leuchtenden Augen sie alleine durch den Blicke zerschmettern wollend. Doch Sylph schien unbeeindruckt.
Der Eiselementar knurrte bedrohlich: Deine kleine Freundin hat dir letztes mal schon nicht helfen können....glaubst du wirklich sie kann es diesmal?
Illia sah den Eisdämon prüfend an und nickte selbstsicher.
Sylph flog dem Elementar etwas entgegen, dieser zuckte kaum merklich zurück. Mit heller, zerbrechlicher Stimme wisperte Sylph:
Ich kenne deine Schwäche, Kreatur aus Eis....
Auf diese Worte hin wich das Element etwas zurück.
Sylph flog weiter auf ihn zu, bis sie selbst über dem See schwebte. Das Eiselement war fast bis an die Felswand zurück gewichen.
Du kleines Geschöpf....du wirst leiden genau wie sie! Die boshaftigkeit in seiner Stimme donnerte wie ein Erdrutsch durch das Taal, lies den Boden beben auf dem Illia stand.
Doch sie konnte sich nicht rühren, etwas zog so ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes, das alles andere Nebensächlich schien. Sie sah einfach nur Sylph an.
Die Fee erwiederte in süssem Ton: Deine Schwäche wird dein Verderben sein.....und der Tag deines Verderbens ist gekommen...der Tag deinem Finsteren Dasein ein Ende zu setzten.. Der Eiselementar wich weiter zurück und prallte laut hallend gegen die Felswand hinter ihm. Das Eis das ihn erschuf und einst so massiv aussah schien anzufangen zu bröckeln.
Wie...wie kannst du...nein.... Die Arme erneut erhebend begannen sich weitere Eismassen aus dem Wasser zu Formen.
Spinnen und Würmer aus Eis entsprangen den Fluten. Illia blieb reglos stehen, ihr blick war fest und ihr Mut stand hoch.
Langsam erhob sie ihre Arme und schloss die Augen. Vor ihrem Geistigen Auge sah sie Sylph und sie gab ihr Kraft...
Kraft zu besiegen was dort auf sie zukam....sie zu töten versuchen wollte. Schlagartig öffnete sie die Augen und streckte ihre Arme den Ungetümen aus Eis entgegen. Ein gewaltiger Strahl aus Feuer entspang augenblicklich ihren Händen, die Wesen sofort verzährend. Ein Brüllen schmetterte durch das Bergmassiv, der Eiselementar erhob in rasender Wut seine Arme nach Sylph ausholend.
Diese Lächelte kurz, und begann etwas zu wispern: Heute Siegt Geist über Realität!
Mit diesen Worten vollführte sie zwei schnelle handbewegungen.
Der Eiselementar bäumte sich auf, seinen Schmerz ausschreiend und in seiner Mitte sah man deutlich etwas Rotes Pulsieren das sich langsam auf die Gesamte Gestalt des Eisungetüms ausbreitete. Wieder Wisperte Sylph: Deine Schwäche ist dein Verderben.....denn ich kenne sie.....
Die Kleine Fee hüllte sich in einen Wirbelsturm aus Schnee und Eis. Das rote Glühen im Zentrum des Eiselementars frass sich langsam durch seinen Körper und mit einer Letzen Geste Sylph´s zerberstete dieser in abertausende winzige Eiskristalle die auf den See regneten. Nur die rot pulsierende Energie blieb zurück und bewegte sich Augenblicklich, da sie frei war auf Illia zu.
Schnell schloss sie die Augen und empfing das Licht mit einem erleichteten Seuftzen. Dann nahm ihr eine ohnmächtige Erschöpfung die sie plötzlich ergriff, das Bewusstsein....
Als sie erwachte lag sie in ihrem Bett....in ihrem Haus...
Sie wusste das es ihr Haus war...ihr Bett...sie konnte sich erinnern.Ein Blick auf die Ornamente und Runen auf ihrer Hand verriet ihr das es vorbei war. Das Eisblau war ihnen gewichen und dem Weiss der ursprünglichen Handverzierung gewichen.
Sylph....nein Sie hatte den Fluch endlich gebrochen.
 
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